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Herthas Chance gegen Schalke

Bundesliga am Sonntag Herthas Chance gegen Schalke

Sechs Punkte gegen null Punkte: Die Ausgangsposition vor dem wie immer brisanten Bundesliga-Duell zwischen Hertha BSC und Schalke 04 ist extrem ungewöhnlich.

Berlin. Sechs Punkte gegen null Punkte: Die Ausgangsposition vor dem wie immer brisanten Bundesliga-Duell zwischen Hertha BSC und Schalke 04 ist extrem ungewöhnlich.

„Wenn wir es hinkriegen, eine gute Tagesform zu haben, dann können wir marschieren“, kündigte Pal Dardai einen mutigen Auftritt seines Team am Sonntag (17.30 Uhr) an. Als erster Hertha-Cheftrainer überhaupt ist der Ungar mit zwei Siegen in eine Erstliga-Saison gestartet. Der Fußball-Kontrahent aus Gelsenkirchen, der im Sommer einen extremen Umbruch im Team und im Verein eingeleitet hatte, steht dagegen in der Liga mit null Punkten und null Toren da - Tabellenplatz 17.

Das eingespielte Hertha-Team, bei dem keiner der nur drei Neuen in der Startelf erwartet wird, weiß um den günstigen Zeitpunkt der Partie gegen die Königsblauen. „Schalke 04 war bis zuletzt auf dem Transfermarkt aktiv, hat mit Markus Weinzierl einen neuen Trainer, mit Christian Heidel einen neuen Sportchef und dazu viele neue Spieler. Das alles braucht Zeit“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz in der „Berliner Morgenpost“. „Ich habe nichts dagegen, wenn Schalke eine tolle Entwicklung nimmt - ab Montag.“

Auch wenn Innenverteidiger John Anthony Brooks (Muskelprobleme) wohl ersetzt werden muss, sich Schalke in der Europa League das erste Erfolgserlebnis geholt hat und der Kontrahent mit dem fast dreifachen Saisonetat arbeiten kann, sieht Dardai eine gute Chance. „Ich hoffe, dass unser Matchplan funktioniert.“ Im Frühjahr hatte Hertha den Erzrivalen in Berlin mit 2:0 bezwungen - es war der erste Sieg gegen die in der Hauptstadt ungeliebten Knappen nach fast zehn Jahren. Preetz aber warnt vor zu hohen Erwartungen: „Ich habe das 0:2 gegen Bayern gesehen, da war Schalke 70, 80 Minuten auf Augenhöhe.“

Der Manager räumte vor dem 3. Liga-Spieltag deutlich ein, dass der gute Saisonstart für die Berliner enorm wichtig gewesen ist. „Wir hatten eine etwas holprige Vorbereitung, wollten die Qualifikation für die Europa League schaffen. Dass uns das nicht gelungen ist, hat Spuren hinterlassen - bei uns und in der Stadt“, gestand Preetz.

Anders als einige Konkurrenzclubs wie etwa auch Schalke konnte Hertha nicht mit teuren Neueinkäufen reagieren. Für den derzeit verletzten Ondrej Duda, Alexander Esswein und den jungen brasilianischen Leihspieler Allan hat Hertha lediglich 6,5 Millionen Euro ausgegeben. „Bei Summen von fünf Millionen Euro können wir nicht mitmachen. Das ist derzeit Hertha-Realität“, bestätigte der Manager. Die Schere zwischen den großen Sechs, zu denen auch Schalke zählt, gehe „immer weiter auseinander“. Es werde schwierig, „diese Lücke zu schließen“, betonte der einstige Torjäger.

dpa

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