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Louisville nimmt Abschied von Muhammad Ali

Louisville Louisville nimmt Abschied von Muhammad Ali

Es klingt nach einem Staatsbegräbnis: Trauerzug, winkende Menschen am Straßenrand, Gedenkfeier vor Tausenden. Bei der Beerdigung in Louisville für Muhammad Ali versuchen Veranstalter, dem größten Boxer aller Zeiten - und seinen eigenen Wünschen - gerecht zu werden.

Louisville. Mit der großen Trauerveranstaltung des verstorbenen Box-Champions Muhammad Ali nimmt seine Heimatstadt Louisville Abschied von ihrem weltweit bekannten Helden.

22 000 Menschen werden allein zur vom kalifornischen Imam und Gelehrten Zaid Shakir geleiteten Gedenkzeremonie im KFC YUM! Center erwartet. Neben Angehörigen und langjährigen Freunden haben sich auch prominente Sportler und Politiker angekündigt, die Ali persönlich kannten.

Darunter sind etwa Schauspieler Will Smith, der den Boxer im biografischen Film „Ali“ von 2001 spielte, sowie der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Lennox Lewis. Gemeinsam mit Verwandten Alis, dessen langjährigem Freund John Ramsey und dem Bruder von Alis früherem Sparringpartner Jimmy Ellis werden Smith und Lewis den Sarg Alis beim Trauerzug tragen. Beigesetzt werden soll der Boxer dann im privaten Kreis, darunter Witwe Lonnie und Alis älteste Tochter Maryum, auf dem historischen Friedhof Cave Hill Cemetery.

Schon vor etwa zehn Jahren habe der dreifache Schwergewichts-Weltmeister, der für seinen leichtfüßigen, schwerelos wirkenden Boxstil berühmt war, über seine Beerdigung gesprochen, sagte Familiensprecher Bob Gunnell. „Das ist das Programm, das ich gern sehen würde, das alle einschließt, wo wir so vielen Menschen wie möglich die Gelegenheit geben, von mir Abschied zu nehmen“, habe Ali seinerzeit gesagt. Ali war vor einer Woche im Alter von 74 Jahren in Phoenix (Arizona) nach einem langen Kampf gegen Parkinson gestorben.

Schon am Mittwoch hatte die rund 615 000 Einwohner zählende Stadt Louisville erstmals ein Musik- und Kunstfestival mit dem Namen „I Am Ali“ (Ich bin Ali) veranstaltet. Am Donnerstag leitete Imam Shakir zudem eine Trauerfeier in muslimischer Tradition vor dem Begräbnis, auch das sei Ali laut Familiensprecher Gunnell wichtig gewesen. Ali war 1964 zum Islam übergetreten und lehnte seinen Geburtsnamen Cassius Clay, den er als Sklavennamen bezeichnete, damit ab.

Höhepunkt dürften die Trauerreden von US-Präsident Bill Clinton, Komiker Billy Crystal und Sportjournalist Bryant Gumbel werden. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und laut Medienberichten auch Jordaniens König Abdullah II. haben sich angekündigt. Präsident Barack Obama erscheint wegen der zeitgleichen Schulabschlussfeier seiner 17 Jahre alten Tochter Malia nicht.

Vor der Zeremonie dürften Bewohner Louisvilles auf die Straßen strömen - darunter auch den Muhammad Ali Boulevard - um den Trauermarsch durch die Stadt ziehen zu sehen. Er führt auch durch die Nachbarschaft, in der Ali aufwuchs, und wo die Karriere des berühmtesten Boxers der Welt begann.

dpa

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Louisville

Eine Woche nach seinem Tod wird Box-Legende Muhammad Ali in seiner Heimatstadt Louisville beerdigt.

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