Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 11 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Schon wieder Gold - Dahlmeier gibt nach Problemen Entwarnung

WM in Hochfilzen Schon wieder Gold - Dahlmeier gibt nach Problemen Entwarnung

Langsam wird die Erfolgsserie von Laura Dahlmeier unheimlich. Die junge Biathletin sicherte sich in Hochfilzen ihre vierte WM-Medaille im vierten Rennen und ihr drittes WM-Gold. Und sie egalisierte eine Bestmarke. Ihren Schwächeanfall nach dem Rennen hat sie verdaut.

Voriger Artikel
Dahlmeier holt erneut Biathlon-Gold: Sieg im Einzel
Nächster Artikel
Biathlon-Star Dahlmeier wieder fit

Laura Dahlmeier gewinnt auch das Einzelrennen bei der WM.

Quelle: Martin Schutt

Hochfilzen. Drei Stunden nach ihrem Schwächeanfall bei der Biathlon-WM war Laura Dahlmeier schon wieder zum Feiern zumute. Gut gelaunt sprang die Einzel-Weltmeisterin bei der Siegerehrung ganz oben auf das Podest und ließ nach der Hymne die Sektkorken knallen.

„Jetzt geht es mir wieder besser und ich bin froh, dass ich mit euch feiern kann“, sagte der nun fünfmalige WM-Champion zu den hunderten jubelnden Fans auf der Medal Plaza in Hochfilzen.

Zuvor war Dahlmeier in der Winterhitze von Tirol nach ihrem Sturmlauf zum WM-Titel zusammengeklappt. Die junge Biathlon-Heldin musste im Stadion erst einmal medizinisch versorgt werden, ehe sie mit Verspätung, aber glückstrahlend ihr Gold-Triple feiern durfte. „Ich hatte Probleme mit dem Blutdruck. Es schaut schlimmer aus, als es ist. Ich kann es noch gar nicht glauben, dreimal Gold gewonnen zu haben“, sagte Dahlmeier.

Nach ihrem triumphalen Zieleinlauf hatte sie noch freudestrahlend ins Publikum gewunken und mit drei Fingern angezeigt: Das war mein dritter Titel! Doch beim Umziehen wurde ihr schlecht, der Kreislauf machte schlapp. In der schmucklos zusammengezimmerten Leader's Lounge musste sie sich auf der schwarzen Ledercouch hinlegen.

Als die zweitplatzierte Tschechin Gabriela Koukalova und Italiens Bronze-Gewinnerin Alexia Runggaldier schon die Pressekonferenz verlassen hatten, kam Dahlmeier und stellte sich. Wenn auch etwas blass um die Nase. „Ich bin noch nicht ganz fit, aber es geht mir wieder einigermaßen“, sagte Dahlmeier.

Es sei ein Rennen gewesen „wie im Sommer, so richtig heiß. Dabei bin ich doch Wintersportlerin. Ich war richtig kaputt“, sagte die völlig geschaffte Dahlmeier, nachdem sie im Einzelrennen bei elf Grad plus die ebenfalls mit einem Fehler belastete Koukalova um 24,7 Sekunden auf Rang zwei verwies. In die Top Ten schafften es auch Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz als Siebte und Achte - gute Voraussetzungen für die Damen-Staffel am Freitag.

In unnachahmlicher Art hatte Dahlmeier im Biathlon-Klassiker einen erstaunlichen Rekord eingestellt. Saisonübergreifend hat sie ihre neunten WM-Medaille in Serie gewonnen, nach fünf Medaillen in Oslo. Nicht einmal Magdalena Neuner hatte das geschafft: Dreimal Gold und zweimal Silber 2011 in Sibirien waren die reichste Ausbeute der Rekord-Weltmeisterin, die aber nie bei einem Großereignis die 15 Kilometer gewinnen konnte.

„Ich habe den Film „Mit den Waffen einer Frau“ gesehen, wo Magdalena dreimal Gold gewonnen hat. Das war unfassbar und ich habe gedacht, wie kann man so was nur schaffen. Jetzt stehe ich da mit drei Gold- und einer Silbermedaille“, sagte Dahlmeier: „Ich brauche wohl ein paar Tage, bis ich das realisiert habe.“

Ihre einmalige Mischung aus Fitness, mentaler Stärke und taktischer Flexibilität zeigte sie im Fernduell mit Koukalova in Vollendung. Nach dem einen Fehler gleich zu Beginn, wusste „ich, dass ich null schießen und auch läuferisch Vollgas geben muss, sonst habe ich keine Chance“. Rekord-Weltmeisterin Neuner schwärmte bei ihrer WM-Stippvisite über den neuen deutschen Star: „Es ist einfach großartig, was die Laura macht. Vor allem die Art, wie sie es macht. Mit der Abgeklärtheit, der Coolness“, sagte die zwölfmalige Weltmeisterin. Dahlmeier, die nun fünf WM-Titel hat, kann den Titelrekord durchaus brechen.

In den beiden Lang-Rennen in diesem Winter war Dahlmeier bereits vorn. So ganz nebenbei hat sich die Weltcup-Spitzenreiterin in der Biathlon-Urdisziplin schon die kleine Kristallkugel gesichert. Bei der WM in Hochfilzen hat sie nun schon vier Medaillen in vier Rennen gewonnen. In der Damen-Staffel am Freitag (14.45 Uhr) und im Massenstart am Sonntag (11.30 Uhr) hat sie weitere Chancen.

Mit sechs Medaillen kehrten bislang nur die Norwegerin Tora Berger (2013) und die Französin Marie Dorin-Habert (2016) zurück. Berger brachte es damals auf neun WM-Medaillen in Serie, Laura Dahlmeier kann schon bald alleinige Rekordhalterin werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
WM in Hochfilzen
Benedikt Doll holte WM-Gold im Sprint.

Benedikt Doll hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Hochfilzen die Goldmedaille im Sprint gewonnen.

mehr
Mehr aus Biathlon
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Umfrage Jetzt den großen Wurf landen! image/svg+xml Image Teaser „Jetzt den großen Wurf landen!“ 2015-11-30 de Gewinnspiel Jetzt den großen Wurf landen Unterstützen Sie gemeinsam mit uns den HC Empor. Kommen Sie am 12.März 2016 um 16:30 Uhr in die Rostocker StadtHalle zum Spiel gegen Dessau-Roßlauer HV und feuern Sie die Spieler an, denn es ist 7 Meter vor Weihnachten Hier geht es zu unserem großen Gewinnspiel.