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„Golf? Früher hatte ich schon Vorurteile“

„Golf? Früher hatte ich schon Vorurteile“

Die Ex-Weltklasse-Leichtathletin Grit Breuer kam durch den Beruf aufs Grün / Heute betreut sie Golf-Touristen in Warnemünde und liebt das Spiel

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Grit Breuer- Springstein auf dem Golfplatz in Warnemünde. Dort koordiniert sie die Angebote für Gäste des Neptun-Hotels und geht als Begleiterin mit aufs Grün. Die Ex- Leichtathletin hat Spaß am Golf.

Quelle: Frank Söllner

Wie kommt eine ehemalige Weltklasse-Leichtathletin zum Golfsport?

Golf ist sehr vielseitig und anspruchsvoll für Körper und Geist. Sich nach

10 Kilometern am 18. Loch noch zu konzentrieren ist

eine große Herausforderung.“

Grit Breuer-Springstein (44)

Grit Breuer-Springstein: Bei mir hatte das berufliche Gründe. 2009 bekam ich von meinem Arbeitgeber, dem Hotel Neptun in Warnemünde, das Angebot, Koordinatorin für die Golfsport-Angebote zu werden. Damals war der Golfplatz nahe Warnemünde gerade eröffnet worden. Ich fand das spannend und habe das gern übernommen.

Hatten Sie keine Berührungsängste oder Vorurteile?

Breuer-Springstein: Schon. Ich dachte vorher, Golf sei nichts für mich. Ich hätte das vorher auch schon mal ausprobieren können. Sven Ottke (ehemaliger Profi-Boxer) hatte mich immer mal wieder gefragt, ob ich nicht mal mitgehen will. Im „Club der Besten“ gab es auch immer Golf-Angebote, die ich aber nie genutzt habe.

Wie waren Ihre ersten Tage auf dem Golfplatz?

Breuer-Springstein (lacht): Als Sprinterin bin ich eher grobmotorisch veranlagt. Ich hatte null Erfahrung, habe mich schwergetan und den Ball anfangs nicht so oft getroffen. Aber auch im Golf macht Übung den Meister. Nach ein paar Tagen hatte ich meine Platzreife.

Der Golfsport ist heute Ihr Beruf. Wie sieht Ihr Tag aus?

Breuer-Springstein: Ich koordiniere unsere Angebote, plane Trainings, fahre unsere Gäste auf den Platz und – wenn gewünscht – bin ich auch Partnerin auf dem Grün. Dazu kommt die Organisation von hoteleigenen Turnieren.

Haben Sie auch eine Trainerlizenz?

Breuer-Springstein: Nein, dazu ist mein Handicap mit jenseits der 20 nicht gut genug. Aber auf den Plätzen in Warnemünde und Wittenbeck, auf denen unsere Gäste häufig aktiv sind, stehen Trainer zur Verfügung.

Welche Vorzüge hat der Golfsport aus Ihrer Sicht?

Breuer-Springstein: Er ist sehr vielseitig und anspruchsvoll für Körper und Geist. Wenn ich an einem Tag 18 Löcher spiele, bin ich manchmal zehn Kilometer unterwegs. Sich am Ende noch zu konzentrieren ist eine große Herausforderung. Außerdem kann man – je nach Lust und Laune – allein oder mit anderen auf die Runde gehen. Ich sehe Golf nicht so sehr unter dem Wettkampf-Aspekt, sondern eher als Ausgleich. Es ist ein toller Sport, bei dem man den ganzen Tag an der frischen Luft sein kann.

Mit welchen Kunden haben Sie zu tun?

Breuer-Springstein : Von Kindern bis zu Senioren ist alles dabei. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell Kinder im Golf Fortschritte machen.

Gehen Sie auch in Ihrer Freizeit bei Wind und Wetter auf den Platz?

Breuer-Springstein: Ich bin keine Hardcore-Golferin und mache im Winter oder bei Starkregen lieber andere Sachen. Wenn ich mit der Familie im Urlaub bin, ist das Golfbag nicht dabei, aber wenn ein Platz in der Nähe ist, den ich interessant finde, verbringe ich gern einen schönen Tag mit Golfen.

Gibt es besondere Ziele, die Sie gern bereisen?

Breuer-Springstein: Am liebsten bin ich in Mecklenburg-Vorpommern, denn bei uns ist es wunderschön – ob an der Müritz oder an der Ostsee. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich während meiner Sportlerkarriere schon sehr viel gesehen habe von der Welt. Da waren viele schöne Länder dabei, Südafrika und Australien zum Beispiel.

Sind Sie der Leichtathletik auch treu geblieben?

Breuer-Springstein: Ja. Ich laufe noch sehr gern, habe aber nicht mehr den Ehrgeiz von früher. Zwei- bis dreimal pro Woche bin ich unterwegs. Ich bin nach wie vor keine Ausdauersportlerin, mache mehr Intervalltraining. Ab und zu laufe ich auch mal zehn Kilometer. Aber ganz gemütlich und nicht bei Wettkämpfen.

Schon mit 16 Jahren bei Olympia

Grit Breuer wurde am 16. Februar 1972 in

Röbel an der Müritz geboren. Als Leichtathletin trainierte sie beim SC Neubrandenburg.

Ihre Paradestrecke waren die 400 Meter, auf der sie Europameisterin und Vize-Weltmeisterin wurde. Schon im Alter von 16 Jahren nahm die Mecklenburgerin an Olympischen Sommerspielen teil (1988 Seoul).

Bei den Spielen 1996 in Atlanta gewann sie mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel Bronze.

2005 beendete sie ihre Leistungssport-Karriere, die durch Doping-Anschuldigungen und eine Sperre wegen Medikamentenmissbrauchs zeitweise getrübt war. Grit Breuer ist mit dem Leichtathletik- und Personal-Trainer Thomas Springstein verheiratet. Das Paar lebt in Rethwisch-Börgerende (Landkreis Rostock) und hat eine Tochter.

Grit Breuer arbeitet im Hotel Neptun in Rostock-Warnemünde.

Interview von Christian Lüsch

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Verwendung Schläge vom AbschlagForm groß, tropfen- bis birnenförmigVolumen150-460 cm³Loft ca. 9 bis 18°Schaftlänge ca. 40 bis 45 Zoll Holzdrei Hölzer pro Standardset Verwendung Abschläge auf dem GrünForm unterschiedlichLoft ca. 80° bis 90°Schaftlänge ca. 33 bis 35 Zoll Putterein bis zwei pro Spielbahn Verwendung mittellange Schläge 70-180 mForm trapezförmiger SchlägerkopfVolumen150-460 cm³Loft ca. 20° bis 45°Schaftlänge ca. 35 bis 39 Zoll Eisendrei bis neun pro Standardset Verwendung kurze Schläge aus schwieriegen PositionenForm ballonförmiger SchlägerkopfLoft ca. 48° bis 54°Schaftlänge 34 bis 36 Zoll WedgePitching und Sand Wedges für ein Standardset
Der Abschlag Die Unterarmemit dem Schwung drehen. Arme Hände und Schlägerbleiben eine Einheit. Den rechten Arm gerade halten. Füße etwas mehr als Schulterbreit auseinander. Schulter paralell zur Flugbahn des Balls ausrichten. Knie leicht beugen. Schläger mit den Schulternnach hinten bewegen. Arme, Händer und Schlägerbilden eine Einheit. Das rechte Bei bleibt stabil. Die Augen bleiben auf den Ball gerichtet. Die Wirbelsäule wird gedrehtdie Hüfte bleibt gerade. Der rechte Arm bleibt gerade. Den Schwung mit dem Drehender Schulter beginnen. Arme Hände und Schlägerbleiben eine Einheit. Den rechten Arm gerade halten.