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Deutsche Biathletinnen im Sprint ohne Podestplatz

Chanty-Mansijsk Deutsche Biathletinnen im Sprint ohne Podestplatz

Die deutschen Biathletinnen sind beim Auftakt des Saisonfinales in Sibirien ohne Top-Platzierungen geblieben. Verfolgungs-Weltmeisterin Laura Dahlmeier erwischte keinen guten Tag, beste Deutsche war Franziska Preuß als Sechste.

Chanty-Mansijsk. Auch bei WM-Überfliegerin Laura Dahlmeier ist irgendwann mal der Akku leer. Vier Tage nach der für sie überragenden Biathlon-WM kassierte Deutschlands beste Skijägerin zum Auftakt des Saisonfinales in Sibirien ihr mit Abstand schlechtestes Saisonergebnis.

Die 22-Jährige, die in Oslo in fünf Rennen fünf Medaillen abgeräumt hatte, leistete sich im Weltcup-Sprint von Chanty-Mansijsk drei Fehler und musste sich nach 7,5 Kilometern mit Rang 36 zufriedengeben. Beste der sieben Deutschen war Franziska Preuß (1 Fehler) als Sechste.

Die Anreise ins ferne Sibirien und die Zeitumstellung gingen nicht spurlos an Verfolgungs-Weltmeisterin Dahlmeier vorbei, die das aber angesichts ihrer bis dato überragenden Saison verschmerzen kann. Ärgern wird sie es aber allemal. Denn am Samstag geht sie mit einem Rückstand von 1:39 Minuten Rückstand auf die finnische Sprintsiegerin Kaisa Mäkäräinen in die Verfolgung. Mäkäräinen setzte sich vor der Tschechin Gabriela Soukalova und Staffel-Weltmeisterin Marte Olsbu aus Norwegen durch.

Während es für Dahlmeier in ihrem Lieblingsrennen nur noch um Ergebnisverbesserung geht, hat Preuß mit einem Rückstand von 32 Sekunden durchaus Chancen auf das Podest. Aber auch sie geht an ihre Reserven. „Das Aufstehen fällt mir durch die Zeitumstellung schwer, und jeder kratzt die letzten Körner zusammen“, sagte die mit Staffel-WM-Silber dekorierte 22-Jährige. In Schlagdistanz zu den Top-Platzierungen ist auch Franziska Hildebrand als Elfte (1 Fehler/+ 45 Sekunden). „Das Ergebnis ist okay. In der Verfolgung ist alles drin“, meinte die 28-Jährige kämpferisch.

Ein solides Sprint-Ergebnis lieferte Miriam Gössner (2/+ 55,6) als 15. ab. Die frühere Staffel-Weltmeisterin war in Oslo WM-Touristin ohne Einsatz, weil Bundestrainer Gerald Hönig sie nicht nominierte. „Ich habe mich brutal schwergetan, es war das erste Rennen nach einer langen Pause“, gestand Gössner, die ihren letzten Wettkampf vor vier Wochen in Presque Isle absolviert hatte. Maren Hammerschmidt (2/+ 1:18,6 Minuten) wurde 24., Nadine Horchler (1/+ 1:29,9) 31., Vanessa Hinz (3/+ 2:07,2) kam als 55. ins Ziel.

Am Freitag starten die Männer mit der WM-Silber-Staffel Simon Schempp, Arnd Peiffer, Erik Lesser und Benedikt Doll sowie Matthias Bischl mit dem Sprint.

dpa

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