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VfL Wolfsburg vermiest Nagelsmann-Jubiläum

Hoffenheim verliert 1:2 VfL Wolfsburg vermiest Nagelsmann-Jubiläum

Der VfL Wolfsburg hat Julian Nagelsmann das Jubiläumsspiel vermiest. Der niedersächsische Bundesligist schlug die TSG 1899 Hoffenheim ein Jahr nach dem Erstliga-Debüt des jungen Trainers.

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Wolfsburgs Maximilian Arnold (r) bejubelt sein Tor zum 1:1 gegen 1899 Hoffenheim mit Luiz Gustavo (l) und Daniel Didavi.

Quelle: Peter Steffen

Wolfsburg. Valérien Ismaël sah nicht wie ein Sieger aus - dabei hatte er seinem Kollegen Julian Nagelsmann gerade das einjährige Jubiläum verdorben und mit seinem VfL einen wichtigen Sieg nach Rückstand gefeiert.

Der Fußballlehrer der Wolfsburger eilte nach dem Abpfiff des 2:1 (0:1)-Sieges gegen die TSG Hoffenheim in die Kabine. Dabei war Ismaël ein Matchwinner: Mit einer Auswechselung und einer „Kopfwäsche“ in der Halbzeit hatte der Coach für die Wende gesorgt, die Nagelsmann den besonderen Tag verdarb.

„Wir haben es versäumt, die Partie zu entscheiden“, klagte Nagelsmann, der vor genau einem Jahr die Hoffenheimer übernommen hatte. „Wir haben zu sorglos verteidigt“, kritisierte der 29-Jährige, dessen Team nach 45 Minuten wie der sichere Sieger aussah. Er gab zu: „Ich bin ein bisschen stinkig.“

Nach seinem missglückten Jubiläumsspiel hatte Nagelsmann seine Spieler zunächst abgeklatscht und versucht, seinen Ärger zu verstecken. Doch der Unmut war ihm später bei den Interviews anzusehen. „Es wurde hektisch, da haben wir noch Probleme“, klagte der Coach, nachdem der VfL Wolfsburg Hoffenheim den Sprung auf Platz drei vermiest hatte.

Gewinner-Coach Ismaël ist noch kürzer in der Bundesliga aktiv als Nagelsmann. „Er hat jedem den Kopf gewaschen“, berichtete Maximilian Arnold von der Pausenansprache der Wolfsburger. Der VfL-Mittelfeldspieler erzielte in der 50. Minute den Ausgleich nach der TSG-Führung durch Steven Zuber (26.). Den Siegtreffer schoss Daniel Didavi (73.), den der Coach eingewechselt hatte. Das war der zweite Unterschied in der zweiten Hälfte.

„Die erste Hälfte war nicht gut“, kommentierte Didavi, der zunächst auf der Bank gesessen und eine schwache Vorstellung des VfL gesehen hatte. „Es war ein ganz anderes Spiel“, kommentierte der oft verletzte Didavi beim Pay-TV-Sender Sky das Geschehen nach dem Wechsel.

„Das war überragend. Das war, was die Fans endlich mal wollten. Wir haben es endlich mal geschafft, das ganze Stadion mitzunehmen“, sagte Didavi zur Stimmung in der Arena nach dem Sieg. „Der Trainer hat gesagt, wenn wir uns ergeben, kann nichts kommen“, beschrieb er den Grund für die Wende.

„Ich war nicht zufrieden und ich war sehr laut“, berichtete der VfL-Coach später von seiner Kabineansprache. „Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir haben mutig nach vorne gespielt und haben früh gestört. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist es verdient.“  Zu seiner Flucht in die Kabine sagte der Coach der Wolfsburger: „Ich musste erst mal runterkommen.“ Er habe ein „geteiltes Gefühl“.

Tatsächlich waren es zwei krass unterschiedliche Hälften. Der 29 Jahre alte 1899-Coach Nagelsmann sah eine starke erste Halbzeit und eine schwache zweite seiner Mannschaft. „Unser Trainer ist sauer - und das zurecht“, berichtete Kerem Demirbay bei Sky. Nagelsmann hatte seine Mannschaft nach Abpfiff schnell in die Kabine beordert und nochmal eindringlich auf sie eingeredet. „Ich war nicht laut“, berichtete Nagelsmann - und fügte nach einer kurzen Pause an: „Vielleicht hätte sich sie auch anschreien sollen.“

dpa

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