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Bayer-Angst vor Negativtrend - An Schmidt lag es nicht

Mainz Bayer-Angst vor Negativtrend - An Schmidt lag es nicht

Bei Bayer waren sich alle einig: Das Fehlen des gesperrten Trainers Roger Schmidt war nicht ursächlich für das 1:3 beim starken FSV Mainz 05. Die Werkself kämpft in der Liga gegen den Negativtrend.

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Die Leverkusener verloren 1:3 in Mainz.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Mainz. Die Verbannung von Roger Schmidt wollten die Profis von Bayer 04 Leverkusen nicht als Entschuldigung für diese Niederlage gelten lassen. „Es lag nicht daran, dass der Trainer nicht an der Seite war. Das haben wir allein verbockt“, betonte Weltmeister Christoph Kramer.

1:3 gegen den FSV Mainz, überholt von den Rheinhessen und abgerutscht auf Platz sechs der Fußball-Bundesliga - und das ohne Coach Schmidt am Spielfeldrand. Der 48-Jährige brummte den ersten Teil seiner Drei-Spiele-Sperre in einer Lounge des Mainzer Stadions ab.

Vor der Partie hatte er sich mit seinem Trainerteam inklusive Assistent Markus Krösche noch zusammengesetzt. „Wir haben im Hotel alle diversen Situationen und Szenarien besprochen und festgelegt, wie wir was machen“, erklärte Krösche, der für Schmidt nach dessen Ansprache die Verantwortung an der Seitenlinie übernahm. In der Halbzeit, als Bayer am Sonntag bereits mit 0:2 hintengelegen hatte, habe er mit seinen Kollegen die Lage analysiert. Leider sei der Plan nicht aufgegangen, räumte Krösche ein.

Das setzt Trainerteam und Mannschaft gehörig unter Druck, Bayer kämpft um einen Champions-League-Startplatz. An diesem Mittwoch, wenn Schmidt im heimischen Stadion den zweiten Teil seiner Strafe absitzen wird, soll der abstiegsbedrohte SV Werder Bremen die Wiedergutmachungsgelüste zu spüren bekommen. „Wir wollen am Mittwoch gewinnen, das ist für uns ein Muss“, sagte Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu. „Wir müssen sofort aufstehen“, forderte Sportdirektor Rudi Völler.

Denn der Negativtrend in der Liga soll schnell wieder beendet werden. Sieben Partien hatte Leverkusen nicht verloren, dann kam das 0:1 gegen Borussia Dortmund mit Schmidts folgenschwerer Verweigerung, wie vom Schiedsrichter angeordnet auf die Tribüne zu gehen. Gegen Mainz setzte es die zweite Niederlage nacheinander, hinzu kommen personelle Probleme und die Strapazen durch den Einzug ins Achtelfinale des internationalen Geschäfts. „Die Belastung aus der Europa League war deutlich spürbar“, meinte Krösche.

Gegen Sporting Lissabon hatte Schmidt am Donnerstag seine Mannschaft noch von der Coaching Zone aus dirigieren können, in Mainz musste er hilflos die Treffer von Yunus Malli (14. Minute; 58./Handelfmeter) und Jhon Cordoba (32.) mitansehen. Das Tor von Javier Hernández (65.) konnte die Laune bei den Leverkusenern nicht aufhellen. „Wenn man sieht, dass Mainz jetzt an uns vorbeigezogen ist und wir nicht bis auf einen Punkten an Hertha herangekommen sind, ist das sehr bitter“, betonte Roberto Hilbert.

„Wir sind eine Mannschaft, die immer 100 Prozent geben muss. Wenn wir ein paar Prozent weniger als Mannschaft geben, dann fehlen uns einfach die spielerischen Mittel, um in der Bundesliga einen Sieg zu holen“, meinte Kramer. Das Fehlen von Coach Schmidt habe für ihn keine Rolle gespielt: „Eigentlich war es nicht anders als sonst.“


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dpa

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