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Augsburg muss auf Rettung warten - 0:0 gegen Köln

Augsburg Augsburg muss auf Rettung warten - 0:0 gegen Köln

Bei einem Sieg wäre Augsburg praktisch gerettet gewesen. Trotz drückender Überlegenheit und einem Mann mehr in der zweiten Halbzeit wollte das Tor aber nicht fallen.

Augsburg. Der FC Augsburg ist noch nicht gerettet. Zum Auftakt des 32. Spieltags in der Fußball-Bundesliga musste sich das Team von Trainer Markus Weinzierl nach zuletzt drei Siegen in Serie gegen den schon geretteten 1. FC Köln mit einem 0:0 begnügen.

Die Gastgeber konnten vor 30 144 Zuschauern auch eine halbstündige Überzahl nach der gelb-roten Karte für Kölns Mittelfeldspieler Matthias Lehmann (57. Minute) nicht nutzen. Das 200. Augsburger Bundesligator wollte nicht fallen. Mit 37 Punkten und der besten Tordifferenz aller Abstiegskandidaten gehen die Augsburger in die letzten beiden Saisonpartien beim FC Schalke 04 und daheim gegen den Hamburger SV.

„Wir hätten gerne einen Dreier mitgenommen. Die Mannschaft hat alles versucht. Unterm Strich ist es ein Punkt, der kann auch wichtig sein“, sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter. Kölns Nationalspieler Jonas Hector sprach von einem glücklichen Punkt. „Wenn man den Spielverlauf sieht, können wir mit dem 0:0 sehr gut leben. Wir wollen die letzten beiden Spiele noch gewinnen. Es wäre doof, wenn wir das jetzt abschenken würden.“

Die Kölner ließen sich trotz der Rettung in der vergangenen Woche nicht hängen und präsentierten sich als kompakte Mannschaft. Der FCA war zwar die aktivere Mannschaft, allerdings fehlte es lange Zeit an Tempo, um zu Chancen zu kommen.

So entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein Spiel ohne große Höhepunkte. Eine der wenigen Chancen in der ersten Halbzeit hatten die Kölner bereits in der zweiten Minute, als ein Kopfball von Dominic Maroh knapp am Tor vorbeistrich. Auf der Gegenseite antwortete Augsburg ebenfalls mit einer Kopfballchance, die aber Tobias Werner nicht zu nutzen wusste (6.). Für den 30-Jährigen war es der erste Startelf-Einsatz seit dem neunten Spieltag, so richtig glücklich agierte Werner nicht.

Seine beste Szene hatte der in der vergangenen Saison noch so treffsichere Offensivspieler (8 Tore) in der ersten Halbzeit, als er den Ball auf Halil Altintop ablegte, dessen 18-Meter-Schuss aber am Tor vorbeistrich (23.). Glück hatten die Kölner zudem in der 13. Minute, als Anthony Modeste ein klares Handspiel im Strafraum unterlief, vom Schiedsrichter aber nicht gesehen wurde. „Es ist unvorstellbar, dass es von vier Schiedsrichtern keiner sieht“, monierte Reuter.

Das war es auch schon im ersten Durchgang. Kein Vergleich zum hitzigen Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Hinrunde, als Augsburgs Torhüter Marwin Hitz beim 1:0 mit einem gehaltenen Strafstoß von Modeste im Blickpunkt gewesen war, nachdem er zuvor den Elfmeterpunkt mit dem Fuß bearbeitet hatte. Dieses Mal stand der Schweizer eher beschäftigungslos am Elfmeterpunkt.

In der zweiten Halbzeit erhöhten die Schwaben den Druck, agierten aber mit langen Diagonalbällen zu schematisch. Das änderte sich nach der gelb-roten Karte für Lehmann. Der Mittelfeldspieler hatte mit einem hohen Bein im Zweikampf Werner am Kopf getroffen, nachdem er sich kurz vor der Pause ein taktisches Foul geleistet hatte. Werner musste kurz darauf für Raul Bobadilla vom Platz.

Und der eingewechselte Argentinier hatte gleich die große Chance zur Augsburger Führung. Sein Freistoß aus 20 Metern strich nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (67.). Augsburg drückte nun und kam zu weiteren Chancen: Altintop setzte aus halblinker Position den Ball neben das Tor (70.), der zuletzt fünfmal erfolgreiche Isländer Alfred Finnbogason scheiterte per Kopf (74.).

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 62,8 - 37,2

Torschüsse: 13 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 52,6 - 47,4

Fouls: 9 - 14

Ecken: 5 - 5

Quelle: optasports.com

dpa

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