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Last-Second-Treffer und leere Südtribüne

Der 21. Spieltag Last-Second-Treffer und leere Südtribüne

Der Treffer von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski in der allerletzten Sekunde und die gesperrte Dortmunder Südtribüne standen im Fokus des 21. Bundesliga-Spieltags. Für Werder Bremen gab es einen enorm wichtigen Sieg, Frankfurt haderte mit einer unglücklichen Niederlage.

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Münchens Robert Lewandowskis (M) trifft zum 1:1 in der letzten Aktion des Spiels gegen Berlin.

Quelle: Christian Charisius

Berlin. Ein spätes Joker-Tor von Robert Lewandowski hat dem FC Bayern bei Hertha BSC einen Punkt gerettet. Nach dem 1:1 könnte Verfolger RB Leipzig bis auf fünf Punkte an den Tabellenführer heranrücken. Partystimmung herrschte bei Borussia Dortmund - und das trotz gesperrter Südtribüne.

Die Schlaglichter des 21. Spieltags in der Fußball-Bundesliga:

IN LETZTER SEKUNDE: Lange sah es so aus, als ob der FC Bayern nach der Gala in der Königsklasse gegen Arsenal eine Liganiederlage kassieren würde - dann kam Robert Lewandowski. Der Torjäger traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 bei Hertha BSC. Es war nach exakt 95 Minuten und 59 Sekunden das späteste Tor der Bundesliga seit Beginn der detaillierten Datenerfassung. „Wir haben immer weiter gespielt, nie aufgehört. Die Moral ist da, jeder will“, sagte Keeper Manuel Neuer. Der enttäuschte Hertha-Coach Pal Dardai kommentierte: „Das Spiel dauert immer so lange, bis der Referee dreimal pfeift.“

LEBENSZEICHEN: Viermal verlor der SV Werder Bremen in der Bundesliga im neuen Jahr, beim FSV Mainz 05 gelang dann endlich der ersehnte Sieg. Es waren die ersten drei Punkte für den abstiegsbedrohten Nordclub im neuen Jahr. „Ich freue mich, dass sich die Mannschaft für eine ansprechende Leistung endlich einmal mit drei Punkten belohnt hat“, sagte Werder-Trainer Alexander Nouri. In der Tabelle liegen die Bremer trotzdem weiter auf dem Relegationsrang 16.

GALA OHNE FANS: Obwohl fast 25 000 Südtribünen-Fans fehlten, zeigte Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg eine starke Leistung. Das 3:0 nach zuletzt zwei Niederlagen war für den Revierclub enorm wichtig. „Die Mannschaft hat sich nicht davon beeindrucken lassen“, schwärmte Thomas Tuchel mit Blick auf die leere Gelbe Wand. „Das müssen wir nicht noch einmal haben. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn die Süd beim nächsten Mal wieder rappelvoll ist.“

PLEITEN, PECH UND PANNEN: Rote Karte, verschossener Elfmeter, verletzte Stammspieler und eine unglückliche Niederlage: Eintracht Frankfurt erlebte beim 0:2 gegen den FC Ingolstadt einen Nachmittag zum Vergessen. „Nach so einem Tag muss man enttäuscht sein. Heute kam alles zusammen“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner. Durch die Niederlage rutschten die Hessen auch noch auf Rang fünf ab.

GLÜCKSGRIFF: In der 50. Minute wechselte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann Andrej Kramaric ein - 43 Minuten später hatte der Joker die Partie gegen Schlusslicht SV Darmstadt mit zwei Treffern entschieden. „Ich glaube, wir können in dieser Saison etwas erreichen - ich sage aber nicht was“, sagte der Matchwinner. Das elfte ungeschlagene Heimspiel war zudem ein Rekord für die Kraichgauer.

RÜCKKEHR: Erstmals seit dem siebten Spieltag stand Aaron Hunt beim Hamburger SV wieder von Beginn an auf dem Platz. Beim 2:2 gegen Freiburg brachte der Offensivspieler sein Team in Führung, vergab kurz vor Schluss mit einem verschossenen Foulelfmeter aber auch die Chance auf den Sieg. Er schnappte sich den Ball, obwohl Teamkollege Michael Gregoritsch auch schießen wollte. „Der war schlecht heute, das tut mir leid. Das geht auf meine Kappe, ganz klar“, sagte Hunt.

dpa

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