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Bayer-Sportchef Völler: „Abstand zu Dortmund verkürzen“

Kaprun Bayer-Sportchef Völler: „Abstand zu Dortmund verkürzen“

Leverkusens Trainer Schmidt verleiht seinem Team bei optimalen Bedingungen im Trainingslager im Salzburger Land den Feinschliff. Der Kader ist fast komplett, nur Kießling macht etwas Sorgen. Sportdirektor Völler will keinen Leistungsträger abgeben.

Kaprun. Rudi Völler sitzt entspannt auf der Bank, genießt die Sonnenstrahlen und schaut dem Treiben auf dem gepflegten Rasen zu.

Im idyllisch gelegenen Alois-Latini-Stadion in Zell am See schuften die Profis von Bayer Leverkusen und holen sich in den kommenden acht Tagen den Feinschliff für die lange Saison. „Die Bedingungen hier in Österreich sind optimal, der Trainingsplatz, das Hotel, das passt. Wir wollen uns top vorbereiten. Wenn dann noch die Sonne scheint ...“, sagte der Bayer-Sportdirektor im Interview der Deutschen Presse-Agentur gut gelaunt.

Mit der bisherigen Vorbereitung ist der Bundesliga-Dritte der Vorsaison zufrieden. Trainer Roger Schmidt hat nun fast seinen kompletten Kader zusammen. Auch die deutschen EM-Teilnehmer Jonathan Tah und Bernd Leno werden an diesem Samstag zur Mannschaft stoßen. Dass die beiden Olympia-Fahrer Julian Brandt und Lars Bender noch einige Wochen fehlen, sollte laut Völler „kein Problem“ sein.

„Meine Eindrücke sind bisher sehr positiv. Die ersten Einheiten haben viel Spaß gemacht“, meinte Schmidt. Sorgen bereiten zurzeit nur Stürmer Stefan Kießling, der wegen seiner Hüftprobleme am Donnerstag in München eine Spritze bekam, und Neuzugang Julian Baumgartlinger. Der aus Mainz verpflichtete Mittelfeldspieler muss wegen Adduktoren-Problemen mit dem Training aussetzen, absolvierte im Teamhotel in Kaprun individuelle Übungen. „Bis Sonntag mache ich nichts“, meinte Kießling. „Erst müssen die Schmerzen weg sein. Aber es ist schon besser geworden.“

Für den Torjäger wird es wohl kaum bis zum Bundesligaauftakt am 27. August in Mönchengladbach reichen. „Wir können ihn nur nach und nach an die Belastung heranführen“, sagte Schmidt, der in Neuzugang Kevin Volland, der für 20 Millionen Euro aus Hoffenheim kam, aber eine Top-Alternative hat.

Der Nationalspieler zeigt keinerlei Anpassungsschwierigkeiten beim neuen Club. „Er harmoniert schon gut mit seinen Sturmkollegen. Das hat er auf beeindruckende Weise bereits gezeigt, in den Tests sechs Tore erzielt. Julian konnte sich durch die Verletzung noch nicht so in den Vordergrund spielen. Aber wir wissen ja, was er kann“, meinte Völler. Er wünscht sich vor allem, dass das Team von größeren Rückschlägen verschont bleibt. „Das Wichtigste ist, dass die Verletzungsliste nicht zu lang wird.“

Bayer ist es gelungen, seine Leistungsträger wie Karim Bellarabi, Ömer Toprak, Hakan Calhanoglu oder Javier Hernández zu halten. Von den namhaften Spielern hat nur Weltmeister Christoph Kramer den Werksclub Richtung Mönchengladbach verlassen. Selbst den millionenschweren Angeboten von Borussia Dortmund für Toprak und Bellarabi widerstand die Clubführung.

So soll es auch bleiben. „Wir werden sicher noch den einen oder anderen Spieler verleihen. Aber von den Leistungsträgern wollen wir keinen abgeben. Als wir in der vergangenen Saison viele Spiele und gleichzeitig viele Verletzte hatten, hätten wir fast unsere Saisonziele verspielt. Da wollen wir diese Saison gewappnet sein“, betonte Völler.

Schließlich will Bayer wieder in den internationalen Wettbewerb. Das „absolute Minimalziel“ ist laut Völler die Europa League, „Wunschziel wieder die Champions League. Aber das wollen andere Clubs auch“, erklärte der 56-Jährige. Als Hauptkonkurrenten sieht er die gewohnten Vereine: „Die Bayern sind sowieso immer dabei, Dortmund normalerweise auch. Neben uns kommen noch Mönchengladbach, Wolfsburg, Schalke. Es wird schwer genug, uns die, die an uns vorbei wollen, vom Leib zu halten. Unser Ziel ist, den Abstand auf Dortmund zu verkürzen.“

dpa

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