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1:1 - Darmstadt rettet späten Punkt gegen Hoffenheim

Bundesliga 1:1 - Darmstadt rettet späten Punkt gegen Hoffenheim

Lange sieht es nach dem ersten Saisonsieg für 1899 Hoffenheim aus. Doch mit einem Treffer in der Nachspielzeit zum 1:1 belohnt sich Darmstadt für eine kämpferische Leistung.

Darmstadt. Der SV Darmstadt 98 kämpft auch in seinem zweiten Bundesliga-Jahr nach der Rückkehr wie wild gegen den Abstieg. Mit einem Kraftakt schafften die Lilien noch ein 1:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim.

Joker Denys Oliinyk erzielte in der 92. Minute den Ausgleich und ließ Trainer Norbert Meier an seinem 58. Geburtstag lauthals jubeln. Die Kraichgauer verpassten auch am vierten Spieltag ihren ersten Saisonsieg. In der schwachen Partie hatte Andrej Kramaric vor 15 800 Zuschauern die Gäste in der 46. Minute in Führung gebracht. Darmstadt zeigte sich dabei gut erholt vom 0:6 drei Tage zuvor in Dortmund.

„Ich glaube, das sah nach Fußball heute aus. Wenn wir uns so belohnen, ist das natürlich megageil“, sagte Darmstadts Florian Jungwirth. Gäste-Kapitän Eugen Polanski klagte hingegen: „Sicher hatten wir uns ein anderes Ergebnis vorgestellt, das ist sehr, sehr bitter.“

Die personell schwer gebeutelten Darmstädter mussten auf das angeschlagene Quartett mit Abwehrchef Aytac Sulu, den Ex-Hoffenheimer Sven Schipplock, Änis Ben-Hatira und Jérôme Gondorf verzichten. Zudem fehlte Peter Niemeyer gesperrt. Bei den Gästen ersetzte Kevin Vogt den verletzten Jung-Nationalspieler Niklas Süle in der Innenverteidigung.

Die Lilien zogen sich von Beginn mit ihren zwei Viererketten zurück, sobald der Gegner nach vorne spielte. Die wenigen Entlastungsangriffe liefen meist über Flügelflitzer Marcel Heller, der bei seinen Flanken einen wie Sandro Wagner gut hätte brauchen könnte. Der Stürmer, der Darmstadt in der vergangenen Saison mit 14 Treffern vor dem Abstieg gerettet hatte, trug bei seiner Rückkehr ans Böllenfalltor aber das rote Auswärtstrikot der TSG. Er wurde sowohl mit Beifall als auch mit Buhrufen begrüßt, blieb aber insgesamt blass und hatte keine einzige Torchance.

Die von 1899-Trainer Julian Nagelsmann erhoffte frühe Führung hätte Nadiem Amiri bereits nach vier Minuten erzielen können. Nach Zuspiel von Mark Uth schoss er jedoch aus spitzem Winkel 98-Keeper Michael Esser an. Ansonsten fiel den Kraichgauern nicht viel ein: Amiri und Neuzugang Kerem Demirbay fanden aus dem Mittelfeld heraus nicht die zündenden Ideen, um die Abwehr der Südhessen zu durchdringen.

Als die Darmstädter die Hoffenheimer eingelullt hatten, starteten sie doch einige mutige Konter. Die Hoffenheimer Leihgabe Antonio-Mirko Colak verzog zweimal (19. und 32.) aus aussichtsreicher Position. Dann hatte plötzlich der Schwede Alexander Milosevic die Führung auf dem Fuß, als er direkt vor TSG-Schlussmann Oliver Baumann in den Ball grätschte, dieser aber knapp am rechten Pfosten vorbei ging (38.).

So verloren die Gäste völlig den Faden - legten nach der Pause aber einen Blitzstart hin. Nach einem klugen Zuspiel von Sebastian Rudy traf Kramaric mit einem Flachschuss ins rechte Eck - das 1:0 für die Gäste und zugleich das erste Bundesliga-Tor der Hoffenheimer überhaupt gegen Darmstadt.

Die Partie wurde nun offener, jedoch nicht viel besser. Jungwirth prüfte mit einem Kopfball Baumann (70.), Colak und Roman Bezjak vergaben kurz darauf die weitere Chance zum Ausgleich. Dem hektischen Team von Nagelsmann fiel hingegen kaum noch etwas ein - und kassierte doch noch das späte 1:1.

dpa

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Vor einem guten Jahr wollte man ihn in Berlin nicht mehr haben. Für Darmstadt spielte er dann die Saison seines Lebens. Anschließend zog er nach Hoffenheim weiter. Am Dienstag ist Sandro Wagner mit seinem neuen Team erstmals am Böllenfalltor zu Gast.

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