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Bayern jubeln nach Last-Minute-Toren

2:0 beim FC Ingolstadt Bayern jubeln nach Last-Minute-Toren

Typisch FC Bayern: Mit einem späten Doppelschlag erzwingt der Tabellenführer den Sieg im Oberbayern-Derby. Der Vorsprung auf Leipzig wächst auf sieben Punkte. Das tut gut vor Arsenal.

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Bayerns Arturo Vidal traf zum zwischenzeitlichen 1:0.

Quelle: Daniel Karmann

Ingolstadt. Nach zwei Last-Minute-Toren traten die Bayern bestens gelaunt die kurze Heimreise mit dem Mannschafsbus nach München an.

Mit dem 2:0 (0:0) im Oberbayern-Derby beim FC Ingolstadt feierte der deutsche Fußball-Rekordmeister eine gelungene Champions-League-Generalprobe und vor allem einen großen Sieg im Bundesliga-Titelkampf. Der große Kämpfer Arturo Vidal (90. Minute) und der eingewechselte Arjen Robben (90.+1) sorgten mit ihrem Doppelschlag vor 15 200 Zuschauern für das umjubelte Happy End des Spitzenreiters. Die spielerisch nicht überzeugenden Bayern konnten wegen eines weiteren Ausrutschers von Aufsteiger RB Leipzig den Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf sieben Punkte ausbauen.

„Wir sind total zufrieden, es war ein wunderbarer Spieltag für uns. Zum Schluss haben wir hochverdient gewonnen. Wir haben die zweite Halbzeit wahnsinnig viel gearbeitet und offensiv alles reingepackt“, sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Dem Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen den FC Arsenal am kommenden Mittwoch müsse man keineswegs pessimistisch entgegenblicken. „Punktemäßig sind wir auf jeden Fall in der Spur“, kommentierte Kapitän Philipp Lahm. Es sei gegen einen aggressiven Gegner und auf einem schwer zu bespielenden Rasen „verdammnt schwer“ gewesen, betonte Lahm.

Für eine frühere Entscheidung hätte fast der stets gefährliche Robert Lewandowski gesorgt. Der Torjäger knallte den Ball in der 83. Minute aus der Distanz ans Lattenkreuz - Zentimeter zum Bayern-Glück fehlten nicht nur in dieser Szene. Die engagiert und kollektiv verteidigenden Ingolstädter verpassten im Abstiegskampf den Gewinn eines wertvollen Punktes. „Das tut schon sehr weh“, sagte FCI-Trainer Maik Walpurgis angesichts der späten Gegentore.

Mit einem massierten Mittelfeld ohne klassische Flügelstürmer wie Arjen Robben und Douglas Costa, die zunächst auf der Bank saßen, suchte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti in Ingolstadt den Erfolg. Den Münchner Stars fiel jedoch spielerisch wenig ein, vieles blieb Stückwerk gegen einen gut organisierten und kampfstarken Gegner.

Nur einen echten Aufreger gab es bis zum Pausenpfiff. Nach einem langen Ball von Xabi Alonso überlupfte Torjäger Robert Lewandowski den herausstürzenden Torwart Martin Hansen. Doch FCI-Kapitän Marvin Matip konnte mit hohem Einsatz kurz vor der Torlinie klären (20.).

Zwei Schussversuche von Thiago (37./39.) komplettierten die sehr überschaubare Offensivausbeute der Bayern gegen eine Ingolstädter Abwehr, in der Afrika-Cup-Heimkehrer Marcel Tisserand zentral für den Brasilianer Roger verteidigte. Der hinten aufmerksame Tisserand sorgte auch vorne für die gefährlichste Aktion des Außenseiters mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Markus Suttner (39.). „Nach vorne haben wir nicht unseren besten Fußball gespielt“, kritisierte Walpurgis.

Gleich nach dem Seitenwechsel hatte Thomas Müller den Torjubel schon auf den Lippen. Aber das zweite Saisontor des Nationalspielers verhinderte Ingolstadts Außenverteidiger Florent Hadergjonaj, der den leicht abgeblockten Schuss von der Torlinie kratzen konnte (47.).

Die Bayern investierten jetzt mehr. Und Ancelotti wechselte erst Costa (64.) und dann auch noch Robben (74.) ein. Das offensive Nachlegen entfaltete mit den späten Toren von Vidal auf Flanke von Müller und einem Schuss von Robben seine Wirkung. „Das Spiel gibt uns viel Selbstvertrauen“, sagte Ancelotti: „Wir haben gut gespielt.“

dpa

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