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Bremen jubelt dank Pizarro-Dreierpack gegen Bayer

Leverkusen Bremen jubelt dank Pizarro-Dreierpack gegen Bayer

Der SV Werder Bremen hat dank Dreifach-Torschütze Claudio Pizarro dem schwächelnden Champions-League-Aspiranten Bayer Leverkusen schwer zugesetzt und mit dem höchsten ...

Leverkusen. Der SV Werder Bremen hat dank Dreifach-Torschütze Claudio Pizarro dem schwächelnden Champions-League-Aspiranten Bayer Leverkusen schwer zugesetzt und mit dem höchsten Saisonsieg die Abstiegsränge verlassen.

Auch im zweiten Spiel ohne den in der Fußball-Bundesliga gesperrten Trainer Roger Schmidt an der Seitenlinie verließ die personell arg gebeutelte Werkself den Platz als Verlierer. Werder-Coach Viktor Skripnik konnte dagegen nach dem 4:1 (1:0) in der BayArena erstmal durchatmen.

Die Tore von Fin Bartels in der fünften Minute und Torjäger Claudio Pizarro (55., 65./Foulelfmeter, 83.) bescherten Werder am Mittwoch den ersten Erfolg nach fünf sieglosen Liga-Spielen. Der einzige Bayer-Treffer war ein Eigentor von Papy Mison Djilobodji (69.) vor 25 506 Zuschauern. Leverkusen rutschte auf Rang sieben (35 Punkte) ab, Bremen kletterte auf Platz 15 (24).

Von Beginn an diktierten nicht die Leverkusener das Geschehen, das machten die Gäste aus Bremen. SV-Kapitän Clemens Fritz ordnete bei seiner Rückkehr nach Verletzungspause der Mittelfeld. Der ebenfalls neu ins Team gerückte ehemalige Leverkusener Levin Öztunali sorgte offensiv für Gefahr. Und ganz vorn traf Bartels.

Nach einer Freistoß-Hereingabe durch Zlatko Junuzovic von der rechten Seite prallte der Ball vom Körper des aufgerückten Djilobodji vor die Füße von Bartels. Bei dem wuchtigen Schuss aus rund zehn Metern war Bayer-Keeper Bernd Leno machtlos.

Das erneut frühe Tor - beim 1:3 am Sonntag gegen Mainz geriet Leverkusen nach einer knappen Viertelstunde in Rückstand - offenbarte die Probleme der Gastgeber: Durch die vielen Verletzten fehlte auch der Defensive Halt und Ordnung. Diesmal musste auch noch Jonathan Tah wegen muskulärer Beschwerden passen, Tin Jedvaj kam für ihn.

Nach vorne ging auch praktisch nichts, das Fehlen von Kapitän Stefan Kießling wog schwer. Zu allem Überfluss aus Bayer-Sicht wird am Samstag beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg auch noch Javier Hernández wegen einer Gelbsperre. Und Roberto Hilbert musste eine Viertelstunde vor Schluss vom Platz getragen werden.

Bayer-Chancen blieben gegen Bremen Mangelware im ersten Spielabschnitt. „Es ist schwer gegen die Bremer, die stehen defensiv gut und haben offensiv gefährliche Spieler“, meinte der verletzte Tah beim TV-Sender Sky in der Halbzeitpause. Die Mannschaft müsse sich einfach durch „dieses Bollwerk durchbeißen“.

Genau das versuchte sie nach dem Wiederanpfiff, und zwar zunächst vehement. Binnen vier Minuten musste Bremens Keeper Felix Wiedwald gegen Calhanoglu, Wendell und Hernández retten. Just in dieser Phase schlug Pizarro zu, als er einen Fehler von Hilbert nutzt und Weltmeister Christoph Kramer stehen ließ. Den Elfmeter, verursacht durch Wendells Foul an Junuzovic, ließ sich der 37 Jahre alte Peruaner erst recht nicht nehmen. Nach dem Eigentor zerstörte Pizarro mit seinem 99 Ligator für Werder alle Zweifel am Gästesieg. Er ist nun der erfolgreichste Torschütze für die Bremer insgesamt (Frank Neubarth und Rudi Völler je 97). Vor drei Wochen hatte Werder sich im Pokal-Viertelfinale mit 3:1 in Leverkusen durchgesetzt.

dpa

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