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US-Basketballer im Finale gegen Serbien

Rio de Janeiro US-Basketballer im Finale gegen Serbien

Immer wieder Spanien: Zum dritten Mal binnen acht Jahren gewinnen die amerikanischen NBA-Superstars ein entscheidendes Olympia-Duell mit den Iberern. Den USA fehlt nur ein Sieg zum 15. Triumph bei Sommerspielen - dabei treffen sie erneut auf einen alten Bekannten.

Rio de Janeiro. Die US-Basketballer haben schon wieder die Gold-Hoffnung ihres Lieblingsgegners Spanien zerstört und stehen kurz vor dem dritten Olympiasieg in Serie.

Wie schon in den knappen Endspielen 2008 und 2012 bezwang das Team um Superstar Carmelo Anthony die Iberer mit reichlich Mühe und trifft nach dem 82:76 (45:39) auf Serbien.

Der Vize-Weltmeister mit Neu-Bayern-Trainer Aleksandar Djordjevic setzte sich am Freitag in Rio de Janeiro klar mit 87:61 (35:14) gegen das bisherige Überraschungsteam aus Australien durch. Das WM-Finale vor zwei Jahren hatten die USA mit 129:92 über Serbien gewonnen.

Bester US-Werfer gegen Spanien war Distanzschütze Klay Thompson mit 22 Punkten. Die Amerikaner feierten ihren 24. Sieg bei Olympia nacheinander und verbesserten ihre Sommerspiele-Bilanz gegen den Europameister auf 12:0.

Im Finale am Sonntag (20.45 Uhr/MESZ) streben die US-Stars ihren 15. Olympiasieg an, Anthony kann mit seiner dritten Goldmedaille zum höchst dekorierten internationalen Basketballer aufsteigen. „Deshalb sind wir hier hergekommen, wir wollen mit nichts anderem als der Goldmedaille abreisen“, sagte der 32-Jährige. Er zollte Spanien Respekt: „Sie sind eine toughe Truppe, sie spielen schon lange Zeit zusammen.“ Für den Europameister waren auch 23 Zähler ihres überragenden Anführers Pau Gasol zu wenig.

Die beiden besten Basketball-Teams des vergangenen Jahrzehnts lieferten sich wie schon bei den jüngsten Aufeinandertreffen ein umkämpftes Duell. Mit deutlicher Rebound-Überlegenheit dominierten die Amerikaner die Partie, das Team von Erfolgstrainer Mike Krzyzewski sammelte allein in den ersten elf Minuten zehn Abpraller unter dem gegnerischen Korb ein. Wie so oft hielt Center Gasol sein Team in der Partie, der 36-Jährige spielte das komplette erste Viertel durch.

Nach dem 20:30 arbeiteten sich die Spanier mit aggressiverer Defensive zurück, trafen auch ihre Distanzwürfe und kamen bis auf drei Punkte Rückstand wieder heran. Die USA zeigten Nerven. Durant traf bei einem Dreierversuch nicht einmal den Ring, moserte lautstark und erhielt eines von insgesamt fünf Technischen Fouls, die es auf beiden Seiten in der ersten Halbzeit gab.

Es entwickelte sich ein spektakuläres Spiel. Die beiden Aufbauspieler Kyrie Irving und Ricky Rubio zauberten, US-Center DeAndre Jordan donnerte einen Fehlwurf von Thompson über Gasol per Dunk in den Korb.

Nach drei schwächeren Auftritten in der Vorrunde zeigten die Amerikaner wie schon beim klaren Viertelfinalerfolg über Argentinien bis zum Schluss eine konzentrierte Vorstellung. Wie schon in den Olympiafinals von Peking (107:118) und London (100:107) blieb Gasol & Co. nur die Rolle als stolzer Verlierer.

dpa

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