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Anschlag auf den BVB-Bus - Was wir wissen und was nicht

Hintergrund Anschlag auf den BVB-Bus - Was wir wissen und was nicht

Drei Sprengsätze detonieren am Dienstag nahe dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Das Team hatte sich gerade auf den Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco gemacht.

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Spieler von Borussia Dortmund und Polizisten stehen in Dortmund vor einem Hotel.

Quelle: Ina Fassbender

Dortmund. Drei Sprengsätze detonieren am Dienstag nahe dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Das Team hatte sich gerade auf den Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco gemacht. Am Mittwochnachmittag gibt es neue Erkenntnisse, einige Fragen sind aber noch offen.

WAS WIR WISSEN

- Am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr detonieren drei Sprengsätze nahe dem Mannschaftsbus. Sie waren in einer Hecke versteckt. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem terroristischen Hintergrund der Tat. Eine abschließende Bewertung sei aber noch nicht möglich.

- Die Sprengsätze waren mit Metallstiften bestückt. Ein Metallstift habt sich der Bundesanwaltschaft zufolge in die Kopfstütze eines Bussitzes gebohrt. Die Sprengsätze hätten eine Sprengwirkung von mehr als 100 Metern gehabt. Um Pyrotechnik handelte es sich nicht.

- Am Anschlagsort wurden drei Bekennerschreiben mit gleichem Text gefunden. Unter anderem wird der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien und die Schließung des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein gefordert. Laut Ermittlerkreisen waren darauf keine Symbole der Terrormiliz Islamischer Staat.

- Die Polizei nahm einen 25-jährigen Iraker aus Wuppertal als Tatverdächtigen fest. Ihm wird eine Nähe zur terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ vorgeworfen. Bei einem zweiten Verdächtigen handelt es sich um einen 28-jährigen Deutschen aus Fröndenberg im Kreis Unna. Bei beiden waren nach Angaben der Bundesanwaltschaft die Wohnungen durchsucht worden.

- Ein weiteres Bekennerschreiben wurde in der Nacht im Internet veröffentlicht. Darin wird ein linksextremistischer Hintergrund des Anschlags behauptet. Es bestehen allerdings erhebliche Zweifel an der Echtheit dieses Schreibens.

- Der BVB-Verteidiger und spanische Nationalspieler Marc Bartra wurde schwer an Hand und Arm verletzt. Er brach sich eine Speiche im rechten Handgelenk. Außerdem verletzten ihn Glassplitter. Noch am Dienstagabend wurde er in einem Krankenhaus operiert. Laut BVB geht es ihm „den Umständen entsprechend gut“.

- Auch ein Polizist wurde verletzt. Er fuhr auf einem Motorrad vor dem Bus, um ihn zum Stadion zu begleiten. Er erlitt ein Knalltrauma und einen Schock.

- Das Bundesinnenministerium hat laut eigenen Angaben keine Hinweise auf eine besondere Bedrohungslage vor dem Nachholspiel. Die Polizei hat vor der Partie jedoch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Im Stadion gab es am Dienstag nach Polizeiangaben keinerlei Gefahr.

- Ein weiterer verdächtiger Gegenstand, der am Dienstag in der Nähe des Tatorts gefunden wurde, war nach ersten Erkenntnissen kein scharfer Sprengsatz.

WAS WIR NICHT WISSEN

- Über die Tatverdächtigen war zunächst nur relativ wenig bekannt. Waren sie bereits straffällig? In welcher Beziehung standen sie zueinander? Auch ist nicht klar, ob es noch weitere Verdächtige gibt.

- Was machten die beiden Verdächtigen am Dienstagabend? Waren sie am Tatort? 

- Was wurde in den Wohnungen der Verdächtigen gefunden?

- Es ist nicht bekannt, ob die Verdächtigen direkte Verbindungen zum IS hatten.

- Das Motiv ist noch unklar. Die Bekennerschreiben werden weiter überprüft.

- Der Zündmechanismus und die Art des Sprengstoffes sind noch unklar. Auch ist nicht bekannt, wie und von wem die Sprengsätze gebaut wurden.

- Ungewiss ist, ob der Vorfall langfristig Konsequenzen für die Mannschaft von Borussia Dortmund und weitere Sportveranstaltungen hat.

- Wie lange fällt Bartra aus? 

dpa

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Dortmund

Die Sprengsätze, die in der Nähe des Dortmunder Mannschaftsbusses explodiert sind, waren nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in einer Hecke versteckt.

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