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Watzke: Mchitarjan verlängert nicht, muss aber bleiben

Dortmund Watzke: Mchitarjan verlängert nicht, muss aber bleiben

Nach Hummels und Gündogan will Dortmund nicht auch den dritten Star verlieren. Mchitarjan muss seinen Vertrag bis 2017 erfüllen, verlängert aber nicht. Sein Berater spricht von Wortbruch.

Dortmund. Borussia Dortmund hat mit dem Wechselverbot für Edeltechniker Henrich Mchitarjan ein Zeichen gesetzt. Der Armenier, der eine Verlängerung seines Kontraktes über 2017 hinaus ablehnte, muss in der kommenden Spielzeit somit das BVB-Trikot tragen.

Damit verzichtet der Fußball-Bundesligist wie 2013 bei Robert Lewandowski auf eine hohe Ablösesumme, stoppt aber den drohenden Ausverkauf der Stars.

„Wir haben die Frage nach einer vorzeitigen Trennung trotzdem intensiv in allen Gremien diskutiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass Mchitarjan auch in der nächsten Saison in Dortmund bleibt“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der „Bild“-Zeitung.

Laut Berater Mino Raiola will Mchitarjan sofort zu Manchester United wechseln und habe die mündliche Zusage für eine Freigabe in diesem Jahr. Nun wirft er den Dortmundern Wortbruch vor. „Micki hat seit Monaten das Versprechen der BVB-Verantwortlichen, dass er den Verein in diesem Sommer verlassen darf. Dortmund hat ein offizielles Angebot vorliegen. Aber jetzt haben die BVB-Bosse Angst vor den eigenen Fans. Plötzlich sagen sie zu Micki, dass er nächste Saison ablösefrei gehen soll. Das ist ganz schlechtes Management“, schimpfte Raiola laut „Bild“. Watzke widersprach: „Es gab niemals eine Zusage, dass Mchitarjan uns vorzeitig verlassen darf.“

Der englische Rekordmeister und Club von Bastian Schweinsteiger soll für den unter Trainer Thomas Tuchel aufgeblühten Mchitarjan 24 Millionen Euro Ablöse bieten. Doch nach Mats Hummels (Bayern München) und Ilkay Gündogan (Manchester City) will der Bundesliga-Zweite nicht auch den dritten Leistungsträger ziehen lassen. Watzke hatte bereits vor Monaten ausgeschlossen, alle drei Spieler abzugeben.

Ähnlich unnachgiebig hatte sich der BVB vor drei Jahren bei Lewandowski gezeigt. Nachdem der FC Bayern dem Konkurrenten bereits Mario Götze dank einer Ausstiegsklausel weggeschnappt hatte, verweigerte Dortmund dem polnischen Stürmer die Freigabe und verzichtete auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein Jahr später wechselte Lewandowski ablösefrei nach München.

Seit Götze sind beim BVB besondere Klauseln tabu, was auch im Fall Mchitarjan offenbar eine Rolle spielte. Denn Raiola soll eine Vertragsverlängerung Mchitarjans von entsprechenden Zusatzvereinbarungen abhängig gemacht haben.

Hinzu kommt, dass angesichts explodierender Ablösesummen ein gleichwertiger Ersatz für Mchitarjan zu einem vergleichbaren Preis wohl nicht zu bekommen wäre. Nachdem der BVB bereits rund 60 Millionen Euro für Hummels und Gündogan kassierte, ist er auf weitere Einnahmen nicht angewiesen. Auch wenn ein Großteil für neue Spieler schon reinvestiert wurde.

Und der nächste Neuzugang steht vor der Tür: Laut der französischen Sportzeitung „L'Equipe“ soll der portugiesische Linksverteidiger Raphaël Guerreiro (FC Lorient) einen Vierjahresvertrag erhalten. Als Ablösesumme sind rund zwölf Millionen Euro plus Bonuszahlungen im Gespräch.

dpa

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