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Ohne Kroos, CR7, Bale: Real mit B-Elf im UEFA-Supercup

Madrid Ohne Kroos, CR7, Bale: Real mit B-Elf im UEFA-Supercup

Champions-League-Sieger Real Madrid und Europa-League-Gewinner FC Sevilla spielen um den UEFA-Supercup mit „neuen“ Teams - allerdings jeweils aus ganz verschiedenen Gründen. Ein Sieger steht unterdessen schon jetzt fest.

Madrid. Mit einer halben B-Elf will Real Madrid die 109. Trophäe der Club-Geschichte holen. Im spanischen Duell um den UEFA-Supercup gegen den FC Sevilla muss Trainer Zinedine Zidane am Dienstagabend (20.45 Uhr) in Trondheim auf fünf Stars verzichten.

Cristiano Ronaldo, Toni Kroos, Gareth Bale und Pepe sind gerade erst aus dem Urlaub zurück. „CR7“ laboriert zudem an einer Verletzung, ebenso wie Stammtorwart Keylor Navas.

Dafür hat Zidane seinen Sohn Luca für den Kader nominiert. Der Torhüter könnte erstmals in einem Pflichtspiel für die Profis zum Einsatz kommen. Offensivspieler Jesé wird dagegen nicht mehr für Real spielen. Der 23-Jährige unterschrieb am Montag einen Fünfjahresvertrag bei Paris Saint-Germain.

„Wir sind dieses Jahr bei vielen Wettbewerben dabei und wollen alle gewinnen“, sagte Navas-Ersatz Kiko Casilla vor dem Abflug am Montag nach Norwegen. Man habe in den USA eine gute Saisonvorbereitung absolviert, das Team sei in Form. Und für die Moral sei es sehr wichtig, mit einem Titelgewinn in die neue Spielzeit zu starten, meinte der 29 Jahre alte spanische Nationaltorhüter.

Die Liste der Star-Ausfälle kann derweil bei den Königlichen noch länger werden. Karim Benzema hat etwa wieder einmal unangenehme Hüftschmerzen, wie sie bei ihm schon in der vergangenen Saison aufgetreten waren. Ob der französische Stürmer im Lerkendal-Stadion zum Einsatz kommt, will man erst kurz vor Anpfiff entscheiden.

Da Real in diesem Sommer auf dem Transfermarkt ungewöhnlich zurückhaltend war und bisher nur einen einzigen wichtigen Neuzugang präsentiert hat (Ex-Juventus-Goalgetter Álvaro Morata, der zurück nach Madrid geholt wurde), könnten junge Talente die Chance bekommen, Coach Zinedine Zidane ins Grübeln zu bringen. Allen voran der 20 Jahre alte offensive Mittelfeldmann Marco Asensio Willemsen.

Auf der USA-Reise, bei der die Madrilenen unter anderem Bayern München (1:0) bezwangen, empfahl sich der Sohn einer Niederländerin und eines Spaniers. Schon vergangene Saison hatte er als Leihspieler bei Espanyol Barcelona mit eindrucksvollen Leistungen geglänzt. Die in den letzten Monaten bei Fans und Medien in Ungnade gefallenen Isco und James Rodríguez starten unterdessen in Trondheim eine „Aktion Wiedergutmachung“. Ob sie in Madrid bleiben, ist noch ungewiss.

Gegner Sevilla hatte in der vergangenen Spielzeit zum dritten Mal in Serie die Europa League gewonnen. Von der Siegertruppe ist aber nicht viel übrig geblieben. Viele Leistungsträger sagten Adiós. Final-Held Coke, der beim 3:1-Erfolg gegen Jürgen Klopps FC Liverpool zweimal traf, spielt jetzt für den FC Schalke 04. Grzegorz Krychowiak wechselte mit Coach Unai Emery zu Paris Saint-Germain, Goalgetter Kevin Gameiro zu Atlético Madrid und Spielmacher Ever Banega ging zu Inter Mailand.

Der neue Star der Andalusier sitzt jetzt auf der Bank: Coach Jorge Sampaoli machte aus Chile ein Topteam, das bei der Copa América zweimal das Team seines argentinischen Landsmanns Lionel Messi im Finale bezwang. Um die in Sevilla entstandenen Lücken zu schließen, holte Sampaoli vorwiegend Südamerikaner - wie etwa die argentinischen Internationalen Luciano Vietto, Gabriel Mercado und Matías Kranevitter oder den Brasilianer Ganso.

Trotz der Umstellungen ist Torhüter Sergio Rico überzeugt, dass man nach den Pleiten gegen Real (2014) und den FC Barcelona (2015) den Supercup holen kann. „Wir haben große Hoffnungen“, sagt der 22-Jährige. Unabhängig vom Ausgang des Spiels steht ein Sieger schon jetzt fest: Die Primera División. Bereits zum siebten Mal seit 2009 wird Spanien den Supercup-Sieger stellen. In die Phalanx konnte seitdem nur ein Team einbrechen: Der FC Bayern im Jahr 2013.

dpa

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