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Letzte Ausfahrt CL: Gladbach im Top-Duell mit Hertha

Mönchengladbach Letzte Ausfahrt CL: Gladbach im Top-Duell mit Hertha

Der Kampf um die internationalen Plätze geht in die entscheidende Phase. Am Sonntag steht das Top-Spiel zwischen Gladbach und Hertha an. Für die Gastgeber wohl die letzte Chance, noch einen Champions-League-Platz zu ergattern.

Mönchengladbach. Die Hoffnung auf die Rückkehr in die Champions League könnte sich für Borussia Mönchengladbach bereits am Sonntag erledigt haben.

Im Top-Duell mit dem Tabellendritten Hertha BSC benötigen die Gladbacher dringend einen Sieg, um im Schlussspurt der Fußball-Bundesliga den dritten Tabellenplatz nicht aus den Augen zu verlieren. Allerdings sprechen sowohl der Trend als auch die Statistik nicht unbedingt für die Elf vom Niederrhein. Am Ende könnte es sogar mit einem Startplatz in der Europa League eng werden.

Die beiden Hauptprobleme: anhaltende Auswärtsschwäche und zu viele Gegentore. Seit dem 4:1-Erfolg am 31. Oktober bei der Hertha hat Borussia kein Auswärtsspiel mehr gewonnen. Nach der Berlin-Partie am Sonntag stehen in den restlichen sechs Spieltagen vier Partien auswärts auf dem Programm. Nach der Tendenz der letzten Wochen kämen die Gladbacher bei drei Heimsiegen und vier Pleiten in der Fremde auf 51 Punkte. Das hat in den vergangenen zehn Jahren nicht annähernd für einen Champions-Legaue-Platz gereicht, in den meisten Fällen auch nicht für die Europa League.

Mit 44 Gegentreffern hat die Mannschaft von Trainer André Schubert die viertschlechteste Defensive der Liga. Nur fünf Mal blieb das Team ohne Gegentor, in der vergangenen Saison stand die Null am Ende 15 Mal. Dennoch rückt der Trainer nicht von seiner Strategie ab. „Wir wollen uns unsere offensiven Qualitäten nicht nehmen lassen“, betonte der Coach immer wieder. Bei einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“ im Borussia-Park erklärte der Coach am Mittwoch: „Wenn du hinten drin stehst, fängst du dir irgendwann das erste, zweite Gegentor.“

Auffällig ist auch, dass der Vorjahresdritte vor allem Probleme mit der unmittelbaren Konkurrenz hat. Zwar gab es den Sieg gegen den FC Bayern München, doch darauf folgten Pleiten in Leverkusen, in Mainz, in Wolfsburg und beim FC Schalke 04 sowie die Heimniederlage gegen Borussia Dortmund. Und auch die Rückrunden-Bilanz ist nicht ermutigend: Nach zehn Spielen hat die Mannschaft erst 13 Punkte geholt, in der Hinrunde waren es trotz des katastrophalen Saisonstarts mit fünf Auftaktniederlagen nach zehn Spielen 15 Zähler.

Somit wächst auch die Kritik an Bundesliga-Neuling Schubert, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 hat und diesen nach Meinung von Max Eberl auch erfüllen wird. „André hat nicht den Bonus, den viele andere Bundesligatrainer haben. Bei so einem großen Verein wie Gladbach anzufangen, ist nicht so leicht. Da macht man den ein oder anderen Fehler. Man sollte André die Zeit und die Ruhe geben, das hier weiter fortzusetzen. Wir haben einen Trainer, der einen guten Job macht“, sagte Borussias Sportdirektor der „Sport Bild“.

Mit einem Sieg gegen die Berliner und der Hoffnung, in Hannover, Darmstadt, Ingolstadt oder gar bei den Bayern ein Auswärtsspiel zu gewinnen, ist ein europäischer Startplatz durchaus möglich. „Letztlich ist der Saison-Endspurt Kopfsache. Es bleibt bis zum Ende eng und spannend“, meinte Schubert. Sollte sein Team keine Europapokal-Teilnahme schaffen, könnte es auch für den Coach eng werden. Auf die Frage, ob der Trainer auf jeden Fall im Amt bleibe, antwortete Eberl: „Was ich heute beurteilen kann: Ja!“

dpa

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