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Frankfurt nach 0:2 gegen Hoffenheim in Abstiegsnöten

Frankfurt/Main Frankfurt nach 0:2 gegen Hoffenheim in Abstiegsnöten

Eintracht Frankfurt droht der nächste Abstieg nach 2011. Nach dem 0:2 gegen den Mitkonkurrenten Hoffenheim herrscht blankes Entsetzen im Stadion.

Frankfurt/Main. Nach dem Schlusspfiff hörte und fühlte sich in Frankfurt schon vieles an wie nach einem Abstieg. Tausende Fans hatten das Stadion bereits nach dem entscheidenden Gegentor zum 0:2 (0:0)-Endstand gegen den direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim verlassen.

Die, die noch da blieben, waren entweder totenstill oder beschimpften die Mannschaft mit teils erhobenen Fäusten. „Das ist eine schwere Stunde. Wir alle können die Tabelle lesen“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Die Eintracht bleibt nach dem ersten schweren Rückschlag unter dem neuen Trainer Niko Kovac Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz wuchs auf drei Punkte an. Der einzige Frankfurter, der nach den beiden Joker-Toren von Nadiem Amiri (62.) und Mark Uth (90.) noch Zuversicht auszustrahlen versuchte, war Kovac selbst. „Es ist noch nichts verloren. Es wird bis zum letzten Spieltag eine enge Sache bleiben“, sagte der Chefcoach. „Wir müssen die Mannschaft wieder aufrichten und dürfen den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken. Ich habe immer noch den Gauben, dass wir es schaffen.“

Die Hoffenheimer waren nach diesem so wichtigen Sieg „sehr, sehr erleichtert“, so der gebürtige Frankfurter und 1899-Verteidiger Niklas Süle. Die TSG verbuchte unter Trainer-Novize Julian Nagelsmann im neunten Spiel bereits den fünften Sieg und hat nun als 14. vier Punkte mehr als die Eintracht. „Im Abstiegskampf gibt es solche Spiele - und genau solche Spiele muss man gewinnen“, meinte Nationalspieler und Kapitän Sebastian Rudy.

Hoffenheim begann gehemmt, die Eintracht sehr engagiert - eine spielerische Linie fanden beide Teams lange nicht. „Wir waren heute nicht die zwei Tore besser, sind aber trotzdem glücklich, dass wir gewonnen haben“, sagte Nagelsmann.

Der Angriff der Frankfurter hat nun in den letzten acht Spielen nur zwei Treffer zustande gebracht. Der verletzte Torjäger Alexander Meier wird weiter schmerzlich vermisst. Dieses Mal durfte Luc Castaignos zunächst für Haris Seferovic ran, beide blieben wirkungslos.

Die Hoffenheimer zeigten vor 51 000 Zuschauern lange nichts von dem Schwung, den sie anfangs unter ihrem neuen Chefcoach Nagelsmann entfacht hatten. Erst in der 34. Minute hatte Andrej Kramaric zwei gute Einschussmöglichkeiten gegen Eintracht-Keeper Lukas Hradecky.

Das machte die Frankfurter munter: Sowohl Castaignos (36.) als auch Änis Ben-Hatira (39.) schossen jeweils Schlussmann Oliver Baumann an. Der Ex-Hoffenheimer David Abraham hätte nach dem Wiederanpfiff beinahe jubeln dürfen: Bei seinem Kopfball rettete Jeremy Toljan gerade noch auf der Torlinie.

U21-Nationalspieler Amiri zeigte dann Kollegen und Kontrahenten, wie es geht: Erst nahm er Marc Stendera etwas rüde den Ball ab, dann ließ der 19-Jährige mit einem unwiderstehlichen Spurt von der Mittellinie die Frankfurter stehen und schoss ins linke Toreck ein. „Ich habe den Ball erobert und dachte erst, dass es ein Foul war“, erklärte Amiri später und sprach von einem „überragenden Gefühl“.

Nach einem Konter und einem Fehler von Hradecky machte der eingewechselte Uth mit dem 2:0 alles klar. So konnte Nagelsmann seine Bilanz auf 17 Punkte in neun Spielen ausbauen, während sein Kollege Kovac die dritte Niederlage in er vierten Partie hinnehmen musste.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 52,3 - 47,7

Torschüsse: 12 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 47,3 - 52,7

Fouls: 22 - 21

Ecken: 8 - 4

Quelle: optasports.com

dpa

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