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UEFA prüft beschleunigte Wahl eines Platini-Nachfolgers

Nyon UEFA prüft beschleunigte Wahl eines Platini-Nachfolgers

Die UEFA-Spitze hält offiziell weiter zu ihrem gesperrten Präsidenten Michel Platini, prüft aber schon das Verfahren für die Wahl des Nachfolgers. Eine andere Personalie hat der Verband schnell geklärt.

Nyon. Die UEFA will im Fall einer Niederlage des gesperrten Verbandschefs Michel Platini vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS die Wahl eines Nachfolgers beschleunigen.

Die Europäische Fußball-Union könnte dann von der vorgeschriebenen Drei-Monats-Frist für den Wahlprozess abweichen, sagte UEFA-Justiziar Alasdair Bell nach einer Sondersitzung des Exekutivkomitees in Nyon. „Sobald es eine Entscheidung gibt, könnten wir sofort die Exekutive einberufen und den Prozess für die Wahl beschleunigen“, sagte der neue UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis.

Die UEFA hielt allerdings an ihrer Entscheidung fest, nicht vor dem CAS-Urteil im Fall Platini einen neuen Chef zu suchen. Der Franzose war vom Weltverband wegen einer dubiosen Millionen-Zahlung von Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter für sechs Jahre gesperrt worden. Beim UEFA-Kongress am 3. Mai in Budapest soll es nach bisherigem Stand keine Wahlen geben. Derzeit führt Vize-Präsident Angel Maria Villar Llona formal die UEFA-Geschäfte.

Eine andere Spitzenpersonalie löste die UEFA indes schnell. Der Grieche Theodoridis tritt als Generalsekretär die Nachfolge von Gianni Infantino als Generalsekretär an. Infantino war in der Vorwoche zum FIFA-Präsidenten gewählt worden und musste das Amt daher abgeben. Theodoridis war bislang Infantinos Stellvertreter, gilt als Vertrauter des Schweizers und hatte ihm auch im FIFA-Wahlkampf zur Seite gestanden.

Beim nächsten UEFA-Kongress in Budapest soll auf Beschluss der Exekutive über die Aufnahme des Kosovo als 55. UEFA-Mitglied entschieden werden. Sollten UEFA und auch die FIFA zustimmen, könnte der Kosovo sogar von September an Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland bestreiten.

Schon sicher ist, dass die UEFA die Einführung der Torlinientechnik in ihren Europacup-Wettbewerben vorzieht. Das technische Hilfsmittel wird bereits beim Champions-League-Endspiel am 28. Mai in Mailand und beim Finale der Europa League am 18. Mai in Basel zum Einsatz kommen. Ursprünglich sollte die Torlinientechnik erst von der kommenden Saison an in der Champions League den Schiedsrichtern als Entscheidungshilfe dienen.

dpa

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