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Bayern gewinnt im DFB-Pokal und verliert Lahm

HSV und Gladbach mit Siegen Bayern gewinnt im DFB-Pokal und verliert Lahm

Bayern München strebt dem 19. DFB-Pokalsieg entgegen. Das 1:0 gegen den VfL Wolfsburg trat aber durch die Rücktrittsankündigung von Philipp Lahm in den Hintergrund. Der HSV und Gladbach sind weiter im Aufwind. Zu Ende ist die großartige Pokal-Reise für Astoria Walldorf.

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Thiago Alcántara umarmt nach dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg Philipp Lahm, der nach dem Spiel seinen Rücktritt ankündigt.

Quelle: Peter Kneffel

Düsseldorf. Kapitän Philipp Lahm geht von Bord, will den FC Bayern München aber noch zum 19. Gewinn des DFB-Pokals führen. Der 33-Jährige erklärte nach dem Viertelfinaleinzug mit einem 1:0 gegen den VfL Wolfsburg überraschend seinen Rücktritt zum Saisonende.

Er hofft aber, dass es bis zum Karriereende noch „sehr, sehr erfolgreich“ werden wird. Sechsmal ist er schon Pokalsieger und siebenmal deutscher Meister mit den Bayern geworden.

Der Rekordpokalsieger ist dank des Tores von Douglas Costa (17. Minute) zum zehnten Mal in Serie seit 2008 in die Runde der letzten Acht eingezogen. „Man merkt, dass die Mannschaft nicht so das Selbstvertrauen hat“, kommentierte Präsident Uli Hoeneß die einmal mehr nicht so glanzvolle Vorstellung. „Man kann den Schalter nicht einfach umstellen. Aber jetzt, mit den vielen Spielen, glaube ich, dass es besser wird.“ Ganz auf den Abstiegskampf in der Fußball- Bundesliga kann sich nun Wolfsburg konzentrieren. „Auf diese Leistung können wir aufbauen“, sagte VfL-Trainer Valérien Ismaël.

Weiter auf Erfolgskurs steuerten auch im Pokal der Hamburger SV (2:0 gegen 1. FC Köln) und Borussia Mönchengladbach (2:0 gegen bei Greuther Fürth). „Natürlich wollen wir ins Finale“, erklärte HSV-Kapitän Gotoku Sakai nach dem vierten Pflichtspiel-Heimerfolg selbstbewusst, fügte aber an: „Entscheidend ist, dass wir in der Bundesliga bleiben.“ Allerdings hat der Tabellen-16. am Samstag bei RB Leipzig eine besonders schwere Aufgabe zu lösen.

Einen Aufschwung erleben auch die Gladbacher unter dem neuen Trainer Dieter Hecking, mit dem sie aus dem Keller der Bundesliga (zwei Siege/ein Remis) geklettert sind und nun auch im Pokal erfolgreich waren. „Es sind noch zwei Spiele bis Berlin, da ist träumen erlaubt“, sagte Weltmeister Christoph Kramer.

Coach Hecking holte Kramer und seine euphorischen Mitspieler jedoch schnell auf den Boden zurück. „Wir dürfen keinen Deut nachlassen. Die Situation ist nach wie vor gefährlich“, warnte der 52-Jährige vor der nächsten Liga-Partie des Tabellen-Elften am Samstag bei Werder Bremen. Mit dem Nachfolger von André Schubert ist die Form- und Erfolgskurve der Borussia steil gestiegen. „Dieter Hecking hat uns wach gemacht. Er hat Feuer reingegeben und uns Selbstvertrauen gegeben“, berichtete Torschütze Oscar Wendt.

Zu Ende ist der fast märchenhafte Höhenflug des FC-Astoria Walldorf. Die Feierabendspieler des Regionalligisten trotzten der zwei Klassen höher spielenden Arminia aus Bielefeld aber vor dem Aus noch ein Elfmeterschießen (4:5) ab. Stephan Salger verhinderte mit dem entscheidenden Treffer vom Punkt eine Blamage der Ostwestfalen. „Uns hat das Quäntchen Glück gefehlt, um die Sensation zu schaffen“, meinte Astoria-Trainer Matthias Born, der mit seinen Underdogs zuvor den VfL Bochum und Darmstadt 98 ausschaltete. „Heute konnte ich nicht wirklich einen Klassenunterschied feststellen.“

Dieser Feststellung wollte sein Arminia-Trainerkollege nicht widersprechen. „Es war ein atemberaubender Pokalabend, den wir uns anders vorgestellt hatten“, befand Jürgen Kramny. „Walldorf hat uns alles abverlangt.“

dpa

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