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Verrückte Idee wurde Wirklichkeit

Balm Verrückte Idee wurde Wirklichkeit

Ein mutiger Investor aus München leistete mit seinem Hotel am Balmer See Pionierarbeit in Sachen Golf

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Februar 2012: Das Haupthaus des Golfhotels wird bei einem Brand völlig zerstört. 164 Tage danach wird es wieder eröffnet.

Quelle: Tino Wallrodt

Balm. Die Erfolgsgeschichte begann mit einer Autofahrt im Sommer 1990. Rainer Stephani fuhr mit Freunden auf der Landstraße von Pudagla nach Neppermin und war sofort gefesselt vom Blick auf die malerische Landschaft rund um den Balmer See. „Das ist so schön, hier müsste man einen Golfplatz bauen“, sagte der Bauingenieur aus München damals bei seinem ersten Besuch auf Usedom nach der Wende. Es war eine spontane Eingebung, die konkrete Absicht habe „zu diesem Zeitpunkt in keiner Weise bestanden“, erzählt Stephani. Die „verrückte Idee“ entwickelte dann aber eine erstaunliche Eigendynamik.

Ein Vierteljahrhundert später ist das idyllisch gelegene Golfhotel Balmer See eines der schönsten im Land und die Golf- und Hotelanlage die zweitgrößte in Mecklenburg-Vorpommern nach der in Göhren-Lebbin am Fleesensee.

Die Autofahrt von Pudagla nach Neppermin sollte dem Leben von Rainer Stephani eine völlig neue Richtung geben, denn seine Mitfahrer wurden umgehend aktiv. „Eine Woche später erhielt ich einen Anruf:

,Die Gemeinde gibt grünes Licht. Wir können den Golfplatz bauen!’“, erinnert sich der gebürtige Thüringer, der bis dahin als Bauträger Projekte in seiner Wahlheimat München realisierte.

„Ich wollte einen Golfplatz und parallel dazu ein Hotel bauen, weil das nur zusammen funktioniert“, erklärt Stephani, der zunächst die Grundstückseigentümer ausfindig machte und zu einer Versammlung bat. Seine Idee fand auch bei den fast ausschließlich in Balm ansässigen Eigentümern „durchwegs Zuspruch“. Dem Bau von Golfanlage und Hotel stand nun formal nichts mehr im Weg. Dennoch sollte es noch bis Sommer 1996 dauern, ehe die Arbeiten an der Golfanlage – zunächst ein 18-Loch-Platz und ein 6-Loch Übungsplatz – und wenige Monate später auch am Hotel beginnen konnten. „Unsere Planungen wurden von den Behörden einhellig positiv aufgenommen“, sagt Stephani. Die Verfahren für Flächennutzungs- und Bebauungspläne sowie Baugenehmigungen zogen sich allerdings lange hin. Am 28. Mai 1998 – rund 20 Monate nach dem ersten Spatenstich – wurde das Hotel eröffnet. Das offizielle Eröffnungsturnier für den Golfplatz fand am 20. Juni 1999 statt.

In den Anfangsjahren war der Bauingenieur mit seinem Privatflugzeug zwischen Usedom, München und Erfurt gependelt. Heute wohnt der 76-Jährige mit seiner Lebensgefährtin in seinem Haus in Neppermin, nicht weit von seinem Golfhotel.

Auf zwölf bis 14 Millionen D-Mark beziffert Stephani die anfänglichen Investitionen in sein mutiges Großprojekt. „Die haben mich alle für verrückt erklärt“, erinnert er sich. Naturschützer seien damals „sehr dagegen gewesen“, sagt der Golf-Pionier. Große Unterstützung kam dagegen von Balms Bürgermeister Karl-Heinz Schröder und Landrat Herbert Kautz.

Heute umfasst die gesamte Anlage am Balmer See 125 Hektar. Im Hotel (400 Betten) und rund um den Golfplatz sind bis zu 130 Menschen beschäftigt. Auch Rainer Stephani ist immer noch jeden Tag in seinem Büro.

Hotel und Golfplätze managt mittlerweile Bernd Heselhaus. „Wir haben deutschlandweit einen sehr hohen Bekanntheitsgrad“, freut sich der Hoteldirektor, der Golf-Touristen vor allem aus dem gesamten norddeutschen Raum, Berlin und Nordrhein-Westalen, aber auch aus Skandinavien und der Schweiz in Balm begrüßt. Daran änderte auch der Brand im Februar 2012 nichts, bei dem das Haupthaus zerstört wurde und ein Millionenschaden entstand. Nur 164 Tage nach dem Unglück wurde es wieder eröffnet.

Rainer Stephanis wahr gewordene Vision lebt weiter. „Ich habe einen Traum verwirklicht, den ich eigentlich gar nicht hatte“, sagt er zurückblickend. Es wurde eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.

Sönke Fröbe

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Verwendung Schläge vom AbschlagForm groß, tropfen- bis birnenförmigVolumen150-460 cm³Loft ca. 9 bis 18°Schaftlänge ca. 40 bis 45 Zoll Holzdrei Hölzer pro Standardset Verwendung Abschläge auf dem GrünForm unterschiedlichLoft ca. 80° bis 90°Schaftlänge ca. 33 bis 35 Zoll Putterein bis zwei pro Spielbahn Verwendung mittellange Schläge 70-180 mForm trapezförmiger SchlägerkopfVolumen150-460 cm³Loft ca. 20° bis 45°Schaftlänge ca. 35 bis 39 Zoll Eisendrei bis neun pro Standardset Verwendung kurze Schläge aus schwieriegen PositionenForm ballonförmiger SchlägerkopfLoft ca. 48° bis 54°Schaftlänge 34 bis 36 Zoll WedgePitching und Sand Wedges für ein Standardset
Der Abschlag Die Unterarmemit dem Schwung drehen. Arme Hände und Schlägerbleiben eine Einheit. Den rechten Arm gerade halten. Füße etwas mehr als Schulterbreit auseinander. Schulter paralell zur Flugbahn des Balls ausrichten. Knie leicht beugen. Schläger mit den Schulternnach hinten bewegen. Arme, Händer und Schlägerbilden eine Einheit. Das rechte Bei bleibt stabil. Die Augen bleiben auf den Ball gerichtet. Die Wirbelsäule wird gedrehtdie Hüfte bleibt gerade. Der rechte Arm bleibt gerade. Den Schwung mit dem Drehender Schulter beginnen. Arme Hände und Schlägerbleiben eine Einheit. Den rechten Arm gerade halten.