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Absage an Arsenal: Englands Vardy bleibt bei Leicester

Leicester Absage an Arsenal: Englands Vardy bleibt bei Leicester

Das freut den Fußball-Romantiker: Top-Stürmer Jamie Vardy sagt dem FC Arsenal ab und bleibt beim englischen Meister Leicester. Auch bei der EM will der 29-Jährige seine unglaubliche Story fortschreiben.

Leicester. Jamie Vardy ließ sich nichts anmerken. Im Plausch mit Wayne Rooney vertieft betrat Englands Nationalstürmer den EM-Trainingsplatz - zeitgleich gab Leicester City seine überraschende Vertragsverlängerung bekannt.

Der 29-Jährige schlägt das lukrative Angebot des FC Arsenal aus und wird verbunden mit einer kräftigen Gehaltsaufbesserung doch beim Sensationsmeister der Premier League bleiben. „Beide Parteien hoffen, dass diese Ankündigung die aktuellen Spekulationen um Jamies Zukunft beenden“, teilte Leicester am Donnerstagvormittag mit.

Medienberichten zufolge soll der neue Kontrakt mit rund 100 000 Pfund (130 000 Euro) pro Woche dotiert sein. Arsenal hatte zuletzt heftig um den 24-Tore-Mann der vergangenen Saison geworben und die Ausstiegsklausel von rund 20 Millionen Pfund (25,8 Millionen Euro) aktiviert. Bereits vor einigen Tagen hatte Arsène Wenger, Coach der Londoner, vermutet, dass sich Vardy gegen einen Wechsel entscheidet.

Der Umworbene hatte bei der EM stets beteuert, mit den Gedanken voll beim Nationalteam zu sein. „Es gibt nur eine Sache, die ich machen will. Und das ist, Fußball zu spielen“, erklärte Vardy, der beim 2:1 über Wales seinen ersten EM-Treffer erzielte. „Wenn ich anfange, mich ablenken zu lassen, kann ich das nicht und gefährde den Teamerfolg. Also blende ich alles aus - außer England, England, England.“

Nun heißt es kommende Saison weiter Leicester, Leicester, Leicester. Eine Entscheidung, die den Fußball-Romantiker erfreut, aber auch mit der Aussicht auf Champions League und einem mehr als doppelt so hohen Gehalt als noch vor gut einem halben Jahr begründet ist.

Mit dem Treuebekenntnis will Vardy sein modernes Fußball-Märchen fortsetzen. Als Teenager wurde er von Sheffield Wednesday entlassen, weil er angeblich zu klein war. Danach spielte er im unterklassigen Bereich für 30 Pfund pro Spiel und schob Zwölf-Stunden-Schichten in einer Kohlefaserfabrik. Als 20-Jähriger musste er nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung eine elektronische Fußfessel tragen - und wegen einer Ausgangssperre früher ausgewechselt werden, um es rechtzeitig nach Hause zu schaffen.

Vor vier Jahren spielte Vardy immer noch in der fünften englischen Liga für den Amateurclub Fleetwood Town - und setzte danach bei Leicester City seinen unglaublichen Aufstieg fort. Inzwischen hat er es bei der EM in die Startelf der Three Lions geschafft, machte dort Schlagzeilen über seinen Konsum von Kautabak, Energydrinks und den Verzicht auf Hanteltraining. Auch wenn er am Montag gegen Island womöglich auf den Flügel ausweichen muss, soll die unglaubliche Vardy-Story doch weitergehen.

dpa

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