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Bayern erwarten „harte Spiele“ gegen Arsenal

Lahm muss aufpassen Bayern erwarten „harte Spiele“ gegen Arsenal

Endlich wieder Europa. Die Bayern-Stars können das Erklingen der Champions-League-Hymne kaum erwarten. Auf der „internationalen Plattform“ soll gegen Arsenal Titelreife bewiesen werden.

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Münchens Trainer Carlo Ancelotti gibt bei der Abschlusspressekonferenz in München Auskunft.

Quelle: Andreas Gebert

München. Carlo Ancelotti trug schon beim Warm-up für Arsenal einen feinen Anzug mit Weste und Krawatte. Und beim FC Bayern können auch die Fußball-Profis um Kapitän Philipp Lahm das Erklingen der Champions-League-Hymne am Abend kaum noch erwarten.

„Wir freuen uns einfach auf die internationale Plattform, einen Topgegner und zwei hoffentlich gute Spiele von uns“, sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer vor dem Achtelfinale gegen die Gunners aus London.

„Es ist ein wichtiger Moment für uns“, betonte Ancelotti bei seiner Pressekonferenz in der Allianz Arena, die beim Anpfiff um 20.45 Uhr mit 70 000 Zuschauern gefüllt sein wird. Der Italiener muss in der nun beginnenden K.o.-Phase beweisen, dass sein Ruf als Königsklassen-Spezialist unter den Toptrainern in Europa auch in München weiterhin Gültigkeit besitzt.

AUSGANGSLAGE: Neuer erwartet „zwei harte Spiele“ gegen Arsenal. Für Gästecoach Arsène Wenger ist es „ein Vorteil“, dass der englische Spitzenclub die entscheidende zweite Partie am 7. März im eigenen Stadion austragen kann. „Wir wollen effizient sein, gut verteidigen und Bayern so oft wie möglich wehtun“, sagte Wenger zur Marschroute im Hinspiel. Der Franzose erwartet eine Bayern-Mannschaft, die versuchen werde, „das Spiel mit Ballbesitz zu dominieren“. Ancelotti will jedoch nicht volles Risiko gegen die konterstarken Engländer gehen: „Es sind 180 Minuten in diesem Duell zu spielen, nicht nur 90“, betonte er. „Zu Null zu spielen ist ein wichtiger Faktor in den K.o.-Spielen“, sagte auch Mats Hummels. Ohne Gegentor zu bleiben sei darum „ein großes Ziel für uns“, erklärte der Abwehrspieler.

HISTORIE: Bayern gegen Arsenal ist ein Klassiker in der Champions League. Von zehn Partien gewannen die Münchner die Hälfte. In allen drei bisherigen Achtelfinalvergleichen 2005, 2013 und 2014 setzte sich der FC Bayern durch. In der Gruppenphase der vergangenen Saison gewann Arsenal sein Heimspiel nach Toren von Olivier Giroud und Mesut Özil mit 2:0. Das Rückspiel in München endete mit einem 5:1 der Bayern nach Toren von Thomas Müller (2), David Alaba, Robert Lewandowski und Arjen Robben. Giroud traf wieder für Arsenal.

PERSONAL BAYERN: Franck Ribéry und Jérôme Boateng stehen nach ihren Verletzungen noch nicht wieder zur Verfügung. Xabi Alonso soll trotz einer Knieprellung im Mittelfeld auflaufen können. „Er ist sehr wichtig für uns“, sagte Ancelotti. Thomas Müller könnte lediglich als Joker auf der Ersatzbank sitzen. Der spielstarke Thiago wird in der Startelf zentral hinter Torjäger Robert Lewandowski erwartet. Auf den Flügeln dürften Arjen Robben und Douglas Costa beginnen.

PERSONAL ARSENAL: Bei Arsenal wird nicht Tschechiens Altstar Petr Cech (34) im Tor stehen, sondern wie schon in der Gruppenphase der jüngere David Ospina (28). „Er hat uns den Gruppensieg beschert“, begründete Wenger das Festhalten an Ospina. Arsenal verlor mit dem Kolumbianer kein Gruppenspiel und verwies immerhin Paris St. Germain auf Platz zwei. Zentral vor Ospina wird Shkodran Mustafi verteidigen. Der deutsche Weltmeister habe Arsenals Abwehr viel Stabilität gegeben, lobte Wenger den starken Zweikämpfer. Im Fokus steht auch Mesut Özil. Der Spielmacher schwächelt, Wenger verlangt mehr von ihm. „Für beide ist es ein wichtiges Spiel“, sagte Wenger über das deutsche Duo.

ABSCHIEDSTOUR: Maximal siebenmal kann Philipp Lahm noch für den FC Bayern in der Königsklasse auflaufen. Seine Abschiedstour als Profi würde der 33 Jahre alte Kapitän am liebsten am 3. Juni beim Finale in Cardiff mit dem nochmaligen Gewinn der Champions League beschließen und krönen. Schon das Rückspiel gegen den FC Arsenal am 7. März in London aber könnte Lahm verpassen. Und zwar, wenn Schiedsrichter Milorad Mažić aus Serbien ihn am Abend verwarnen sollte. Es wäre Lahms dritte Gelbe Karte im Wettbewerb - dann gibt's eine Sperre.

dpa

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