Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Dahlmeier holt in Hochfilzen nächste WM-Medaille

Nur Koukalova stärker Dahlmeier holt in Hochfilzen nächste WM-Medaille

Laura Dahlmeier sorgt bei der Biathlon-WM in Hochfilzen weiter für Furore. Im Sprint holt sie Silber. Nur Gabriela Koukalova war einen Tick stärker. Im Umfeld geht das Thema Russland und Doping aber ungehindert weiter und sorgt für Negativschlagzeilen.

Voriger Artikel
Doping-Skandal: Biathlon verspielt seinen Ruf
Nächster Artikel
Vier deutsche Skijäger bei WM-Sprint dabei

Laura Dahlmeier jubelt im Ziel.

Quelle: Martin Schutt

Hochfilzen. Silber statt Gold - Laura Dahlmeier nahm die knappe Niederlage gegen Gabriela Koukalova mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. Dann strahlte Deutschlands Biathlon-Star über das ganze Gesicht und genoss nach ihrem zweiten WM-Coup von Hochfilzen auf dem Siegerpodium den Jubel der Fans.

„Ich habe ein perfektes Rennen gemacht und bin super happy über Silber“, sagte die 23-Jährige am Freitag und stellte fest. „Dass es gleich mit Gold und Silber klappt in den ersten beiden Rennen ist auch für mich ein Traum.“

Einen Tag nach dem deutschen Sieg in der Mixed-Staffel erwies sich nur Gabriela Koukalova als Spielverderberin. Tschechiens Superstar rettete vier Sekunden Vorsprung ins Ziel, wo sie in Tränen aufgelöst ihrem Mann Petr Koukal in die Arme fiel. „Ich ärger mich nicht. Ich erkenne mit Hochachtung an, dass Gabi heute ein bisschen stärker war. Besser als mit zwei Medaillen hätte die WM für mich nicht starten können“, sagte Dahlmeier. Sie bleibt mit elf Punkten Vorsprung Weltcup-Spitzenreiterin vor ihrer Rivalin.

Damit bleibt Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner die letzte deutsche Sprint-Weltmeisterin (2012). Aber Dahlmeier hat weiterhin die Chance, als dritte Biathletin überhaupt Medaillen in allen sechs WM-Wettbewerben zu holen. „Ich weiß, dass ich, wenn ich meine Bestleistung abrufe, in jedem Rennen um das Podest mitkämpfen kann“, sagte die Partenkichnerin, die damit saisonübergreifend in sieben WM-Rennen in Serie auf dem Podium stand. Denn in Oslo im Vorjahr räumte sie fünf Medaillen in fünf Rennen ab.

Nun hat Dahlmeier beste Chancen ihren Vorjahrestitel im Jagdrennen am Sonntag zu verteidigen. „Die Verfolgung ist genau mein Rennen. Alles ist möglich“, sagte sie. Hinter der drittplatzierten Französin Anais Chevalier lieferte Vanessa Hinz als Sechste ein ganz starkes Rennen ab: „Ich bin überglücklich, das war mein bisher bestes WM-Rennen.“ Franziska Hildebrand wurde 19., Nadine Horchler 46. und Maren Hammerschmidt 55.

Das Duell des Rennens lieferten sich wie schon so oft in dieser Saison Dahlmeier und Koukalova. Weil sie hinten raus auf eine schnellere Strecke spekulierte, lief Dahlmeier bei Kaiserwetter erst mit der Startnummer 64. Am Schießstand blieb sie anders als in der Mixed-Staffel, wo sie mit vier Nachladern noch die schwächste Deutsche war, fehlerfrei. „Mir war es superwichtig, dass ich Null schieße. Darüber habe ich mich am meisten gefreut. Ich habe gewusst, dass Gabi hinten noch kommt und sicherlich kein schlechtes Rennen machen wird, und so war es dann ja auch“, berichtete Dahlmeier.

Koukalova war sogar erst als 96. in die Loipe gegangen. Und das gab wohl den Ausschlag. „Es war eine clevere Taktik von unseren Trainern. Es wurde von Runde zu Runde schneller“, sagte sie nach ihrem ersten WM-Titel überhaupt. Zwar verlor die fehlerfreie Tschechin auf der letzten Runde Sekunde um Sekunde, doch am Ende reichte es. „Ich weiß, dass Laura rennen kann wie ein Pferd. Ich dachte nicht, dass es reicht“, sagte Koukalova und sorgte für Lacher. Ihr Erfolgsrezept? „Ich bin entspannter, verbringe mehr Zeit mit meinem Mann und fühle mich mehr als Mensch als früher.“

Mit der vorläufigen Suspendierung der Russin Jekaterina Glasyrina wegen Dopingverdachts kurz vor dem Rennen erreichte der Doping-Skandal allerdings den nächsten negativen Höhepunkt, nachdem es zuvor eine Hausdurchsuchung bei den Kasachen gegeben hatte. Sie sei suspendiert worden, weil ein Dopingfall „sehr wahrscheinlich ist“, sagte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch im ZDF.

„Es ist schade, dass es immer so scheibchenweise daher kommt. Es wäre jetzt schon wichtig, dass man das mal komplett aufklärt und dass die Russen einsehen, dass sie Fehler gemacht haben und dass es ganz konsequent abgeschlossen wird“, forderte Dahlmeier. Der Skandal um mutmaßliches Staatsdoping sorgt seit Wochen für Negativschlagzeilen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Dahlmeier: «Es passt»
Laura Dahlmeier absolvierte locker und konzentriert ihr Pensum beim Training.

Laura Dahlmeier hat zwei Tage vor dem Start der Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen in ihrem ersten Training einen guten Eindruck hinterlassen.

mehr
Mehr aus Biathlon
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.