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US-Verband ernennt Bruce Arena zu Klinsmann-Nachfolger

Rückkehrer US-Verband ernennt Bruce Arena zu Klinsmann-Nachfolger

Jürgen Klinsmann muss gehen. Sein Nachfolger wird ein alter Bekannter. Aber nach zuletzt enttäuschenden Auftritten in der Qualifikation drohen die USA die WM 2018 zu verpassen - dafür gibt der US-Verband dem Deutschen die Verantwortung.

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Bruce Arena war bereits bis 2006 Trainer des US-Teams.

Quelle: Maurizio Gambarini

Chicago. Bruce Arena wird Nachfolger von Jürgen Klinsmann als Trainer der Fußball-Nationalmannschaft der USA. Das gab der US-Verband in Chicago bekannt. Der 65-Jährige soll sein Amt am 1. Dezember antreten.

Arena hatte die US-Auswahl bereits von 1998 bis 2006 betreut und ist derzeit noch Trainer bei LA Galaxy. „Wenn wir zur jetzigen Zeit die möglichen Kandidaten für das Amt des Männer-Auswahltrainers begutachtet haben, dann stand Bruce an der Spitze der Liste“, sagte Verbands-Chef Sunil Gulati.

U.S. Soccer hatte sich am Vorabend nach mehr als fünf Jahren von Klinsmann, dem Ehrenspielführer des Deutschen Fußball-Bundes, getrennt. Der 52-Jährige hatte die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft seit Juli 2011 trainiert und war mit dem Team bei der WM 2014 ins Achtelfinale gekommen. 2013 hatte die US-Auswahl den CONCACAF Gold Cup gewonnen. Zuletzt allerdings hatten die USA in der WM-Qualifikation zwei Niederlagen hinnehmen müssen und drohen die Weltmeisterschaft 2018 in Russland zu verpassen.

Von Klinsmann selber gab es zunächst keine Reaktion. Noch am Montag hatte die „New York Times“ ein Interview veröffentlicht, in dem der Weltmeister von 1990 mit den Worten zitiert wurde: „Ich habe keine Angst. Fußball ist emotional und manche Menschen urteilen, ohne irgendetwas über den Sport oder das Innere eines Teams zu wissen.“ Die Zeitung warf Klinsmann in einem Beitrag vor, für Kritik unempfänglich zu sein und die Verantwortung für schlechte Ergebnisse immer bei anderen gesucht zu haben.

Beim 0:4 in Costa Rica hatten die US-Boys die höchste Qualifikations-Niederlage seit 1957 kassiert, wenige Tage zuvor hatte Klinsmanns Team auch gegen Erzrivale Mexiko (1:2) verloren. Die USA sind in ihrer Qualifikationsgruppe nach den beiden Niederlagen mit null Punkten Tabellenletzter. Nur die ersten drei Mannschaften qualifizieren sich direkt, der Vierte hat noch die Chance über die Playoffs. Derzeit haben Costa Rica (6 Punkte), Mexiko (4) und Panama (4) die besten Aussichten. Auch Honduras (3) und Trinidad & Tobago (0) liegen in der Tabelle noch vor den US-Amerikanern.

Klinsmann hatte sich zuletzt zudem auffällig viele taktische Fehler ankreiden lassen müssen. Nach seinem Fauxpas gegen Mexiko, als er im ungewohnten 3-5-2-System begann und nach einer halben Stunde alles über den Haufen warf, stellte er gegen Costa Rica wieder auf 4-4-2 um - was ebenfalls nicht funktionierte. „Wir trainieren ein Team, das in einer Übergangsphase ist“, sagte Klinsmann vor seiner Beurlaubung. „Wir werden immer wieder junge Spieler einbringen müssen.“

Verbandschef Gulati würdigte in der Mitteilung auch die Verdienste des früheren Bundesliga-Torjägers. „Er hat jeden in unserem Verband dazu aufgefordert, neue Wege zu gehen. Dank ihm sind wir als Organisation gewachsen“, sagte Gulati. Klinsmann war im Juli 2011 als Nachfolger von Bob Bradley als US-Coach berufen worden.

Zuvor hatte Klinsmann das deutsche Nationalteam während der WM 2006 im eigenen Land trainiert und in der Saison 2008/2009 den FC Bayern München. Die Bayern hatten sich kurz vor Ablauf der Spielzeit im April 2009 von Klinsmann getrennt - ebenfalls wegen ausbleibender Erfolge.

dpa

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