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Sarahs Ziel: Siegen und nach Rio fliegen

Rostock Sarahs Ziel: Siegen und nach Rio fliegen

Die frisch verliebte Schwerinerin boxt bei der WM in Kasachstan auch um ein Olympia-Ticket

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Sie starten ins Abenteuer WM: Sarah Scheurich (2. v. l.) mit Tasheena Bugar (l.), Ornella Wahner und Trainer Michael Timm.

Quelle: Wenke Büssow-Krämer

Rostock. Ein halbes Brötchen und etwas Obst – das Frühstück fiel bei Sarah Scheurich bescheiden aus. „Ich muss ja aufs Gewicht achten“, begründet die Boxerin des BC Traktor Schwerin. 75 Kilo darf die 22-Jährige morgen beim Auftakt der Weltmeisterschaften wiegen. In Astana (Kasachstan) geht es um alles oder nichts. Knapp 5000 Kilometer von der Heimat entfernt werden die letzten Tickets für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) vergeben. Deutschlands beste Mittelgewichtlerin muss im 40-köpfigen Teilnehmerfeld unter die Top vier kommen. „Der Druck ist enorm“, meint die gebürtige Crivitzerin.

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Traumziel

Rio 2016

Beim Quali-Turnier im türkischen Samsun war Sarah Scheurich Mitte April bereits drauf und dran, ihren großen Traum zu verwirklichen. Lediglich ein Sieg fehlte der Landeshauptstädterin, die am Ende Bronze holte. Rang drei könnte für sie Gold wert sein. Sollten die in Samsun siegreiche Russin Jaroslawa Jakuschina oder die schwedische Finalistin Anna Laurell auch bei der WM ins Halbfinale einziehen, hätte Scheurich als Nachrückerin das Rio-Ticket in der Tasche.

Doch die Vize-Europameisterin des Vorjahres will es aus eigener Kraft packen. „Eine Medaille wäre schon super“, sagt Scheurich. „Sie ist so ehrgeizig, dass manchmal sogar Tränen bei ihr fließen, wenn es mal nicht so klappt“, erzählt ihr Trainer Michael Timm.

Sarahs Form stimmt. Das Sparring in Sheffield mit WeltklasseBoxerinnen aus Schweden, Frankreich und England überstand sie ohne Veilchen. Allerdings kehrte die Mecklenburgerin, die in Schwerin ab und an auch mit ihren männlichen Kollegen trainiert, mit einem Infekt zurück. Im Trainingslager in Kienbaum musste sie in der vergangenen Woche kürzertreten.

Inzwischen ist die Erkältung auskuriert. „Es wird Zeit, dass die WM losgeht“, sagt die 1,82 Meter große Rechtshänderin, die seit elf Jahren die Fäuste fliegen lässt. „Als Kind war ich ganz hippelig, konnte mich schlecht konzentrieren“, erzählt Scheurich. Ihr Vater brachte sie zum Boxen. „Danach war ich viel ausgeglichener. Ich habe diesen Sport gebraucht, sonst hätte ich mein Abitur nicht geschafft“, meint die sympathische Schwerinerin, die im Fach Mathe hochbegabt ist (IQ von 130) und deren Bekanntheitsgrad immer größer wird. Ihre Facebook-Seite Fighterrella gefällt fast 11000 Fans.

Sarah Scheurich startet frisch verliebt in ihre dritte WM. Seit anderthalb Monaten ist sie mit Daniel liiert. „Er ist Berliner, boxt nicht, ist aber auch sportlich. Ich habe ihn durch eine Freundin kennengelernt“, verrät die Sportsoldatin, die ab und an kellnert, backt und brutzelt.

Einen kleinen Vorgeschmack auf Olympia erlebte die Hobbyköchin im vergangenen Jahr bei den Europaspielen in Baku (Aserbaidschan). „Das war so unfassbar groß, Wahnsinn“, meint Sarah Scheurich, die mit Bronze aus Baku zurückkehrte. „Das war schon cool, aber Olympia wird bestimmt noch größer – die Kirsche auf der Torte.“ Leckereien vom Kuchenbüfett darf sie sich aber erst nach der WM gönnen.

12 Olympia-Startplätze pro Limit

10 Gewichtsklassen gibt es im Frauenboxen, drei von ihnen sind olympisch – Fliegen- (51 kg), Leicht- (60 kg) und Mittelgewicht (75 kg). Pro Limit werden zwölf Startplätze vergeben. Neben Sarah Scheurich nehmen mit Bantamgewichtlerin Ornella Wahner (Berlin) und Tasheena Bugar (Karls-

ruhe, Leicht) zwei weitere Boxerinnen an der WM teil. Alle drei trainieren am Bundesstützpunkt in Schwerin.

2012 in London durften

Frauen erstmals bei Olympischen Spielen die Fäuste fliegen lassen. Ihre männlichen Kollegen kämpfen seit 1904 olympisch.

Stefan Ehlers

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