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FCB-Basketball-Coach: „Ich will Medaillen, ich will Titel“

Vor Eurocup-Start FCB-Basketball-Coach: „Ich will Medaillen, ich will Titel“

Bayern Münchens neuer Basketball-Trainer Sasa Djordjevic geht mit großen Ambitionen in die neue Spielzeit des Eurocups - er will ihn gewinnen. Mittelfristig ist der Wettbewerb aber zu klein für den Serben, Ziel ist die Euroleague. Helfen soll dabei auch Uli Hoeneß.

München. Nach einer Saison ohne Titel wollen die Basketballer des FC Bayern wieder Trophäen bejubeln. Dafür holten sie den mit Olympia-Silber dekorierten Trainer Sasa Djordjevic. Der Serbe soll die Münchner an die Spitze führen - auch in Europa.

Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht der 49-Jährige vor dem Start in den Eurocup am Mittwoch (19.00 Uhr) in St. Petersburg über den Wettbewerb, seine Vision mit dem Verein und die großen Hoffnungen in Bald-Präsident Uli Hoeneß.

Nach vier Siegen in der Bundesliga geht für Bayern der Eurocup los. Wie ist der Wettbewerb einzuschätzen? Neben Spitzenteams wie etwa Chimki Moskau sind auch weniger bekannte Mannschaften dabei.

Sasa Djordjevic: Natürlich haben nicht alle Teams die ganz großen Namen. Aber die besten sechs bis acht Mannschaften haben Euroleague-Niveau - und das wollen die auch zeigen. Sie spielen um den Titel. Einigen ist das schon gelungen, etwa Chimki. Mit denen wollen wir uns messen.

Sehen Sie Bayern unter diesen sechs bis acht Teams?

Djordjevic: Natürlich tu' ich das! Ich sehe es so: Wir könnten gegen Euroleague-Teams spielen! Aber verstehen Sie mich nicht falsch: Ich meine das respektvoll gegenüber dem Job, gegenüber dem Sport. Mit diesem Team, diesem Staff, in diesem Verein, spielen wir immer auf Sieg. Welche Mannschaft auch hier hierherkommt, wir wollen sie schlagen. Definitiv. Egal wohin wir fahren, wir wollen gewinnen.

Sie haben in einem Interview gesagt, der Eurocup „passt“ vorerst. Aber künftig solle sich Bayern in der Elite-Liga Euroleague etablieren. Das klingt nicht sehr motivierend vor dem Eurocup-Start.

Djordjevic: Das müssen Sie richtig einordnen: Denn eine Sache ist, in einem Wettbewerb zu spielen. Eine völlig andere ist, ihn zu gewinnen. Wir sind jetzt hier, um den Eurocup zu gewinnen! Aber natürlich muss das Ziel des Clubs sein, immer Euroleague zu spielen.

Wie ist Ihre ambitionierte Einstellung bei Bayern angekommen?

Djordjevic: Alle Leute haben Ambitionen. Meine sind sehr groß, die des Vereins aber auch, sonst wäre ich nicht hier. Die Bosse haben dieselben Ansichten, diesen Club zu formen. Bayern hat eine Bürde, diese ist aber positiv, nämlich den Namen, die Tradition, die Fans, die Identifizierung mit dem Verein, mit den Erfolgen. Allen muss klar sein: Ich will immer gewinnen, ich will Medaillen, ich will Titel.

Wie weit ist Bayern auf dem Weg an die Spitze?

Djordjevic: Wir sind auf gutem Weg. Es wurden gute Sachen in der Vergangenheit gemacht, das dürfen wir nicht vergessen. Für mich persönlich ist er hier ein Beginn. Hoffentlich kann ich mich gut einbringen, mit etwas Sand und Steinen, um mit am kleinen Basketball-Schloss hier in München zu bauen. Wir müssen ein Schloss werden, eine Festung, die niemand einnehmen kann.

Haben Sie schon mit dem Schlossherrn Uli Hoeneß gesprochen?

Djordjevic: Ja, wir haben uns vorletzte Woche getroffen, hier bei uns in der Halle. Ich freue mich schon, ihn öfter zu treffen und hoffe, dass er auch mich besser kennenlernen will. Ich glaube, solche Persönlichkeiten sind der Schlüssel zum Erfolg. In einer Saison gibt es immer Höhen und Tiefen, und wenn es mal nicht so läuft, wendet man sich an jene, die einem am nächsten stehen. Im Privatleben sind das die Familie und die Freunde. In einem Club kann man sich auf Leute verlassen, wenn man sich besser kennt. Das hilft. Ich setze darauf, dass wir uns jeden Tag besser kennenlernen und uns näherkommen.

Solche Eigenschaften werden auch Uli Hoeneß zugeschrieben.

Djordjevic: Das habe ich auch gehört. Ich kenne ihn noch als Spieler, als Kind habe ich viel Fußball geguckt. Ich weiß um sein Gewicht in diesem Verein, er ist der Mann, zu dem man aufschaut. Ich mag starke Persönlichkeiten, Leute, die Sachen anpacken, und die ihre Stärke auch zeigen. Wir brauchen Leader, und er ist jemand, dem man folgt.

ZUR PERSON: Aleksandar „Sasa“ Djordjevic (49) ist seit dieser Saison Coach der Bayern und Nachfolger von Svetislav Pesic, unter dem er selbst als Aktiver trainierte. Der Serbe holte als Nationaltrainer seiner Heimatauswahl bei Olympia in Rio zuletzt die Silbermedaille.

dpa

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