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Dallas historisch schlecht - Warten auf Nowitzki-Rückkehr

Fünfte Pleite in Serie Dallas historisch schlecht - Warten auf Nowitzki-Rückkehr

Die Dallas Mavericks sind nach den Pleiten gegen Memphis und Orlando das derzeit schlechteste NBA-Team. Bei nur zwei Siegen stehen schon zehn Niederlagen zu Buche. Der verletzte Dirk Nowitzki fehlt an allen Brennpunkten.

Orlando. Dirk Nowitzki musste tatenlos zuschauen, als der schlechteste Saison-Fehlstart der Dallas Mavericks seit 23 Jahren besiegelt wurde.

Durch die Pleiten bei den Orlando Magic (87:95) und gegen die Memphis Grizzlies (64:80) ist der NBA-Champion von 2011 nicht nur das derzeit schlechteste Team in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga, sondern auch an einem neuen Tiefpunkt seiner Vereinsgeschichte angekommen. Zwei Siege, zehn Niederlagen - so schlimm stand es um die Texaner zuletzt in der Saison 1993/94. Damals gelangen in den ersten 41 Spielen nur zwei Siege.

Dem an der Achillessehne verletzten Nowitzki dürfte die sportliche Krise mächtig aufs Gemüt schlagen. Eine ähnlich schwierige Situation hat der deutsche Ausnahmespieler in seiner Karriere bisher nur einmal erlebt. Als Nowitzki 1998/99 als Rookie zu den Mavs kam, startete Dallas mit zwei Siegen und neun Niederlagen ebenfalls mies in die Saison - und verpasste am Ende die Playoffs.

Im Spätherbst seiner Erfolgskarriere droht Nowitzki, der auch im nächsten Spiel ausfallen wird, nun ein ähnliches Szenario. Das ersatzgeschwächte Team, bei dem neben dem 38 Jahre alten Führungsspieler auch auf die Spielmacher J.J. Barea, Deron Williams und Devin Harris ausfallen, kann derzeit mit der Konkurrenz nicht mithalten. „Wir machen in der heißen Phase zu viele Fehler, und die Spiele kippen in die falsche Richtung“, stellte Trainer Rick Carlisle nach der Niederlage in Orlando fest.

Ein Hoffnungsschimmer war der Auftritt des erst am Freitag verpflichteten Jonathan Gibson, der mit 26 Punkten bester Werfer für Dallas war. Eine bessere Quote als Neuling im zweiten Einsatz für einen neuen Verein schafften in den vergangenen 20 Jahren nur drei Profis: John Wall 2010 für die Washington Wizards (28), Karl-Anthony Towns 2015 für die Minnesota Timberwolves (28) und Superstar Kevin Durant 2007 bei den Seattle SuperSonics (27).

Die Niederlage konnte aber auch Gibson nicht verhindern, weil seine Teamkollegen kaum trafen. Nur 26 von 77 Würfen aus dem Feld (33,8 Prozent) fanden das Ziel. Eine ähnlich desaströse Offensivleistung hatte es am Vortag bei der deutlichen Heimpleite gegen Memphis gegeben. Hätte der argentinische Rookie Nicolas Brussino nicht 24 Sekunden vor dem Ende noch einen Dreier getroffen, wäre ein weiterer Negativrekord perfekt gewesen. Mit nur 64 erzielten Punkten schrammte Dallas haarscharf am bislang schlechtesten Wert (62:83 gegen die Milwaukee Bucks aus dem Jahr 1997) vorbei.

Kein Wunder, dass die Rückkehr von Nowitzki herbeigesehnt wird. „Er macht Fortschritte, aber wir müssen weiterhin vorsichtig sein“, erklärte Dallas-Trainer Carlisle. Den nächsten Comebackversuch wird es wohl am Donnerstag bei den Los Angeles Clippers geben.

dpa

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