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Löw peilt Schöns Turnierrekord an

Oslo Löw peilt Schöns Turnierrekord an

Titelverteidiger Deutschland beginnt die Qualifikationsrunde für das WM-Turnier 2018 in Russland. Sowohl die eigenen Ansprüche, als auch der Blick in die Geschichtsbücher lassen keine Zweifel aufkommen: Vor der Partie in Norwegen spricht alles für einen Auftaktsieg.

Oslo. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt heute die WM-Qualifikation für Russland 2018 (20.45 Uhr) mit der Auswärtspartie in Oslo gegen Norwegen.

Bundestrainer Joachim Löw hat das Ziel klar formuliert: Im Ullevaal-Stadion soll mit einem Sieg der Grundstein für einen souveränen Weg zur Endrunde gelegt werden. Die weiteren Gegner in der Gruppe C sind Tschechien, Nordirland, San Marino und Aserbaidschan. Die sechs wichtigsten Themen zum Spiel: 

LÖW: Der Bundestrainer startet in seine elfte Saison. In Russland steht für ihn die dritte WM und das insgesamt sechste große Turnier an, damit würde Löw den Rekord von Helmut Schön einstellen. Zweimal Weltmeister wurde noch kein DFB-Chefcoach. Und danach? Fragen über die Zeit nach 2018 weist der 56-Jährige momentan zurück. „Das ist Zukunftsmusik“, sagt er. Jetzt geht es Löw darum, seine Vision weiterzuführen. Defizite in der Chancenverwertung sind offensichtlich, meint er. „Daraus ergeben sich Kritikpunkte für uns, die wir versuchen zu verbessern.“

KAPITÄN: Für Manuel Neuer ist die Premiere nichts Neues. Zum 14. Mal schon führt der Bayern-Torwart die DFB-Elf auf's Feld. Jetzt aber auch als offizieller Kapitän. Der bisherige Vertreter von Bastian Schweinsteiger macht sich um seinen neuen Job auch nicht zu viel Gedanken. Ganz auf Löw-Linie versteht er das Amt zwar als Ehre, aber nicht als überbordende Verpflichtung. Das Kennzeichen der Weltmeister ist eine flache Hierarchie, die Führungsspieler Neuer unabhängig von der Binde weiter leben will.

HISTORIE: Statistikfans haben an der DFB-Geschichte auf dem Weg zu Weltmeisterschaften ihre helle Freude. Seit dem Turnier 1934 wurden von 84 Qualifikationspartien nur zwei verloren. 1985 gab es in Stuttgart ein 0:1 gegen Portugal. 2001 setzte es in München das 1:5 gegen England. Auswärts ist die Weste blütenrein. Auch zum Auftakt einer Ausscheidungsrunde gab es noch nie eine Niederlage. Vor 63 Jahren startete man ebenfalls in Oslo. Fritz Walter traf zum 1:1 - ein Jahr später folgte der erste WM-Triumph mit dem Wunder von Bern.

PERSONAL: Die gute Nachricht für Löw: Alle 19 im Kader verbliebenen Spieler sind in Oslo einsatzbereit. Auch Julian Draxler kann nach seiner Grippe wieder spielen. Der Bundestrainer hat schon gesagt, dass er auf sein Stammpersonal setzt. Neun Weltmeister könnten in der Startelf stehen. Neben Neuer kehren auch Sami Khedira, Mats Hummels, Toni Kroos und Thomas Müller ins Team zurück. Die jungen Rio-Fahrer Max Meyer und Julian Brandt sind diesmal nur Backup. In der Quali sollen sie aber weiter ans Topniveau herangeführt werden.

NORWEGEN: Bastian Schweinsteiger kennt eher norwegische Skifahrer. Löw schätzt Wälder und Seen zwischen Oslo und Trondheim. Im Fußball haben sich die Skandinavier zuletzt nicht hervorgetan. Die letzte Turnierteilnahme liegt 16 Jahre zurück und am Mittwoch gab es gar ein 0:1 gegen Weißrussland. Dennoch warnt Löw vor dem Gegner: Wie an einer Schur gezogen, agiere die Abwehr. Das Konterspiel sei definitiv besser, als das der gerade 2:0 besiegten Finnen. „Rambazamba“ werde der Gegner in seinem Spiel des Jahres veranstalten.

MODUS: Die Regeln für die Qualifikation sind wieder einfach - aber auch hart. Nur die Sieger der neun Sechsergruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde vom 14. Juni bis 15. Juli. Der schlechteste Gruppenzweite ist ebenso raus, wie alle schlechter platzierten Teams. Die anderen acht Zweiten ermitteln in Playoffs im November 2017 die letzten vier der insgesamt 14 europäischen Starter. Gastgeber Russland ist direkt dabei. Deutschland muss erstmals als Weltmeister in die Qualifikation. Die Regel wurde vor der WM 2006 geändert.

dpa

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