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Ingolstadts Talfahrt geht weiter: 0:2 gegen Augsburg

Kauczinski vor dem Aus Ingolstadts Talfahrt geht weiter: 0:2 gegen Augsburg

Das könnte es gewesen sein für Markus Kauczinski in Ingolstadt. Nach dem nächsten Rückschlag in der Bundesliga im Derby gegen Augsburg steht der Coach vor dem Aus. Den K.o. kassierten die Schanzer nach einer uninspirierten Vorstellung kurz vor Schluss.

Ingolstadt. Markus Kauczinski klang nicht so, als würde er noch an einen Verbleib als Trainer beim FC Ingolstadt glauben. „Ich habe keine Argumente, wenn die Ergebnisse nicht stimmen“, räumte er nach dem 0:2 (0:0) gegen den FC Augsburg ein.

Die beschleunigte Talfahrt der Oberbayern in der Fußball-Bundesliga könnte den Sieglos-Coach endgültig den Job kosten. Geschäftsführer Harald Gärtner kündigte eine Krisensitzung für Sonntag an und betonte: „Wir müssen jetzt einfach sehen: Das hat nicht funktioniert und jenes hat nicht funktioniert. Wir müssen das selbst in die Hand nehmen und die Entscheidung treffen, wie wir das wieder umdrehen können.“

Dass der im Sommer als Nachfolger für Ralph Hasenhüttl verpflichtete Kauczinski weiter in der Verantwortung bleiben darf, um die verunsicherte Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen, ist unwahrscheinlich. Durch die achte Niederlage im zehnten Saisonspiel zementierten die Schanzer ihren Platz in der Abstiegszone, nur der noch schlechtere HSV rangiert wegen der schlechteren Tordifferenz hinter dem FCI. Der Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsrang beträgt nun schon sechs Zähler.

In einem höhepunktarmen Oberbayern-Schwaben-Derby hatten die besseren Spieler von der Bank den Ausschlag gegeben für Augsburg: Die eingewechselten Raul Bobadilla (86. Minute) und Halil Altintop (90.) schossen die Gäste zum verdienten Erfolg und verlängerten die saisonübergreifende Sieglos-Serie der Ingolstädter auf nun schon 15 Partien. Zu allem Überfluss sah Tobias Levels wegen eines Frust-Fouls Rot (89.).

Die Augsburger beendeten dagegen nach vier Bundesliga-Spielen ihre Ergebniskrise und vergrößerten in der Tabelle den Vorsprung auf die Ingolstädter auf jetzt neun Punkte. „Wir haben gut dagegengehalten, ein gutes Auswärtsspiel gemacht und verdient gewonnen“, meinte Kapitän Paul Verhaegh. „Der Sieg ging über 90 Minuten in Ordnung.“

Für dieses Schlüsselmatch hatte Kauczinski seine Startelf radikal umgebaut und im Vergleich zum 0:2 in Mainz fünf neue Spieler gebracht. Aber auch diese Maßnahme fruchtete nicht. Unter anderem durfte Martin Hansen erstmals ins Tor, der dann aber beim Freistoß von Bobadilla zum 0:1 nicht gut aussah. Der Ball schlug eher mittig zwischen Hansen und dem am Pfosten postierten Marvin Matip ein.

„Du kriegst so ein dummes Tor, und dann ist alles vorbei“, haderte Hansen, der sonst gut parierte und einige Chancen vereitelte, etwa gegen Dong-Won Ji (8.) und Konstantinos Stafylidis (25.). Bei einem Lattentreffer von Dominik Kohr (19.) hatte er ebenso Glück wie in der 33. Minute, als Philipp Max einen Kopfball völlig ungestört vergab.

Die Ingolstädter taten sich bei der Spielgestaltung extrem schwer, auch die Systemumstellung hin zu einem 4-2-3-1 mit Pascal Groß im offensiven Mittelfeld und Lukas Hinterseer als Stoßstürmer fruchtete zunächst nicht. Gegen eine disziplinierte FCA-Abwehr rieben sich die Schanzer zwar auf und fanden kaum Lücken. Almog Cohen mit einer Direktabnahme (27.) und Leckie eher zufällig (35.) hatten vor der Pause die einzigen Chancen - beide Schüsse parierte Marwin Hitz.

Auch in Halbzeit zwei blieben die Gastgeber uninspiriert, leichte Ballverluste, Abspielfehler und Unkonzentriertheiten im Angriff prägten den Auftritt. Die Quittung kassierte Ingolstadt dann in der Schlussphase - und die fällt für Kauczinski womöglich fatal aus.

dpa

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