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Lewandowski macht Huck fit

Greifswald Lewandowski macht Huck fit

Der Greifswalder Boxer war drei Wochen Sparringspartner / Huck kämpft am Sonnabend in Dortmund

Greifswald. Genüsslich nimmt Box-Juniorenweltmeister (WBU) Dennis Lewandowski einen großen Schluck Orangensaft aus seinem Glas und rührt gleichzeitig den Teebeutel von der linken zur rechten Innenseite der Tasse, während er seine Blicke immer wieder abwechselnd zwischen Freundin Janina und dem Display seines Handys wandern lässt.

Lewandowski hat die Ruhe weg. Und trotzdem ist er superaktiv. Der frischgebackene Deutsche Meister und Profiboxer aus Greifswald genießt das letzte Frühstück seines dreiwöchigen Aufenthaltes in Braunlage (Harz). Drei Wochen lang war der Boddenstädter Trainingspartner von Profiboxer Marco Huck, der am Samstag in der Dortmunder Westfalenhalle gegen den Letten Mairis Briedis um den WBO/IBO-Weltmeistergürtel im Cruisergewicht boxen wird.

„Ich trainiere nicht zum ersten Mal mit Marco“, sagt Lewandowski, während er den nächsten Löffel Müsli aus der Schüssel schaufelt. „Ich war im vergangenen Jahr schon in Braunlage dabei.“ Nebenbei beantwortet er immer wieder Nachrichten aus der Heimat. „Drei Wochen sind schon eine lange Zeit. Jetzt freuen sich alle, dass wir heute Abend wieder zu Hause sind“, so das Schwergewicht, das am Sonnabend sogar selbst in Dortmund in den Ring steigen wird. Zu einem Aufbaukampf vor der im Juni anstehenden Pflichtverteidigung seines gerade erst gewonnenen deutschen Meister-Gürtels.

„Ich habe in den letzten drei Wochen gut gearbeitet und fühle mich dementsprechend fit.“ Zwar fehlte Heimtrainer Martin Dachschütt in Braunlage, doch Box-Trainer saßen im Frühstücksraum an Lewandowskis Nachbartischen eine ganze Menge. Egal ob Hucks alter Trainer und jetziger Konditions-Coach Varol Vekiloglu oder Neu-Trainer Oktay Urkal – sie alle liefen Gefahr, von Lewandowski heimlich fotografiert zu werden und per Handy-App Eselsohren oder sonstige Dinge verpasst zu bekommen. „Wir haben untereinander hier jede Menge Spaß“, erzählt der Hansestädter, der im Ring als „Ostseehammer“

eher selten spaßig zu Werke geht.

Als der letzte Schluck aus der Tee-Tasse sowie dem Saft-Glas getrunken ist und auch die Müslischale leer, ist nicht nur das gemütliche Frühstück beendet. Es beginnt auch das nächste Trainingslager-Ritual. Eine Tüte, gefüllt mit Brot, und mit Freundin Janina an der Seite – so geht es hinaus zu den Enten, die auf dem Wasser in der Nähe des Hotels schon sehnsüchtig auf den Boxer und seine Brotkrumen warten. „Hin und wieder ist auch Marco mit dabei“, sagt Lewandowski.

Diesmal jedoch nicht. Denn wenig später steht Marco Huck wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Er muss am Samstagabend bei seinem WM-Fight topfit sein. Daher geht es nach intensivem Warm-up mit Schattenboxen, Sandsack und Dehnungsübungen über jeweils drei Runden à drei Minuten gegen zwei Sparringspartner. Einer davon ist Dennis Lewandowski. Alle drei Faustkämpfer schenken sich nichts und treiben sich so gegenseitig zu Höchstleistungen. Marco Huck schätzt seinen Sparrings-Partner aus Ostvorpommern: „Dennis ist ein Super-Typ. Sportlich wie menschlich. Wenn er weiter hart an sich arbeitet, dann wird er auch seinen Weg gehen.“

Seinen Weg gefahren ist der nordostdeutsche Profiboxer dann schon wenige Minuten nach dem letzten Training: nach Hause zu Eltern und Freunden. Zu jenen, die noch wenige Stunden zuvor beim Frühstück per Nachricht ihre Vorfreude über die Rückkehr von Lewandowski zum Ausdruck gebracht haben.

Peter Krüger

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