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Dahlmeier: „Dann kommt der Doktor und hebt mich wieder auf“

Nach dem Schwächeanfall Dahlmeier: „Dann kommt der Doktor und hebt mich wieder auf“

Titelsammlerin Laura Dahlmeier sorgt für einen Sieg nach dem anderen. Und geht dabei über Grenzen. Ihr Körper machte zweimal bei der Biathlon-WM schlapp. Die Fans sind in Sorge. Aber die Weltmeisterin gibt sich entspannt und zuversichtlich.

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Laura Dahlmeier gibt nach ihrem erneuten Schwächeanfall Entwarnung: „Fühl' mich wirklich schon recht ordentlich.“

Quelle: Martin Schutt

Hochfilzen. Auch nach zwei Schwächeanfällen in zwei Tagen will Biathlon-Star Laura Dahlmeier ihrem strapazierten Körper keine Ruhe gönnen.

Trotz der Anstrengungen möchte die 23-Jährige am Sonntag zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Hochfilzen im Massenstart (11.30 Uhr/ARD und Eurosport) an den Start gehen. „Heute fühle ich mich wirklich schon recht ordentlich. Und ich denke, dass morgen dem Start nichts im Wege steht“, sagte die sechsmalige Weltmeisterin in einer vom Deutschen Skiverband übermittelten Video-Botschaft.

Nachdem sie bereits am Mittwoch nach ihrem Einzel-Gold wegen Blutdruckproblemen zusammengebrochen war und ihr dies auch am Freitag nach dem kräftezehrenden Staffel-Gold passierte, muss sie nun schnell wieder auf die Beine kommen.

Im Massenstart könnte sie am Sonntag mit einem Erfolg erneut Geschichte schreiben und als Erste im Biathlon-Zirkus fünf Goldmedaillen bei einer WM holen. Den Rekord mit zehn WM-Medaillen am Stück hatte die viermalige Hochfilzen-Weltmeisterin mit dem Sieg in der Staffel schon aufgestellt.

„Natürlich war ich gestern ausgepowert und auch recht k.o. im Ziel. Aber, das ist das Gute, wir Sportler erholen uns immer recht schnell. Wenn man uns zwei Stunden Zeit gibt, dann geht es doch immer recht gut“, sagte Dahlmeier. Und auch für Teamarzt Klaus-Jürgen Marquardt ist das kein Problem. „Bei einer normalen Person würde man eine Pause verordnen. Aber Leistungssportler regenerieren sich schnell“, sagte der Orthopäde. Zumal Zusammenbrüche bei Hochleistungssportlern nach einer extremen körperlichen Belastung nicht ungewöhnlich sind.

Auch Dahlmeier ist hart im Nehmen. Sie kann an und über ihre Grenzen gehen, mehr von ihrem Körper fordern, als der eigentlich kann. Nicht zuletzt bei ihrer Passion, dem Bergsteigen, erlebt sie oft Grenzerfahrungen. Ein falscher Schritt und es gehe um Leben und Tod, wie sie berichtete. Sie liebt die Extreme. Wohl keiner anderen würde an einem Ruhetag bei einer WM einfallen, Gleitschirmfliegen zu gehen. Dahlmeier schon, und genau diese Freiheiten braucht sie auch, um im Sport erfolgreich zu sein.

Genau wie sie müssen Spitzenathleten bereit sein, oft ihre körperlichen Grenzen zu überschreiten. Dahlmeier tut es regelmäßig. „Ich bin stärker als mein innerer Schweinehund. Alles geben, an Reserven gehen, das gelingt mir ganz gut. Augen zu und durch. Hinter der Ziellinie kann ich ja ruhig umfallen. Dann kommt der Doktor und hebt mich wieder auf“, sagte sie vor der WM der „Sport Bild“.

Bis unmittelbar vor dem Massenstart-Wettkampf kann sie über eine Teilnahme entscheiden. Bis zwei Stunden vor dem für 11.30 Uhr geplanten Start muss ihre Teilnahme bestätigt sein. Sollte sie danach verzichten, würden nur 29 statt 30 Skijägerinnen über die 12,5 Kilometer auf Medaillen-Jagd gehen.

dpa

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