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Raphael Jacobs: Er schaffte es mal mit einem Schlag

Rostock Raphael Jacobs: Er schaffte es mal mit einem Schlag

Dass Raphael Jacobs mal golfen würde, war eigentlich klar. Schließlich liegt das Haus seiner Eltern direkt neben dem Golfplatz in Hamburg-Hittfeld.

Rostock. Dass Raphael Jacobs mal golfen würde, war eigentlich klar. Schließlich liegt das Haus seiner Eltern direkt neben dem Golfplatz in Hamburg-Hittfeld. Auf die Sprünge brachte ihn aber erst eine AG Golf in der 6. Klasse. „Danach kam der Trainer auf mich zu und hat mich gebeten, weiterzumachen“, erzählt der 28-Jährige.

 

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Raphael Jacobs (28) auf der Golfanlage seines Heimatclubs in Wittenbeck. Der Ostsee Golf Club bei Kühlungsborn ist neben Vorbeck (bei Schwerin) die Lieblings- anlage des dreimaligen Landesmeisters in MV.

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Und das zahlte sich schnell aus: Hamburg-Kader, 2004 deutscher U 16-Vizemeister und Schüler- Mannschaftsmeister, ein Jahr später Hamburger Jugendchampion und Aufstieg mit Hittfeld in die 2.

Bundesliga. „Damals war ich 40 Wochenenden im Jahr durch Golf unterwegs“, sagt der 1,93-m-Recke. Doch nach dem Abitur 2007 verschoben sich seine Prämissen.

Der angehende Schifffahrtskaufmann musste die Golfschläger öfter in der Ecke stehen lassen, als ihm lieb war. „Ausbildung geht vor“, sagt Jacobs. Erst als er fürs Studium nach Greifswald und später nach Wismar zog, konnte er wieder öfter abschlagen. Inzwischen ist er drei Mal Landesmeister von MV, hat Handicap 0,9 – „das beste, was ich je hatte“. Was ihn am Golfen immer wieder reizt: „Das ewige Streben nach Perfektion – obwohl es keine Perfektion gibt.“

Sein Mannschaftskapitän Matthias Wißotzki vom Golfclub Wittenbeck, der selbst fünf Landestitel vorzuweisen hat, hält große Stücke auf Raphael Jacobs. „Er ist einer unserer Leistungsträger und ein sehr guter Teamplayer“, so Wißotzki. „Wenn man im Golf Erfolg haben will, muss man sehr konzentriert und diszipliniert sein und viel Ehrgeiz haben. Golf lebt nicht nur vom Talent allein, sondern man muss etwas dafür tun. Und das tut er.“

Die Zeit dafür ist mittlerweile aber auch bei Jacobs wieder knapper geworden. Im Februar hat er sein Studium der Wirtschaftswissenschaften beendet, seit kurzem arbeitet er als Treibstoff-Einkäufer für Reedereien und pendelt deshalb oft zwischen Hamburg und Bremen.

Das Hobby zum Beruf machen zu können – diesen Traum hatte Raphael Jacobs schon nach seiner Jugend ausgeträumt. „Mit einer Siegprämie von 2000 Euro deckt man gerade mal die Spesen von zwei Wochen. Das ist schon ein hartes Brot – und man weiß nicht, ob man es überhaupt schafft“, sagt der Norddeutsche.

Umso größer ist seine Bewunderung für jene, die es geschafft haben. Sein Vorbild ist der Nordire Rory McIlroy (27), „weil er sehr kraftvoll spielt und eine gute Einstellung hat“. Das Glück, ihm mal zu begegnen, hatte er allerdings noch nie. Dafür erlebte Jacobs schon einen anderen, höchst seltenen Glücksmoment: 2014 gelang ihm ein Hole-in-one – mit einem Schlag ins Ziel. In Hittfeld, direkt vor seiner Haustür. Kai Rehberg

OZ

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Verwendung Schläge vom AbschlagForm groß, tropfen- bis birnenförmigVolumen150-460 cm³Loft ca. 9 bis 18°Schaftlänge ca. 40 bis 45 Zoll Holzdrei Hölzer pro Standardset Verwendung Abschläge auf dem GrünForm unterschiedlichLoft ca. 80° bis 90°Schaftlänge ca. 33 bis 35 Zoll Putterein bis zwei pro Spielbahn Verwendung mittellange Schläge 70-180 mForm trapezförmiger SchlägerkopfVolumen150-460 cm³Loft ca. 20° bis 45°Schaftlänge ca. 35 bis 39 Zoll Eisendrei bis neun pro Standardset Verwendung kurze Schläge aus schwieriegen PositionenForm ballonförmiger SchlägerkopfLoft ca. 48° bis 54°Schaftlänge 34 bis 36 Zoll WedgePitching und Sand Wedges für ein Standardset
Der Abschlag Die Unterarmemit dem Schwung drehen. Arme Hände und Schlägerbleiben eine Einheit. Den rechten Arm gerade halten. Füße etwas mehr als Schulterbreit auseinander. Schulter paralell zur Flugbahn des Balls ausrichten. Knie leicht beugen. Schläger mit den Schulternnach hinten bewegen. Arme, Händer und Schlägerbilden eine Einheit. Das rechte Bei bleibt stabil. Die Augen bleiben auf den Ball gerichtet. Die Wirbelsäule wird gedrehtdie Hüfte bleibt gerade. Der rechte Arm bleibt gerade. Den Schwung mit dem Drehender Schulter beginnen. Arme Hände und Schlägerbleiben eine Einheit. Den rechten Arm gerade halten.