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Deutsche Basketballer quälen sich in Österreich zum Sieg

Schwechat Deutsche Basketballer quälen sich in Österreich zum Sieg

Das ging gerade noch gut: Die deutschen Basketballer zittern sich in der EM-Qualifikation zu einem Sieg gegen zweitklassige Österreicher. Bundestrainer Chris Fleming glaubt, dass das Team an solchen Spielen wächst.

Schwechat. Die deutschen Basketballer haben in der EM-Qualifikation eine Blamage nur ganz knapp abwenden können. In Österreich gewann das Team von Bundestrainer Chris Fleming am Samstagabend erst nach einer großen Aufholjagd mit 61:59 (29:39).

Damit feierte das DBB-Team den zweiten Sieg. Zum Auftakt hatte Deutschland deutlich gegen Dänemark gewonnen.

Bester Werfer in einer ganz schwachen deutschen Mannschaft war Danilo Barthel mit zwölf Punkten. NBA-Profi Pauli Zipser kam auf zehn Zähler. Am Mittwoch trifft die DBB-Auswahl in Oberhausen auf die Niederlande. Der Gruppensieger schafft den Sprung zur Europameisterschaft 2017 in der Türkei, Finnland, Rumänien und Israel. Zudem qualifizieren sich die vier besten von sieben Gruppenzweiten.

„Das Team wächst sicher an solchen Spielen, aber ich hatte mit ein besseres Auftreten von Beginn an gewünscht“, sagte Fleming nach der Partie.

Die deutsche Mannschaft erwischte in Schwechat bei Wien einen schwachen Start. Lange Zeit lief beim Fleming-Team so gut wie gar nichts zusammen. Hinten schläfrig, vorne schluderig - so präsentierte sich die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes gegen die zweitklassigen Österreicher. Deshalb war es kein Wunder, dass die Gastgeber nach dem Auftaktviertel mit 25:16 vorne lagen.

Auch im zweiten Abschnitt setzte sich die deutsche Gruselvorstellung fort, die Gäste agierten ohne Konzept und ohne Linie. Maodo Lo, beim Auftaktsieg gegen Dänemark noch überzeugend, fand überhaupt nicht ins Spiel und war in der Rolle des Spielgestalters völlig überfordert.

„Beruhigt euch, beruhigt euch“, sagte Fleming in einer Auszeit fast schon flehentlich zu seinen Spielern. Doch der Rückstand wuchs zunächst weiter auf sogar 16 Zähler (36:20) an. Erst kurz vor der Pause machte Deutschland ein paar Punkte gut. Das Beste an der ersten Halbzeit war so das Pausen-Ergebnis - Deutschland lag nur mit zehn Zählern hinten (29:39).

Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb der erwartete Steigerung der DBB-Auswahl erst einmal aus. Die Österreicher konnten ihren Vorsprung nahezu mühelos verwalten, weil die Deutschen vor allem in der Offensive immer wieder die falschen Entscheidungen trafen.

Erst im Schlussabschnitt, als bei den Hausherren wie vor zwei Jahren die Kräfte schwanden, startete Deutschland seine Aufholjagd. 3:17 Minuten vor dem Ende brachte Daniel Theis das Fleming-Team erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung. Dennoch musste bis zum Schluss gezittert werden. Auch in der Qualifikation zur EM 2015 hatte sich Deutschland gegen Österreich zwei Mal sehr schwer getan.

dpa

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