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UEFA-Chef: Kein anderer EM-Bewerber als Deutschland

EM 2024 UEFA-Chef: Kein anderer EM-Bewerber als Deutschland

Der Deutsche Fußball-Bund ist derzeit großer Favorit für die Ausrichtung der EM 2024. Drei Wochen vor Ende der Meldefrist gibt es noch keinen Herausforderer. Der UEFA-Präsident hofft aber weiter auf einen Gegenkandidaten.

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Aleksander Ceferin ist der Präsident der UEFA.

Quelle: Martial Trezzini

Nyon. Drei Wochen vor Ende der Meldefrist ist immer noch kein ernstzunehmender Herausforderer für die deutsche Bewerbung um die Fußball-EM 2024 in Sicht.

Er wisse nicht, ob es einen weiteren Kandidaten gebe, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach einer Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union in Nyon. „Ich hoffe, dass noch jemand anderes dazu kommt.“ Mehrere Kandidaten seien immer gut für den Bewerbungsprozess. Er wolle die deutsche Kandidatur nicht kommentieren, weil sie ihm nicht vorliege. „Aber ich weiß, dass die deutsche Infrastruktur gut ist.“

Bis zum 3. März müssen die Nationalverbände ihr Interesse an einer EM-Ausrichtung bei der UEFA erklären, eine Woche später verkündet der Kontinentalverband die potenziellen Bewerber. Die Vergabe erfolgt im September 2018. Vor drei Wochen hatte der favorisierte Deutsche Fußball-Bund seine lange angekündigte Bewerbung um die EM 2024 auch offiziell beschlossen, Verbandschef Reinhard Grindel sprach von einem „Leuchtturmprojekt“.

Für den angestrebten Posten im UEFA-Exekutivkomitee muss er sich überraschend viel Konkurrenz stellen. Neben Grindel bewerben sich zwölf weitere Kandidaten für die freiwerdenden acht Plätze. Die Wahlen finden beim UEFA-Kongress am 5. April in Helsinki statt.

Der weitere potenzielle Kandidatenkreis für die EM 2024 ist hingegen bislang überschaubar. Im März vergangenen Jahres hatten Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland angekündigt, sich womöglich gemeinsam um die Gastgeberrolle der EM 2024 oder 2028 bewerben zu wollen. Wegen unzureichender Stadionkapazität wäre diese Kandidatur allerdings zum derzeitigen Zeitpunkt relativ aussichtslos. Zudem erlaubt die UEFA für die Euro in sieben Jahren zwar eine gemeinsame Bewerbung mehrerer Länder - jedoch sind maximal zwei Ausrichter automatisch qualifiziert. Somit müssten sich zwei skandinavische Länder im Wissen bewerben, womöglich im eigenen Land gar nicht dabei zu sein.

In Insiderkreisen wird auch mit einer Kandidatur der Türkei gerechnet, die mit der Bewerbung um die EM 2016 Frankreich unterlegen war. Allerdings wäre ein Zuschlag aufgrund der aktuellen politischen Lage schwer vorstellbar. Aus dem zuletzt bei zwei Anläufen chancenlosen Italien war bislang nichts über einen möglichen dritten Versuch in Serie zu hören. Erst im September zog die Stadt Rom ihre Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele 2024 zurück.

So kann sich Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich nur selbst schlagen, sollte es neue Entwicklungen um die WM-Affäre 2006 geben. Auf internationalem Parkett sind hier wenig kritische Nachfragen zu erwarten. In Gesprächen mit mehreren Mitgliedern des UEFA-Exko, das über den EM-Ausrichter entscheidet, wird der Aufarbeitungsprozess des Sommermärchen-Skandals als ausreichend beschrieben.

Neben dem Votum für eine Amtszeitbeschränkung der Exekutivmitglieder und des Präsidenten auf drei Wahlperioden à vier Jahre, das der Kongress noch bestätigen muss, stand auch die neue XXL-WM auf der Agenda der UEFA-Regierung. Im Verteilungskampf will Fußball-Europa drei weitere Startplätze und stellt weitere Forderungen. „Jedes europäische Team muss in einer unterschiedlichen Gruppe sein“, sagte Ceferin. „Wir sind zuversichtlich, dass die Qualität für uns spricht und dass alle 16 die nächste Runde erreichen.“

Von der WM 2026 an wird die Teilnehmerzahl nach einem Beschluss des FIFA-Rats von 32 auf 48 angehoben. In der Vorrunde wird es 16 Gruppen mit je drei Teams geben. Bislang kommen 13 Teilnehmer aus Europa.

dpa

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