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DFB-Frauen wollen gegen Kroatien EM-Ticket lösen

Osnabrück DFB-Frauen wollen gegen Kroatien EM-Ticket lösen

Die deutschen Fußballerinnen haben in der EM-Qualifikation mit fünf Siegen eine makellose Bilanz. Mit einem weiteren Erfolg gegen Kroatien in Osnabrück könnte der Titelverteidiger das Ticket für die EM 2017 vorzeitig lösen und sich dann ganz auf Olympia konzentrieren.

Osnabrück. Vier Tage nach dem 6:0-Erfolg in der Türkei kann die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft den entscheidenden Schritt zur EM 2017 in den Niederlanden machen. Gegner am Dienstag im EM-Qualifikationsspiel in Osnabrück ist Kroatien.

„Wir wollen wieder drei Punkte einfahren, eine souveräne Leistung auf dem Platz bringen und keinen Zweifel aufkommen lassen, dass wir gewinnen wollen“, sagte DFB-Spielführerin Saskia Bartusiak vor dem ersten Heim-Länderspiel 2016.

Bundestrainerin Silvia Neid warnte vor den zweikampfstarken Kroatinnen, die im vorigen September nur knapp mit 1:0 bezwungen wurden: „Im Hinspiel haben wir uns sehr schwer getan. Wir müssen die gleiche Einstellung wie gegen die Türkei zeigen, geduldig spielen und den Gegner laufen lassen.“

Mit fünf Siegen weist Titelverteidiger Deutschland eine makellose Bilanz in seiner Qualifikationsgruppe auf. Mit 15 Punkten und 28:0 Toren führt das DFB-Team souverän vor Kroatien und Ungarn (beide 7 Punkte) sowie Russland (4) und den abgeschlagenen Türkinnen (1). Sollten die Russinnen ihre vierte Qualifikationspartie am Dienstag gegen Ungarn nicht gewinnen, hätte der achtmalige Europameister bei einem Sieg gegen Kroatien das EM-Ticket als Gruppensieger bereits vorzeitig in der Tasche.

Bartusiak will sich mit ihrem Team für die mäßige Leistung im Hinspiel rehabilitieren. „Das war damals kein gutes Spiel von uns, wir haben vieles vermissen lassen“, meinte die Abwehrspielerin vom 1. FFC Frankfurt. „Dementsprechend wollen wir jetzt ein ganz anderes Gesicht zeigen. Aber sie werden robuster zur Sache gehen, enger an uns dran sein als die Türkinnen. Darauf müssen wir uns einstellen und vor dem Tor noch konsequenter sein.“

Trotz des klaren Sieges in Istanbul am vergangenen Freitag hapert es bei der Neid-Elf rund vier Monate vor dem olympischen Fußball-Turnier vor allem noch an der Chancenauswertung. „Die hat mir gegen die Türkei nicht gefallen“, monierte Neid, die erneut auf Simone Laudehr verzichten muss. Die Mittelfeldspielerin hat ihre Oberschenkelzerrung noch nicht ganz auskuriert. „Das Risiko ist mir zu hoch“, sagte die Bundestrainerin, die nur ein oder zwei personelle Änderungen plant.

Nach der Partie in Osnabrück, wo die DFB-Elf 1989 den ersten EM-Titel gewann, rückt für Neid wieder die Olympia-Vorbereitung in den Blickpunkt. Gemeinsam mit U21-Trainer Horst Hrubesch reist sie am Mittwoch nach Rio de Janeiro zur Gruppen-Auslosung, die am Donnerstag im Maracana-Stadion vorgenommen wird. „Olympia ist ein traumhafter Abschluss für mich. Ich freue mich riesig, das noch einmal erleben zu dürfen“, sagte Neid, die nach den Olympischen Spielen im August ihr Trainer-Amt an Assistentin Steffi Jones abgibt.

dpa

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