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BVB will vor Terror nicht einknicken

Ausnahmebedingungen BVB will vor Terror nicht einknicken

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund herrscht beim Champions-League-Spiel Dortmund gegen Monaco alles andere als Normalität.

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Polizeibeamte mit Maschinenpistolen vor dem Stadion in Dortmund.

Quelle: Guido Kirchner

Dortmund. Ein Spiel unter Ausnahmebedingungen. Keine 24 Stunden nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund wurde die abgesagte Champions-League-Begegnung gegen AS Monaco angepfiffen. Für Spieler, Fans und die Polizei eine große Herausforderung.

15.15 Uhr: Vor dem Signal-Iduna-Park stehen schon Stunden vor dem Anpfiff die ersten Polizisten mit Maschinenpistolen. „Das ist schon ein anderes Gefühl“, sagt Frank Keil. Viele Polizisten seien bei Spielen ja immer dabei - „aber nicht mit Maschinenpistolen“. Der 30-jährige war auch am Dienstagabend im Stadion, als die Champions-League-Partie abgesagt wurde. „Sicher, aber auch etwas unwohl“, fühle er sich angesichts der starken Polizeipräsenz, sagt Keil, bevor er sich wieder unter die noch geschlossenen Stadiontoren wartenden Fans mischt.

15.45 Uhr: Noch drei Stunden bis zum Anpfiff. Unter den Fans, die schon so früh auf den Tribünen warten, sind zahlreiche Anhänger des AS Monaco. Einige von ihnen sind bereits seit Montagabend in der Ruhrgebietsstadt. So wie Martin. Er ist mit drei Freunden aus Le Mans angereist. Sie haben im Hotel übernachtet. Eine Nacht länger als geplant. Andere Anhänger der Gästemannschaft waren bei Dortmundern untergekommen, kostenlos über das Angebot #bedforawayfans im Internet. Unsicher fühlt er sich nicht, sagt der 30-Jährige. „Hoffentlich geht es heute los.“ Er muss am Donnerstag wieder zur Arbeit.

16.15 Uhr: „Wir sprechen von einem Großeinsatz“, sagt Polizeisprecher Marco Bischoff. Zur Zahl der eingesetzten Beamten macht er keine Angaben. Nur so viel: „Was wir zur Verfügung haben, haben wir auch hier.“ Mit Sprengstoffspürhunden hat die Polizei alle Tribünen und auch die Umgegend abgesucht. Verdächtiges tauchte nicht auf.

16.45 Uhr: Die Stadiontore sind geöffnet. Der Andrang nimmt zu, lange Schlangen gibt es an den Kontrollen zunächst nicht. Polizei und Verein hatten dazu aufgerufen, keine Rucksäcke mitzubringen. Sie durften nicht mit ins Stadion. Es haben sich wohl fast alle daran gehalten, sagt ein Ordner. An den Wagen mit Fanartikeln herrscht Leere. Die extra für die Begegnung Dortmund gegen Monaco produzierten Schals waren schon am Dienstag ausverkauft, sagt eine Verkäuferin.

17:15 Uhr: Die Mannschaften kommen an. Die Teambusse werden über eine andere Zufahrt als üblich ins Stadion geleitet. „Wir tun alles erdenklich Mögliche, um die Sicherheit von Spielern und Zuschauern zu gewährleisten“, sagt Polizeisprecherin Cornelia Weigand. „Die Mannschaft@AS_Monaco hat das Stadion sicher erreicht“, twittert die Polizei. Vor den Toren zur Nordtribüne stellen sich Fans von Dortmund und Monaco zu Gruppenfotos auf. Dutzende Fernsehteams berichten vom Vorplatz des Stadions.

18.00 Uhr: Die Dortmunder Spieler kommen zum Warmmachen auf den Rasen. Trainer Thomas Tuchel sagt im Sky-Interview, er habe allen Spielern frei gestellt, nicht zu spielen. Keiner sei mit diesem Wunsch zu ihm gekommen. Tuchel kann seine derzeit beste Elf auf den Platz schicken. „Die Mannschaft steht noch immer wahnsinnig unter Druck“,, sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die Fans singen „You'll never walk alone“ - vielleicht noch inbrünstiger als sonst. Auf der Tribüne applaudiert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

18.45 Uhr: Das Spiel wird angepfiffen.

dpa

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Der BVB-Spieler Marc Bartra ist bei den Explosionen in der Nähe des Mannschaftsbusses verletzt worden. Das bestätigte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke.

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