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Gladbach hofft auf Festtag gegen ManCity

Schubert unter Druck Gladbach hofft auf Festtag gegen ManCity

Fußball-Festtage sind selten geworden im Borussia-Park. Nach der Bundesliga-Talfahrt würde ein Coup gegen den Guardiola-Club Manchester City dem in die Kritik geratenen Gladbach-Trainer Schubert etwas mehr Luft verschaffen.

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Mönchengladbachs Trainer Andre Schubert braucht gegen Manchester City einen Erfolg.

Quelle: Jonas Güttler

Mönchengladbach. In der Fußball-Bundesliga auf Talfahrt, in der Champions League vor dem Aus - für Borussia Mönchengladbach und den unter Druck geratenen Trainer André Schubert gehen die richtungweisenden Wochen in die entscheidende Phase.

Ausgerechnet jetzt kommt das englische Millionen-Ensemble von Manchester City mit Startrainer Pep Guardiola in den Borussia-Park. Trotz der prekären Situation ist die Vorfreude ungebrochen. „Es ist ein anderer Wettbewerb, und jeder freut sich darauf, sich in der Champions League wieder mit einem absoluten Topteam mit großen Spielern zu messen. Wir müssen eine Top-Leistung bringen, um gegen so einen Gegner zu bestehen“, sagte Mittelfeldspieler Fabian Johnson vor dem Highlight am Mittwoch.

Beim 0:4 im Hinspiel Ende September in Manchester war die Borussia chancenlos. Und die Form der „Fohlen“, die neben einigen Verletzten auch die gesperrten Christoph Kramer und Julian Korb ersetzen müssen, spricht nicht unbedingt für einen Überraschungscoup des Schubert-Teams gegen den derzeitigen Dritten der Premier League.

Nach sechs Spielen ohne Sieg in der Bundesliga mit nur einem Treffer ist Borussia auf Platz 13 abgerutscht. Schwere Zeiten auch für Schubert, wenngleich Sportdirektor Max Eberl dem 45-Jährigen weiter den Rücken stärkt und auf „Kontinuität“ setzt. Doch Schubert ist auch realistisch, was die Gesetzmäßigkeiten der Branche angeht: „Vertrauen bekommst du immer - bis zu dem Tag, an dem es nicht mehr so ist.“

Immerhin bewies sein Team trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage im Derby gegen Köln am vergangenen Samstag leicht ansteigende Form. Kapitän Lars Stindl betrachtet die Partie deshalb als Mutmacher für den Härtetest gegen die „Citizens“: „Wir glauben an unsere Chance, denn wir wissen, was wir können.“

Immerhin lässt die Konstellation in der Gruppe C vor dem fünften Spieltag rechnerisch alle Optionen offen. Der FC Barcelona führt mit neun Punkten vor Manchester (7), Gladbach (4) und Celtic Glasgow (2). Mit einem Sieg hätte die Borussia sogar noch die Chance, zum Abschluss der Gruppenphase am 6. Dezember die Engländer von Platz zwei zu verdrängen und erstmals das Achtelfinale zu erreichen. Dazu müsste Gladbach allerdings auch in Barcelona bestehen.

Ein Punkt gegen Ilkay Gündogan, Kevin De Bruyne und Co. würde genügen, um Platz drei und das Überwintern in der Europa League abzusichern, wenn Glasgow am Mittwoch gegen Barcelona verliert. „Wir wollen gegen City ein gutes Heimspiel abliefern und, wenn möglich, schon vorzeitig den dritten Platz festmachen. Das ist unser großes Ziel“, sagte Stindl. „Wir wissen, dass wir zu Hause jeden Gegner schlagen können - auch Manchester City“, sagte Johnson.

Das Programm der kommenden Wochen hat es allerdings in sich. Dem Königsklassen-Highlight folgt das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim, eine Woche später ist Gladbach bei Borussia Dortmund zu Gast. Danach wartet schon Barcelona. „Uns stehen viele Spiele bevor, und wir nehmen jede Partie, wie sie kommt“, sagte Stindl.

Immerhin weiß Guardiola, wie es ist, im Borussia-Park zu verlieren. Im vergangenen Dezember unterlag er dort mit den Bayern 1:3. Das soll sich natürlich nicht wiederholen, denn mit einem Sieg hätte Manchester vorzeitig die K.o.-Runde erreicht.

dpa

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