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„Tite“ soll Brasilien als Nationalcoach aus Krise führen

Rio de Janeiro „Tite“ soll Brasilien als Nationalcoach aus Krise führen

Der Schock über die 1:7-Niederlage gegen Deutschland bei der WM im eigenen Land sitzt in Brasilien immer noch tief. Seither scheint nichts zu gelingen, bei der Copa América schied die Seleção schon in der Vorrunde aus. Nun soll es Brasiliens Meister-Trainer richten.

Rio de Janeiro. Nach der Blamage bei der Copa América und der Entlassung von Carlos Dunga soll Brasiliens Meistertrainer die stolze Fußball-Nation wieder zu Erfolgen führen.

Medienberichten zufolge wird Adenor Leonardo Bacchi, Coach des aktuellen Champions Corinthians São Paulo und bekannt als „Tite“, künftig die Geschicke der kriselnden Seleção leiten. Eine Bestätigung des Verbandes (CBF) gab es zunächst noch nicht. Dass der 55-Jährige den Job übernimmt, hatte aber Corinthians-Präsident Roberto Andrade am Mittwochabend (Ortszeit) ausgeplaudert: „Er hat die Einladung des CBF angenommen.“

Vom CBF hieß es in einer Mitteilung dagegen nur, dass ein Übereinkommen erst am (heutigen) Donnerstag auf den Weg gebracht werden solle. Es habe bislang nur ein Gespräch mit „Tite“ gegeben. Dabei sei es lediglich um die beiderseitigen Erwartungen, nicht aber um Vertragliches gegangen. Corinthians-Boss Andrade hatte sich heftig darüber beschwert, dass der Verband hinter seinem Rücken mit „Tite“ verhandelt habe, berichtete das Portal „Globo“.

„Tite“ hatte mit Corinthians 2012 seine bislang größten Erfolge gefeiert: Er gewann damals die Copa Libertadores und die Club-WM. Er genießt den Rückhalt der Presse und vieler enttäuschter Fans

Die Seleção wird „Tite“ den Berichten zufolge aber erst nach den Olympischen Spielen übernehmen. Der Verband berief für das olympische Turnier den bisherigen Coach der U20-Auswahl, Rogério Micale, als Cheftrainer. Bei den Spielen in Rio im August will Rekordweltmeister Brasilien erstmals olympisches Gold im Fußball gewinnen. Superstar Neymar vom FC Barcelona verzichtete dafür sogar auf die Copa América Centenario, die derzeit in den USA ausgetragen wird.

Der fünfmalige Weltmeister scheiterte dort bereits in der Gruppenphase, Dunga wurde daraufhin entlassen. Der einstige Profi des VfB Stuttgart hatte die Nationalelf als Nachfolger von Luiz Felipe Scolari erst Mitte 2014 nach der WM im eigenen Land zum zweiten Mal übernommen. Die damalige 1:7-Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland hat die große Fußballnation traumatisiert.

Auch in der WM-Qualifikation für Russland 2018 steht Brasilien nicht gerade gut da: Nach einem Drittel der Spiele belegt sie Rang sechs - nur die ersten Vier qualifizieren sich direkt.

dpa

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