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Köln nach Spitzenplatz: „Sind klarer im Kopf, sind cool“

3:0 gegen Freiburg Köln nach Spitzenplatz: „Sind klarer im Kopf, sind cool“

Diese Chance ließ sich der 1. FC Köln nicht nehmen. Mit dem 3:0 gegen Freiburg stürmte der Traditionsclub am Freitag an die Spitze - das erste Mal seit 20 Jahren. Es war ein weiterer Entwicklungsschritt unter der Führung von Trainer Stöger und Sportdirektor Schmadtke.

Köln. Mit einer Videobotschaft fing Jörg Schmadtke einst die nach einer Erfolgsserie von Glück beseelte Fangemeinde des 1. FC Köln ein.

Am Freitag stand das Fußball-Volk in der Domstadt wieder ein bisschen Kopf, als der Traditionsclub mit dem 3:0 gegen Aufsteiger SC Freiburg erstmals nach mehr als 20 Jahren an die Tabellenspitze stürmte. Nach diesem denkwürdigen Abend sah sich Sportdirektor Schmadtke allerdings nicht genötigt, die Begeisterung zu dämpfen.

„Daraus brauchen wir keine neue Geschichte machen. Das war mit einem Augenzwinkern gemacht. Das war der Situation geschuldet“, sagte der 52-Jährige der Deutschen Presse-Agentur, nachdem der Großteil der Geißbock-Fans das historische Ereignis bereits in den Kneipen der Domstadt Revue passieren ließ. 2013 war Schmadtke wenige Monate im Amt, der FC in zehn Pflichtspielen unter dem neuen Trainer Peter Stöger ungeschlagen und mit dem 1:0 beim Bundesligisten Mainz 05 in das DFB-Pokal-Achtelfinale eingezogen.

Da richtete sich Schmadtke in dem Club-Video an die Anhänger. „Lieber FC-Fan, ruhig, ganz ruhig bleiben“, brummte Schmadtke zu entspannender asiatischer Hintergrundmusik in die Kamera. Anlass für weitere Beruhigungsmaßnahmen wäre angesichts der Serie von acht Bundesliga-Spielen in Folge ohne Niederlage sowie dem Saisonstart mit sieben Punkten und 5:0 Toren nun jedoch durchaus da. Die zumindest vorübergehende Tabellenführung war ein weiterer Schritt.

„Es wirkt selbstverständlicher, was wir tun. Es wirkt ein Stück weit erwachsener, wie wir spielen“, sagte Schmadtke zu den ersten drei Spielen gegen Darmstadt (2:0), Wolfsburg (0:0) und die Breisgauer. Kapitän Matthias Lehmann hob die Abgeklärtheit des Teams hervor: „Wir sind weiter, wir sind klarer im Kopf, wir sind cool.“

Und im Vergleich zur vergangenen Saison, als der erste Bundesliga-Meister ebenfalls mit sieben Punkten startete, schlägt die Mannschaft eiskalt zu, wenn es um etwas geht. Anthony Modeste mit einem Kopfball-Doppelpack (29. und 43. Minute) und Leonardo Bittencourt (31.) bescherten dem 1. FC Köln endlich den großen Wurf. „Natürlich wollten wir da oben stehen, wenn sich die Chance bietet. Aber es gab ja auch Situationen, in denen wir Siebter oder Achter hätten werden können und uns da hätten festsetzen können. Und wir haben es nicht geschafft“, sagte Trainer Stöger.

Stöger hatte schon vor dem Spiel gegen Freiburg davon gesprochen, dass auch für Köln die Europacup-Plätze einmal drin wären - wenn die Konkurrenz mitmache. „Wir wissen das schon einzuschätzen. Wenn wir so weitermachen, darf man natürlich träumen“, sagte Torhüter Timo Horn. Vergangenes Jahr ging der FC im vierten Spiel mit 2:6 in Frankfurt unter.

Am Mittwoch steht in der Englischen Woche das Gastspiel bei Schalke 04 an. Dort gewannen die Kölner die beiden Duelle seit dem Aufstieg. Der SC hingegen machte nach dem 3:1 gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach zu viele Fehler. Unglücklich agierte Caglar Söyüncü. Der zuvor so starke Innenverteidiger wurde zur Halbzeit ausgewechselt. „In eineinhalb Jahren sieht das ganz anders aus“, sagte Trainer Christian Streich zum 20-Jährigen, der aus der zweiten türkischen Liga kam. „Die Mannschaft kann damit umgehen. Hier geht keiner auf den anderen los.“

dpa

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