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DEB-Auswahl wahrt Chance auf Titel bei Deutschland Cup

3:2 gegen die Schweiz DEB-Auswahl wahrt Chance auf Titel bei Deutschland Cup

Einen Tag nach der Niederlage gegen die Slowakei hat die deutsche Eishockey-Auswahl beim Deutschland Cup den ersten Sieg gefeiert. Mit Kampfgeist behauptete sich das ersatzgeschwächte Team gegen die Schweiz. Am Sonntag könnte es zu einem entscheidenden Duell kommen.

Augsburg. Dank eines hart erkämpften Prestigesiegs gegen die Schweiz hat die deutsche Eishockey-Auswahl ihre Chance auf die Titelverteidigung beim Deutschland Cup gewahrt.

Nach einem schwachen Beginn drehte der ersatzgeschwächte WM-Gastgeber von 2017 im Schlussdrittel die Partie und rang die Eidgenossen mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) nieder. Wenn die Slowakei am Sonntag gegen die Schweiz verliert, kommt es im Anschluss bei dem Vier-Nationen-Turnier in Augsburg zu einem direkten Duell zwischen dem Gastgeber und Kanada um den Turniersieg (16.30 Uhr).

„Das Ergebnis war wichtig. Die Jungs hören auch immer, dass sie nicht die Topmannschaft sind. Sie haben es allen gezeigt“, sagte Bundestrainer Marco Sturm. „Die Jungs haben alles rausgeholt im letzten Drittel. Mit Freude und Ehrgeiz haben sie 20 Minuten noch mal gekämpft. Das war das, was gestern gefehlt hat.“

24 Stunden nach dem 1:3 gegen die Slowakei avancierten Nicolas Krämmer (26. Minute) mit seinem zweiten Turniertor, Leonhard Pföderl (46.) und Denis Reul (49.) zu Matchwinnern. Yannick Herren (5.) und Reto Schäppi (38.) hatten zuvor vor 4985 Zuschauern für eine 2:1-Führung der Schweizer vor dem dritten Abschnitt gesorgt. „Wichtig war, dass wir nicht aufgegeben haben“, sagte Verteidiger Justin Krueger, der beim SC Bern spielt. Die Schweiz steht nun bereits vor dem dritten Turniertag als Letzter fest.

Wie im Freitagsspiel blieb auch gegen die Schweiz lange die Chancenverwertung das Manko, ehe die Gastgeber sich mit enormem Willen den Sieg sicherten. Wermutstropfen war, dass Yasin Ehliz, Felix Schütz und Benedikt Kohl vorzeitig verletzt das Eis verließen. Alle drei werden gegen Kanada nicht auflaufen, kündigte Sturm an.

Sturm baut darauf, dass ihm zum WM-Start in Köln am 5. Mai gegen die USA Verstärkung aus der NHL und die Leistungsträger aus der Deutschen Eishockey Liga zur Verfügung stehen. In Augsburg gibt der 38-Jährige freiwillig zahlreichen nachrückenden Spielern eine Chance, sich zu zeigen. Es ist seine einzige Gelegenheit zum Experimentieren.

„Sehr viele Informationen sind auf die Spieler zugekommen in den letzten drei Tagen, das hat man gesehen“, hatte Sturm nach dem ersten Auftritt bilanziert. Gegen die Schweiz veränderte der Coach seine Aufstellung auf sechs Positionen. Die Verteidiger Sinan Akdag und Denis Reul sowie die Stürmer Thomas Greilinger, Brent Raedeke und Thomas Holzmann als dritter Debütant des Wochenendes rückten rein.

Im Tor vertraute der frühere NHL-Torjäger Sturm diesmal Mathias Niederberger anstelle des Wolfsburgers Felix Brückmann. Der Düsseldorfer Goalie war schon nach vier Minuten geschlagen. Nach einem schwachen ersten Drittel steigerten sich die Deutschen und nahmen die Hilfe der Schweizer an. Nach einem Bandencheck musste der Nürnberger Ehliz in die Kabine. Der Schweizer Enzo Corvi kassierte eine Spieldauerstrafe. Krämmer vollstreckte in der anschließenden fünfminütigen Überzahl nach Zuspiel von Kai Hospelt.

In einem ausgeglichenen Abschnitt verpassten es der siebenmalige Deutschland-Cup-Gewinner aber nachzulegen und musste stattdessen mit einem Rückstand in die zweite Pause. Doch dann heizten die Deutschen die Stimmung auf der Tribüne an: Nachdem Pföderl mit dem Ausgleich für Spannung sorgte, schloss Verteidiger Reul einen Konter zum umjubelten Siegtor ab.

dpa

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