Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Dahlmeier vergibt kleine Kristallkugel - 31. im Sprint

Nach drei Schießfehlern Dahlmeier vergibt kleine Kristallkugel - 31. im Sprint

Auch Super-Schützin Laura Dahlmeier erwischt mal einen schlechten Tag. Gleich zu Rennbeginn ging ein Schuss nach dem anderen daneben: So wurde die Seriensiegerin des Winters durchgereicht und vergab im letzten Rennen den Gewinn der Sprintwertung.

Voriger Artikel
Aufstieg zur ganz Großen: Dahlmeier gewinnt Gesamtweltcup
Nächster Artikel
Biathletin Laura Dahlmeier gewinnt ihre dritte Kristallkugel

Laura Dahlmeier landete im letzten Sprint des Winters nur auf Platz 31.

Quelle: Barbara Gindl

Oslo. Nach ihrem Kurzzeit-Black-Out stieß Laura Dahlmeier enttäuscht den Ski-Stock in den Schnee und schüttelte den Kopf.

Statt Saisonsieg Nummer elf und die Audienz bei Norwegens König Harald V. zu genießen, musste Deutschlands Superstar mit Rang 31 im Sprint von Oslo die mit Abstand schlechteste Saisonplatzierung hinnehmen. Damit gab sie im letzten Sprintrennen des Winters neben dem schon sicher geglaubten Gewinn der Weltcup-Disziplinwertung auch die Chance auf einen weiteren Eintrag in die Sportgeschichtsbücher aus der Hand. „Das Leben geht weiter und es war trotzdem eine Wahnsinns-Saison“, sagte Dahlmeier der ARD. Da war der erste Frust schon verflogen.

Mit ihrem Aussetzer beim ersten Schießen, als sie ihre ersten drei Schüsse daneben setzte, verhalf die Saison-Überfliegerin völlig unverhofft Gabriela Koukalova noch zum Gewinn der kleinen Kristallkugel. Dahlmeiers 28 Punkte Vorsprung schienen angesichts ihrer Dominanz uneinholbar. Aber am Ende siegte die Tschechin mit fünf Punkten Vorsprung. Sie wurde hinter der erstmals siegreichen Finnin Mari Laukkanen und den beiden Französinnen Justine Braisaz und Anais Bescond Vierte. Dahlmeiers schlechtestes Ergebnis war bis dato ein siebter Rang. Und der hätte locker gereicht.

„Ich war weit vorne und hätte nicht mal ein perfektes Rennen zeigen müssen, sondern einfach nur ein gutes, dann hätte es schon gereicht“, sagte Dahlmeier gefasst. Die Partenkirchnerin verpasste es, als erste Deutsche neben dem Gesamtweltcup alle vier Disziplinwertungen zu gewinnen. Die große Kristallkugel und den Gewinn der Einzelwertung hatte Dahlmeier schon vor dem Saisonfinale perfekt gemacht. Zudem hätte sie mit ihrem elften Saisonerfolg eine Bestmarke aufstellen können, denn so viele hat bisher noch keine Deutsche geschafft.

Doch diesmal war bei der ersten Fünffach-Weltmeisterin der Geschichte von Anfang an „der Wurm drin. Das hat gestern schon mit der Auslosung der Startnummern angefangen, wo ich kein Glück hatte mit der letzten Nummer in der ersten Gruppe“, sagte Dahlmeier. Zudem habe sie zu den falschen Ski gegriffen („Wachstechnisch waren wir sicher nicht ganz vorne dabei“) und sich auch nicht mehr ganz so fit gefühlt.

„Dann ist mir liegend auch noch ein riesen Klops passiert“, sagte Dahlmeier. Denn die Präzisionsschützin traf und traf nicht, das Rennen war vorbei, ehe es angefangen hatte. „Es war dreimal auf den gleichen Punkt. Da kann man mir nicht vorwerfen, dass ich schlecht geschossen habe. Ich habe halt in die falsche Richtung gedreht, das ist saublöd“, berichtete Dahlmeier.

Auch eine Superschützin kann sich mal täuschen. Denn eigentlich war nach Dahlmeiers Wahrnehmung ihre Reaktion auf den Wind genau richtig. „Es hätte perfekt passen müssen. Aber dann ist es mir irgendwann gedämmert, irgendwas kann da nicht stimmen“, sagte die Bayerin, die stehend dann in gewohnter Manier alles abräumte.

Dahlmeier schaltete mit Blick auf die Verfolgung am Samstag sofort wieder in den Angriffsmodus. „Bis morgen habe ich es wieder abgehakt“, sagte sie. Dahlmeier geht mit einem Rückstand von 1:54,8 Minuten auf Laukkanen in ihr Lieblingsrennen. In der Verfolgungswertung führt Dahlmeier mit 41 Punkten vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen und mit 43 vor Koukalova. Als erste Deutsche geht die Sprint-20. Maren Hammerschmidt (1:27,3 Minuten) ins Rennen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Biathlon-Star
Laura Dahlmeier war auch in Kontiolahti eine Klasse für sich.

Laura Dahlmeier ist nun die Meisterin aller Klassen: Als fünfte Deutsche holt sie den Gesamtweltcup. Der Biathlon-Königin der WM von Hochfilzen scheinen keine Grenzen gesetzt. Ihr nächstes großes Ziel ist der Olympiasieg. Wer soll sie stoppen?

mehr
Mehr aus Biathlon
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.