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Wieder kein Erstliga-Sieg für VfL-Coach Ismaël

Bayer dreht Spiel Wieder kein Erstliga-Sieg für VfL-Coach Ismaël

Lange sah es in Wolfsburg nach einem Sieg für das VfL-Team von Interimscoach Valérien Ismaël aus, dann gelang Bayer Leverkusen noch die Wende. Nach dem Pokal-Aus in Lotte verbessert das die Lage des letztmals gesperrten Trainers Roger Schmidt.

Wolfsburg. Lange sah es in Wolfsburg nach einem Sieg für das VfL-Team von Interimscoach Valérien Ismaël aus, dann gelang Bayer Leverkusen zum Ärger der Wolfsburger Fans noch die Wende. Nach dem Pokal-Aus in Lotte verbessert das die Lage des gesperrten Trainers Roger Schmidt.

Die Fans der „Wölfe“ waren sauer. Nach der 1:2-Niederlage des niedersächsischen Fußball-Bundesligisten gegen Leverkusen blockierten etliche aufgebrachte Anhänger die Ausfahrt der Spieler und stellten die Profis zur Rede. Erst nach einer Ansprache von Kapitän Diego Benaglio und einer mehr als zehnminütigen Diskussion konnten die Spieler das Stadion verlassen.

Die Fans waren so enttäuscht wie Ismaël. Der Wolfsburger Interimscoach verpasste auch im zweiten Anlauf den ersten Sieg als Bundesliga-Trainer und sah das späte 1:2. Während sich dadurch für den gesperrten Bayer-Trainer Roger Schmidt die Situation etwas entspannte, darf sich Ismaël kaum mehr Hoffnungen auf einen festen Job bei den Profis machen, auch wenn VfL-Manager Klaus Allofs sagte: „Das heutige Spiel ist nicht entscheidend.“

Ismaël war „sehr enttäuscht“, zeigte sich aber optimistisch mit Blick auf seine weitere Zukunft. Auf die Frage, ob er auch beim nächsten Spiel Trainer sei, antwortete er: „Ja!“ Ohne Details zu nennen, sagte Ismaël: „Es gibt eine klare Absprache mit Klaus Allofs.“  

Der letztmals gesperrte Schmidt verfolgte den Sieg der Leverkusener aus einer Loge und darf seiner beruflichen Zukunft durch den späten Sieg beruhigter entgegensehen. „Es gibt keine Trainerdiskussion“, sagte Geschäftsführer Michael Schade: „Wir halten an ihm fest, weil wir von ihm überzeugt sind.“ Schmidts Mannschaft zeigte in Wolfsburg eine einsatzstarke Vorstellung mit Happy End. Sie feierte nach vier Pflichtspielen ohne Sieg mit einer Energieleistung und etwas Glück wieder einen Erfolg vor der wichtigen Champions-League-Partie bei Tottenham Hotspur.

Ismaël erlebte hingegen beim ersten Heimspiel als Trainer der Wolfsburger Bundesliga-Mannschaft eine spielerisch limitierte Leistung seiner Schützlinge, die am Ende einbrachen. Seinem erneut enttäuschenden Team gelang in der achten Ligapartie in Serie kein Sieg, es kassierte nach der Führung durch Maximilian Arnold vor 26 398 Zuschauern noch Gegentore von Admir Mehmedi (79.) und Tin Jedvaj (83.).

Ärgerlich war das für Ismaël, der schon nach sieben Minuten das erste Mal eingreifen musste. Beim ohnehin von Ausfällen geplagten VfL verletzte sich Innenverteidiger Robin Knoche, für ihn brachte der Interimstrainer Hendrik Hansen. Der 22-Jährige erhielt den Vorzug vor Philipp Wollscheid und agierte bei seinem Erstliga-Debüt im Zentrum der Abwehr neben Ricardo Rodriguez, der ein gelernter Linksverteidiger ist. Die Wolfsburger ließen sich durch den weiteren Ausfall zunächst nicht schrecken und suchten gegen die pressenden Leverkusener in der ersten Hälfte möglichst oft den Weg nach vorne.

Der VfL erarbeitete sich anfangs einige Torchancen. Nach vergeblichen Versuchen von Daniel Caligiuri (21.) und Mario Gomez (28.) traf Arnold. Der U21-Nationalspieler nutzte nach Unordnung in der Bayer-Abwehr eine präzise Flanke von Caligiuri und drückte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Danach ließ sich der VfL weit fallen und war am Ende viel zu passiv.

Auch Bayer suchte den offensiven Weg. Nach dem peinlichen Pokal-Aus in Lotte lief es lange nicht wirklich rund, aber es gab einige Torchancen. Für die gefährlichste Situation der ersten Halbzeit sorgte Wendell, der nach Doppelpass von Mehmedi und Julian Brandt den Pfosten traf.

In der zweiten Halbzeit fiel der Bayer-Elf gegen die nun defensiveren Wolfsburger lange zu wenig ein. Doch das Team gab nicht auf und kämpfte weiter, während der VfL immer nervöser wurde. Zunächst traf der freie Mehemdi nach Pass von Benjamin Henrichs, dann Jedvaj per Rechtsschuss nach Vorlage von Aleksander Dragovic.

dpa

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