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DFB-Kicker zeigen Olympia-Reife - Zuversicht für Südkorea

Salvador DFB-Kicker zeigen Olympia-Reife - Zuversicht für Südkorea

Die deutschen Fußballer wussten nach kurzer Vorbereitung nicht, wo sie stehen. Beim 2:2 gegen Mexiko bewies das Hrubesch-Team Olympia-Reife. Bei aller Freude muss gegen Südkorea aber nun ein Sieg her, um das Traumziel Rio zu wahren.

Salvador. Ihr gelungenes Comeback auf der Olympia-Bühne kosteten die deutschen Fußballer nur kurz aus. Der Blick richtete sich bereits auf das Schlüsselspiel am Sonntag.

„Wenn wir eine Leistung wie gegen Mexiko abrufen, dann sind wir in der Lage, Südkorea zu schlagen. Wir gehen hier in jedes Spiel, um zu gewinnen“, sagte der überragende Torhüter Timo Horn.

Mit einer wahren Energie-Leistung erkämpfte sich die Mannschaft von DFB-Trainer Horst Hrubesch am Donnerstag in Salvador ein verdientes 2:2 (0:0) gegen Olympiasieger Mexiko. Die Elf zeigte nach einer Blitz-Vorbereitung in nur sieben Tagen Olympia-Reife. „Großes Lob an die Jungs, wie sie nach zwei Rückständen so zurückgekommen sind“, meinte Horn.

„Südkorea hat natürlich einige Topspieler dabei, wenn man nur an Son denkt“, sagte Horn zum ehemaligen Bundesligaprofi Son Heung-Min. der ehemalige Hamburger und Leverkusener Profi hatte mit dem 8:0 gegen Olympia-Neuling Fidschi einen prächtigen Start, weshalb eine Sieg für Deutschland im Kampf um den anvisierten Gruppensieg Pflicht ist. Fehlen wird möglicherweise Kapitän Leon Goretzka, der sich eine „Verstauchung des Schultereckgelenks ohne gravierende Bandverletzungen“ zugezogen hat.

Ohne etwas von den nächsten Konkurrenten gesehen zu haben, zeigte Hrubesch Zuversicht. „Mexiko war auch Favorit. Sie sollen froh sein, dass sie 2:2 gespielt haben.“ Der Coach kündigte an: „Ich spiele gegen Südkorea nicht auf Unentschieden, sondern ich versuche zu gewinnen.“

Der 65-Jährige bekam schon im ersten Spiel die Bestätigung dafür, dass in seinem unter schwierigsten Umständen zusammengestellten Kader großer Teamgeist steckt. „Ich habe der Mannschaft gratuliert und ihr gesagt, dass das die Art und Weise ist, die ich mir vorstelle, mit diesen Charaktereigenschaften Fußball zu spielen, wieder zurückzukommen, die Tore wieder rauszuspielen“, sagte der Europameister von 1980.

Begeistert zeigte sich auch DFB-Sportdirektor Hansi Flick vom ersten Olympia-Spiel eines deutschen Teams nach 28 Jahren. „Ich finde es phantastisch“, sagte er. Der einstige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw und stellte fest: „Wir sind stolz.“

10 170 Tage nach dem 3:0-Sieg im Spiel um Platz drei in Seoul gegen Italien zeigte die neue Generation unbändigen Willen. Die Rückstände durch die Tore von Mexikos Olympia-Helden Oribe Peralta (52.) und Rodolfo Pizarro (61.) schüttelten die DFB-Spieler vor einer Minikulisse von 10 000 Zuschauern im Dauerregen einfach ab. Sie erzwangen durch den eingewechselten und überragenden Serge Gnabry (58.) sowie Weltmeister Matthias Ginter (79.) jeweils den Ausgleich.

Der Freitag war der Regeneration vorbehalten, dann ging es schnurstracks an die Vorbereitung. Horn, der Deutschland mit zwei tollen Paraden gegen Mexiko im Spiel hielt, will wie seine Kollegen unbedingt einen Sieg für das Ziel, „ins olympische Dorf zu kommen. Das wollen wir auch dem Trainer zuliebe schaffen, für den es das letzte große Turnier ist. Ihm wollen wir eine Medaille ermöglichen.“ Die Vorrunde endet mit dem Spiel gegen Fidschi am Mittwoch in Belo Horizonte.

dpa

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