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Gladbachs Stranzl beendet im Sommer seine Karriere

Mönchengladbach Gladbachs Stranzl beendet im Sommer seine Karriere

Nach mehr als fünf Jahren ist Schluss: Abwehrchef Martin Stranzl beendet seine Karriere. Aber er wird Borussia Mönchengladbach dennoch nicht verloren gehen.

Mönchengladbach. Nach bislang 143 Pflichtspielen für Borussia Mönchengladbach und zuletzt etlichen Verletzungen sagt Martin Stranzl leise Servus. Mit Tränen in den Augen und ein bisschen belegter Stimme gab der langjährige Mannschaftskapitän sein Karriereende zum Sommer bekannt.

„Das war keine einfache Entscheidung. Eine lange und schöne Zeit geht vorbei. Aber am Ende musste ich auf die Zeichen und Signale meines Körpers hören“, sagte der 35-Jährige in einer Pressekonferenz.

„Das ist für uns als Mannschaft tragisch. Wir könnten ihn noch gut gebrauchen“, meinte Sportdirektor Max Eberl, der seinen Käpt'n auch nach der aktiven Karriere gerne im Club halten möchte. „Wir würden in gerne integrieren, das wäre unser großer Wunsch. Eberl hatte Stranzl im Winter 2011 von Spartak Moskau verpflichtet. „Er ist kein Profi, er ein Vollprofi. Seine Karriere ist einzigartig. Er hat einen unfassbaren Charakter und Unglaubliches geleistet“, meinte Eberl.

Eigentlich hatte der 56-malige österreichische Nationalspieler das Ende seiner Laufbahn schon früher geplant, doch dann hat er seinen Vertrag wieder um ein Jahr verlängert. In dieser Saison hat Stranzl wegen einiger Verletzungen erst zwei Bundesligaspiele absolviert. Aktuell laboriert er an einem Muskelfaserriss in der Wade. Zuvor hatte er einen Bruch der Augenhöhle erlitten.

Sportlich soll's das auch nicht gewesen sein, Stranzl größter Wunsch: „Ich würde gerne noch mal die eine oder andere Minute auf dem Platz stehen, um mich von den Fans zu verabschieden. Solche Momente vergisst man nicht“, sagte der 35-Jährige. In etwa zwei Wochen ist die Rückkehr ins Mannschaftstraining geplant, beim anschließenden Testspiel gegen Arminia Bielefeld könnte der Abwehrchef noch einmal ein Comeback feiern.

In welcher Funktion der Österreicher dem Club erhalten bleibt, ist noch offen. Stranzl ist zunächst einmal froh, dass er dann wieder mehr Zeit für seine Familie hat. „Es war für meine Frau und Kinder nicht einfach“. Die Stranzls werden im Rheinland bleiben, der neun Jahre alte Sohn Elias möchte gerne Fußballprofi werden. Derzeit kickt er beim FC Büderich - und sicherlich wird der Papa demnächst häufiger zuschauen.

dpa

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