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Heißer Start für Bayern - Ancelotti gegen die große Liebe

München Heißer Start für Bayern - Ancelotti gegen die große Liebe

Ein Vergnügungstrip ist die USA-Reise für die Bayern-Profis nicht. Auf und neben dem Platz muss intensiv gearbeitet werden. Für „Milan-Fan“ Ancelotti ist das erste der drei Spiele speziell.

München. Schon bei der Ankunft in den USA bekamen die Stars des FC Bayern München zu spüren, dass ihre Fußball-Werbetour 2016 kein Vergnügungstrip wird. Schwüle 30 Grad empfingen Kapitän Philipp Lahm und seine Kollegen in Chicago, der ersten von drei Stationen.

Eine großartige Anpassung an das fordernde Klima und die immerhin sieben Stunden Zeitunterschied ist auch nicht drin, denn schon am Mittwochabend (Ortszeit) steht für den deutschen Meister das erste Testspiel im Rahmen des International Champions Cup gegen den AC Mailand an.

„Wir sind im Trainingslager, nicht im Urlaub“, sagte Franck Ribéry zum Elf-Tage-Ausflug nach Nordamerika mit drei interessanten Partien und zahlreichen Marketingmaßnahmen, die gleich am Dienstag beginnen sollten. Für den späten Nachmittag (Ortszeit) war auch ein erstes Training im Soldier Field Stadium angesetzt. Für Trainer Carlo Ancelotti kommt es in der Heimstätte des American-Football-Teams Chicago Bears zu einem besonderen Kräftemessen. „Logisch, ein Spiel gegen Milan ist für mich speziell“, bekannte der 57 Jahre alte Italiener: „Ich bin immer noch Milan-Fan.“

Als Spieler und Trainer feierte Ancelotti mit den „Rossoneri“ große Erfolge. Italienischer Meister und zweimal Europapokalsieger wurde er als Profi mit dem AC Mailand, den er als Coach in acht Amtsjahren gleich zweimal zum Titelgewinn in der Champions League führte (2003 und 2007). Ähnliche Glanztaten wünschen sich in den kommenden Jahren auch die Bayern-Fans vom Guardiola-Nachfolger.

Beim Wiedersehen mit seinem geliebten AC Milan kann Ancelotti aber noch keine Bayern-Wunschelf aufbieten. In Nordamerika fehlen ihm zahlreiche noch urlaubende Nationalspieler wie Manuel Neuer, Mats Hummels, Robert Lewandowski oder auch Portugals Europameister Renato Sanches. Immerhin stieß Arturo Vidal am Montagabend frohgelaunt nach seinen Ferien im Anschluss an den Gewinn der Copa America mit Chile direkt in Chicago zum Münchner Team und kann es verstärken.

Im Fokus steht - mehr als in seiner Wahlheimat München - Julian Green. Der in Tampa (Florida) geborene US-Nationalspieler kann sich quasi auf drei Heimspiele freuen. Und in Abwesenheit der Topstürmer Lewandowski und Thomas Müller darf der 21 Jahre alte Angreifer auch damit rechnen, sich vor seinen Landsleuten intensiv präsentieren zu dürfen. „Es ist ein tolles Land. Wir sind in tollen Städten. Der ganze FC Bayern kann sich freuen“, sagte Green erwartungsfroh.

Der International Champions Cup (ICC) wird 2016 mit 17 Topvereinen auf drei Kontinenten ausgespielt. Erstmals ist auch die Bundesliga vertreten, mit dem FC Bayern in den USA und Borussia Dortmund in China. Für die Vereine geht es bei dem Turnier vor allem um gute Testspiele in der Saisonvorbereitung und wertvolle PR in wichtigen Wachstumsmärkten. Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten wird mittels Elfmeterschießen stets ein Sieger ermittelt.

Die Bayern dürfen sich in Amerika auf drei richtig heiße Kraftproben einstellen: Für die Spiele am Samstag in Charlotte (35 Grad) gegen Inter Mailand sowie zum Abschluss am 3. August in New York (31 Grad) gegen Real Madrid sind noch höhere Temperaturen als in Chicago vorhergesagt.

dpa

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