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EHC München gewinnt auch zweites DEL-Finale mit 5:4

Wolfsburg EHC München gewinnt auch zweites DEL-Finale mit 5:4

Wechselnde Führung, Dramatik zum Ende: Auch die zweite Final-Partie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft verlief spannend. Am Ende jubelte erneut der EHC München.

Wolfsburg. Der EHC München ist auf dem besten Weg zum ersten deutschen Eishockey-Meistertitel. Der Vorrundensieger gewann auch das zweite Playoff-Finale bei den Grizzlys Wolfsburg mit 5:4 (1:2, 2:0, 2:2).

Nach Toren von Jeremy Dehner (9.), Steve Pinizzotto (33.), Yannic Seidenberg (34.), Jason Jaffray (53.) und Dominik Kahun (54.) ist der DEL-Etatkrösus nur noch zwei weitere Siege vom Titel entfernt. „Es ist noch nichts entschieden“, warnte Münchens Kapitän Michael Wolf.

Bereits am Freitag hatte der Favorit das erste Endspiel 2:1 nach Verlängerung gewonnen. Für Wolfsburg war eine 2:0-Führung nach Treffern von Brent Aubin (2. Minute) und Vincenz Mayer (6.) zu wenig. Auch die Anschlusstore von James Sharrow (55.) und Mark Voakes (58.) kamen zu spät. „Es wurde noch einmal hochdramatisch, das haben wir nicht gebraucht“, erklärte DEL-Toptorjäger Wolf. „Aber der Sieg geht in Ordnung. Es war ein enges Spiel so wie die Serie auch.“

Am Dienstag (19.30 Uhr/Servus TV) findet das dritte Finale wieder in München statt. Für den Titel sind insgesamt vier Siege in der Best-Of-Seven-Serie notwendig. Für beide Teams wäre es der erste Meistertitel. Wolfsburg hatte 2011 immerhin schon einmal in der Finalserie gestanden, war damals aber den Eisbären Berlin unterlegen.

Ähnliches droht dem Vorrunden-Vierten nun wieder, obwohl er zu Beginn des Spiels vor 4503 Zuschauern in der erstmals während dieser Playoffs ausverkauften Eishalle im Allerpark deutlich aggressiver startete. Überhaupt gab es diesmal Vollgas-Eishockey zu sehen, nachdem beide Teams am Freitag vor allem mit hoher taktischer Disziplin aufgetreten waren. Die läuferisch starken Grizzlys legten eine hohe Intensität vor und provozierten so Fehler der Gäste. Sowohl beim 1:0 durch Aubin als auch vier Minuten später beim ersten Playoff-Tor Mayers sah die EHC-Verteidigung schlecht aus.

Erst danach waren die Gäste im Spiel. Dehners Anschlusstor schon nach neun Minuten war der Lohn für deutlich mehr Offensiveinsatz. Schon im ersten Duell hatte der US-Amerikaner den Vorrundenmeister München in der zwölften Minute der Verlängerung zum umjubelten Sieg geschossen. „Ich wusste, dass wir es packen, wenn wir dranbleiben“, hatte der Matchwinner nach seinem Weitschuss zum Sieg gesagt.

Ähnlichen Biss musste der Favorit mit einem fast doppelt so hohen Etat wie Wolfsburg auch am Sonntag wieder zeigen. Unmittelbar nach dem Anschlusstor hatten die Gäste eine doppelte Unterzahl zu überstehen. Dies klappte ebenso wie der Umschwung im Mittelabschnitt.

Mit einem Doppelschlag nach gut einer halben Stunde drehte der EHC das Spiel. Wolfsburg schien jetzt unter dem eigenen hohen Tempo zu Beginn des Spiels zu leiden und verlor zudem die verletzten Sebastian Furchner und Robert Bina. Pech hatten die Grizzlys außerdem, dass Schiedsrichter Daniel Piechaczek den vermeintlichen Ausgleich durch Jeff Likens (37.) wegen eines vermeintlichen Schlittschuhtors nicht anerkannte.

Personell dezimiert half den Niedersachsen im Schlussdrittel auch ein Kraftakt nicht mehr. Der EHC dagegen entschied das Spiel abgezockt in einer doppelten Überzahlsituation wenige Minuten vor dem Ende mit zwei Toren. Die Anschlusstore von Sharrow und Voakes reichten für Wolfsburg nicht.

dpa

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