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Dahlmeier will Gelbes Trikot verteidigen

Schempp hofft auf Revanche Dahlmeier will Gelbes Trikot verteidigen

Laura Dahlmeier hat sich ihren Kindheitstraum vom Gelben Trikot erfüllt. Jetzt will sie es natürlich verteidigen. Die Konkurrenz wird alles dran setzen, um es ihr streitig zu machen. Die Männer um Simon Schempp wollen nach ihrem Schieß-Debakel im Einzel Wiedergutmachung.

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Laura Dahlmeier will das Gelbe Trikot verteidigen.

Quelle: Anders Wiklund

Östersund. Laura Dahlmeier ist erstmals die Gejagte. Während ihr die Konkurrentinnen am Samstag im Biathlon-Sprint (11.45 Uhr) von Östersund das Gelbe Trikot abluchsen wollen, sind Simon Schempp und Co nach ihrem Schieß-Debakel im Einzel auf Wiedergutmachung aus.

Dahlmeier strotzt vor Selbstbewusstsein - und auf dieses Level will Schempp nach seinem enttäuschenden 46. Platz im Auftakteinzel mit einem guten Sprint-Ergebnis möglichst auch schnell. „Neues Rennen, neue Chance - und die will ich nutzen“, sagte Deutschlands bester Skijäger,

Während Mitfavorit Schempp das Gelbe Trikot erst einmal abschreiben kann, hat sich Laura Dahlmeier ihren Kindheitstraum vom begehrtesten Leibchen der Skijäger erfüllt. „Das Gelbe Trikot will ich so schnell nicht hergeben. Da müssen die anderen schon schneller laufen und besser schießen als ich“, sagt Dahlmeier und schob lachend hinterher. „Hoffentlich schaffen sie es nicht.“

Bei ihrer momentanen Verfassung ist nach ihrem Einzelsieg ein Podestplatz im Sprint über 7,5 Kilometer auf jeden Fall drin. „Aber der Sprint ist ein ganz anderes Rennen, da sind vom ersten Meter 100 Prozent gefragt, da muss man Vollgas starten“, sagte die 23-Jährige.

Vor allem auf eines freut sich die Partenkirchnerin besonders: „Auf den Moment, wenn ich das Gelbe Trikot anziehen darf. Beim Sprint ist es ja dann meine Startnummer und die darf ich behalten. Das wird ein cooles Erlebnis“, blickte die Verfolgungs-Weltmeisterin voraus.

Nicht nur sie hofft, dass „die Bedingungen für alle Starter besser und fairer sind als im Einzel.“ Denn der in Östersund berüchtigte tückische Wind hatte vor allem die starken Männer vor gehörige und an diesem Tag scheinbar unlösbare Aufgaben gestellt. Insgesamt 29 Fehler schossen die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner. Einzig Weltcup-Rückkehrer Florian Graf kam durch und wurde starker Achter.

Für den Rest gilt die Devise: Abhaken und nach vorne schauen. „Was anderes bleibt einem ja auch nicht übrig“, sagte Schempp, der immer mal wieder Probleme bei stärkerem Wind hat. „Ich werde wieder mein Bestes versuchen und hoffentlich klappt es beim Schießen besser. Das muss definitiv besser werden.“

Das gilt nicht nur für ihn und seine Teamkollegen, sondern auch für Miriam Gössner. Trotz neuem Gewehr hatte die 26-Jährige im Einzel gleich elf Fahrkarten geschossen. Sollte ihre Misere am Schießstand so weitergehen, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie demnächst ihren Weltcup-Startplatz verliert.

dpa

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