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Playoff-Aus: Starker Schröder für Atlanta zu wenig

Atlanta Playoff-Aus: Starker Schröder für Atlanta zu wenig

Anderes Jahr, gleiches Ergebnis: Wie schon vor zwölf Monaten war für die Atlanta Hawks in den NBA-Playoffs gegen die Cleveland Cavaliers erneut Endstation. An Dennis Schröder lag es nicht.

Atlanta. Dennis Schröder ist in der besten Basketball-Liga der Welt zu einer festen Größe gereift, auch wenn seine Atlanta Hawks in den NBA-Playoffs schon wieder an den Cleveland Cavaliers gescheitert sind.

Atlanta verlangte dem Favoriten bei der knappen 99:100-Niederlage zwar noch einmal alles ab. Am Ende ging die Serie aber mit 0:4 verloren - ein Sweep also. Wie im Vorjahr war der Gegner aus Ohio um Superstar LeBron James eine Nummer zu groß für die Hawks.

Doch diesmal war es Schröder, der als Topscorer mit 21 Punkten Akzente setzte - und der sogar für die letzte Aktion die Verantwortung übernehmen durfte. Allein das zeigt, welche Entwicklung der 22-Jährige in dieser Saison genommen hat. „Ich wollte einfach aggressiv spielen und etwas bewegen“, sagte Schröder. „Aber wir können die Zeit nicht zurückdrehen und müssen jetzt damit leben.“

2,8 Sekunden vor dem Ende war der deutsche Nationalspieler in die Zone gezogen, rutschte aber kurz vor dem Cavaliers-Korb weg. Statt einen Wurf kreieren zu können, gab es Sprungball. Hier kam der 17 Zentimeter größere und kräftigere James eher als Schröder an den Ball - Atlantas Playoff-Aus war damit besiegelt. „Wir dachten eigentlich, wir hätten jetzt den perfekten Plan gegen sie. Aber dann spielen sie ganz anders als im letzten Jahr. Das ist frustrierend“, sagte Hawks-Profi Paul Millsap.

Trotz des Playoff-Aus darf sich Schröder am Ende der Saison als einer der wenigen Gewinner bei den Hawks fühlen. Der etatmäßige Spielmacher Jeff Teague brachte es in den vier Spielen gegen Cleveland auf 48 Punkte und wirkte nur selten wie ein Anführer. Schröder hingegen erzielte trotz weitaus weniger Spielzeit insgesamt 61 Zähler und bewies, dass er Chancen kreieren und vor allem selbst treffen kann - auch wenn noch etwas die Konstanz fehlt.

27 Punkte machte der Nationalspieler in Spiel eins, 21 waren es in Spiel vier - insgesamt 13 Punkte waren es jedoch nur in den Spielen zwei und drei. Schröder ist jung, er wird lernen.

Trainer Mike Budenholzer ließ ihn am Sonntag während des kompletten letzten Viertels auf dem Spielfeld. Hinterher nahm der Coach das Ausscheiden sportlich. „Sie spielen einfach auf einem sehr hohen Level“, sagte er über die „Cavs“. „Unsere Spieler haben alles getan, was wir von ihnen verlangt haben.“

Cleveland ist nun als einziges Team in den Playoffs noch unbesiegt. Der Halbfinal-Gegner wird zwischen den Toronto Raptors und James' früherem Club Miami Heat ermittelt. Der Superstar lobte den „großartigen Rhythmus“ der Cavaliers.

Das Star-Trio mit ihm, Kevin Love und Kyrie Irving kam zusammen auf 69 Punkte. Alle drei gemeinsam auszuschalten, ist kaum möglich. „LeBron James ist ein ganz einzigartiger und besonderer Spieler“, erklärte Atlantas Trainer Budenholzer. „Wir haben versucht, ihnen entscheidende Teile ihres Spiels wegzunehmen. Unsere Spieler haben den Plan auch genau befolgt. Aber an einem bestimmten Punkt kam eben Kevin Love zum Zug, und der hat ein Wahnsinnsspiel gemacht.“

dpa

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Cleveland

Das war eindeutig: Mit 98:123 verlieren die Atlanta Hawks und Dennis Schröder die zweite Playoff-Partie bei NBA-Vizemeister Cleveland. Die Gastgeber treffen nach Belieben - vor allem von der Dreier-Linie.

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